Startseite
Sie sind hier: Home > Reisen > Reisemagazin > Aktivurlaub >

Nationalpark Hohe Tauern: Mit Ranger-Touren durch Österreichs Alpen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Nationalpark Hohe Tauern  

Mit Ranger-Touren den Nationalpark erkunden

16.07.2008, 09:24 Uhr | srt

Im Nationalpark Hohe Tauern werden auch geführte Ranger-Touren angeboten (Foto: srt)Im Nationalpark Hohe Tauern werden auch geführte Ranger-Touren angeboten (Foto: srt)Die Gämse ist vor dem felsigen Hintergrund kaum auszumachen. Dennoch entdeckt Brigitte Nowak das einzelne Tier, das nur wenige Meter über dem Talboden in einer Wand kraxelt. "Nach 16 Jahren als Nationalpark-Rangerin weiß ich, wohin ich schauen muss", schmunzelt sie. Ein geschulter Blick ist hilfreich, um rund um Großglockner und Hochalmspitze Rotwild, Gämsen und Steinböcke zu beobachten. Denn der Nationalpark Hohe Tauern in Österreich ist kein Zoo, es gibt weder Zäune noch Gehege. Brigitte Nowak ist stolz auf das besondere Erlebnis, das sich Urlaubern bietet: "Hier ist und bleibt alles Natur." Überzeugen Sie sich selbst von der Naturschönheit des Nationalparks Hohe Tauern in unserer Foto-Serie.


#
Tourenguide Über 6000 Wander- und Radtouren
Foto-Serie Schweizer Bergbahnen
Sie sind urlaubsreif?

#

#


Die reinste Bilderbuchlandschaft

Das Seebachtal - ein Seitenarm des Mölltals - präsentiert sich als Bilderbuchlandschaft: Das Hochtal umgeben schroffe Bergwände, die sich im glasklaren Stappitzer See spiegeln. Der muntere Seebach hat feinsten Sand an seine Ufer gespült - "wie in Miami Beach", lacht Nowak. Im Sommer ist das der ideale Ort für ein Picknick, Kinder bauen begeistert Dämme und Burgen. Die Erlen, die den Wasserlauf säumen, sind dicht mit Flechten behängt. Die langen, fasrigen Bärte sind ein Zeichen für gute Luft - wachsen sie, dann geht es dem Wald gut. Kein markierter Wanderweg führt von hier in die Berge hinauf, die Wildnis beginnt gleich hinter dem Parkplatz.

Jede Woche neue Urlaubsideen Reise-Newsletter abonnieren
Reisetipps von A bis Z Reiseführer Österreich
Günstiger in den Urlaub?


Größtes Schutzgebiet Mitteleuropas

Der Nationalpark Hohe Tauern stellt mit über 1800 Quadratkilometern das größte Schutzgebiet Mitteleuropas und der Alpen dar. Er liegt in den österreichischen Bundesländern Kärnten, Salzburg und Tirol und repräsentiert eine der letzten großräumigen Primärlandschaften der Alpen. Doch regelmäßig werden geführte Touren angeboten, besonders gefragt sind Wildtierbeobachtungen. Dazu ist Kondition und Geduld von Nöten. Mancher Urlauber meint, schon bei einem kurzen Spaziergang allerlei Wildtiere zu Gesicht zu bekommen. Von wegen - selbst in höheren, baumfreien Lagen sind Steinböcke und Gämsen für ungeübte Augen nicht leicht zu entdecken.


Interaktive Stationen im Nationalparkzentrum

Mit weniger Anstrengungen ist es verbunden, den alpinen Geheimnissen im jüngst erweiterten Nationalparkzentrum Bios auf die Spur zu kommen. In Mallnitz, Hauptort des Mölltals unweit des Großglockners, sprechen über 80 interaktive Stationen alle Sinne an. Ein nachgebauter Gebirgsbach, ein lebendes Ameisenvolk in mehreren Glaskästen sowie Experimente zu Licht und Luft sorgen nicht nur bei jungen Besuchern für staunende Gesichter. Im Fels-, Wasser-, Luft- und Sonnenlabor steht die Frage "Was ist Leben?" im Mittelpunkt. Für die Leiterin des Bios, Angelika Staats, ist Wasser das wichtigste Element: "Nur 2,6 Prozent des auf der Erde vorhandenen Wassers ist Süßwasser, das sich im ewigen Kreislauf befindet." So sei es nicht unwahrscheinlich, hören die Kinder kichernd, dass wir heute Wasser trinken, in dem schon einmal ein Dinosaurier gebadet habe.


Sonderausstellung zum Steinadler

Eine Sonderausstellung widmet sich in diesem Sommer dem Steinadler, dem König der Lüfte. Noch imposanter ist mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern der Bartgeier. Im Nationalpark ist man besonders stolz darauf, dass die Wiederansiedlung der zwischenzeitlich fast ausgestorbenen Tiere gelungen ist. Im Seebachtal wurden bislang drei Paare in einem Horst oberhalb des Schleierwasserfalls in die Natur entlassen, seit Mitte Juni bereiten sich im Krummltal auf Salzburger Nationalpark-Gebiet mit "Pinzgarus" und "Rurese" zwei weitere Jungvögel auf ihren ersten Flug vor.


130 Vögel sind in der Region zuhause

Noch vor 100 Jahren sagte man den Bartgeiern nach, dass sie sich junge Lämmer holten. "Böse Zungen bezeichneten sie sogar als Mördervögel, die kleine Kinder erbeuten würden", schüttelt Brigitte Nowak den Kopf. Dabei sind Bartgeier Aasfresser, die sich größtenteils von Knochen ernähren. Nowak: "Bis zu 25 Zentimeter lange Stücke würgen sie hinunter." Heute kann man die majestätischen Tiere mit etwas Glück wieder beobachten: Insgesamt 130 Vögel sind im gesamten Alpenbogen heimisch, das Seebachtal gehört zum Revier eines Pärchens, das seinen Horst im benachbarten Bad Gastein hat. Ein Blick zum Himmel lohnt sich also immer.

Weitere Informationen

Urlaubsservice der Österreich Werbung Postfach 83, A-1043 Wien, Service-Tel. 01802/101818, Fax 01802/101819 (jeweils 6 Ct./Min. aus dem deutschen Festnetz), E-Mail: urlaub@austria.info, Internet: www.austria.info;
Kärnten Information Casinoplatz 1, A-9220 Velden, Tel. 0043/463/3000, Fax 52100-50, E-Mail: info@kaernten.at, Internet: www.kaernten.at, www.kaernten-family.at, www.kaerntencard.at;
Nationalpark-Region Hohe Tauern Abteilung Tourismus des Kärntner Nationalparkfonds, Döllach 1, A-9843 Großkirchheim, Tel. 0043/4825/20049, Fax 200494, E-Mail über Internet: www.tauerngold.net. Angebote: Entdeckungsreise mit Nationalpark-Rangern, fünf Übernachtungen mit zwei geführten Touren kosten je nach gewählter Unterkunftskategorie zwischen 245 und 415 Euro pro Person. Wildtiersafari im Nationalpark, drei Übernachtungen und eine Hüttenübernachtung, dazu drei Pirschgänge mit Nationalpark-Rangern kosten je nach gewählter Unterkunftskategorie zwischen 215 und 309 Euro pro Person.
Nationalparkzentrum Bios Nationalpark Hohe Tauern, A-9822 Mallnitz 36, Tel. 0043/4784/701, Fax 70121, E-Mail: bios@ktn.gv.at, Internet: www.bios-hohetauern.at, www.hohetauern.at, www.nationalparkferien.at. Öffnungszeiten: bis Mitte Oktober täglich 10 bis 18 Uhr. Eintritt für Erwachsene 8,70 Euro, für Kinder 4,70 Euro, Familienkarte 19,60 Euro. Bis zum 12. Oktober gibt es im Rahmen des Sommerprogramms die Möglichkeit, von 10 bis 12 Uhr an einer Führung durch das Bios teilzunehmen und von 13 bis 16 Uhr mit einem Nationalpark-Ranger auf Exkursion zu gehen (täglich wechselnde Themen). Ein Erwachsener zahlt 27,20 Euro, ein Kind 17,20 Euro (mit Kärntencard 18,70 bzw. 12,70 Euro). Teilnehmer: Mindestens fünf, höchstens zwölf Personen.

#

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Rutschpartie des Jahres 
Selbst der Schneepflug scheitert an diesem Hügel

Das Video begeistert schon mehr als 22 Millionen Menschen im Internet. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Reisethemen von A bis Z

Anzeige
shopping-portal