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Westerwald: Eine Auszeit nehmen zum Energietanken

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Mittelgebirge  

Eine Auszeit im Westerwald

22.06.2009, 15:57 Uhr | dpa tmn/K.Seitz

Wiesenlandschaft am Wied (Foto: imago)Wiesenlandschaft am Wied (Foto: imago)

"Wie bitte, eine Auszeit im Westerwald?" Da mögen etliche den Kopf schütteln. Doch die Mittelgebirgsregion zwischen Rhein und Lahn bietet einiges, um sich durchzulüften und neue Energie zu tanken. Frische Luft in abwechslungsreicher Natur, Verwöhnoasen mit entspannter Atmosphäre und als I-Tüpfelchen Einblicke in die Welt der Keramik sind einige der Pfunde des eher noch unbekannten Reiseziels, das sich auf Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen verteilt. Bewundern Sie die wunderschöne Region auch in unserer Foto-Serie.

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Shiatsu bei Montabaur

Bequem liegt es sich auf einer Matratze am Boden. Das ansprechende Interieur des Raumes, das wohltuende Halbdunkel - alles trägt dazu bei, sich geborgen zu fühlen. Shiatsu-Therapeutin Birgit Heinrich bewegt sich in einem Hotel in Höhr-Grenzhausen nahe Montabaur behutsam, drückt da mal mit der Handfläche auf eine Körperstelle, führt hier mal mit dem Finger entlang. Mit fließenden Bewegungen, Dehnungen und Druck mit Handballen, Ellenbogen oder Knien versucht sie, Blockaden zu lösen - mit der japanischen Behandlungsmethode soll die Lebensenergie zum Fließen gebracht werden. Ruhe und innere Weichheit stellen sich ein.


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Tai Chi oder Pilates?

In dem Wellnessbereich des seit gut 90 Jahren familiengeführten Hotels oberhalb der Stadt wird der Mensch als Einheit von Körper, Seele und Geist gesehen. "Wir sind über die Zeit hinweg, wo es nur um Dahindämmern ging. Die Gäste wollen angeregt werden", erklärt Juniorchefin Christina Heinz, die das Haus in ein Wellness-Hotel verwandelt hat. Männer haben auch keine Berührungsängste mehr, sich gemeinsam mit der Partnerin unter fernöstlichen Klängen massieren und einölen zu lassen. Manche dehnen sich auch zusammen bei Pilates, meditieren bei einer Klangreise oder versuchen sich im chinesischen Schattenboxen Tai Chi.

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Europas Keramik-Zentrum

Nach so viel innerer Entspannung folgen Tage der äußeren Anregung. Höhr-Grenzhausen selbst, etwa zwölf Kilometer östlich von Koblenz am Fuß des Westerwalds gelegen, ist auf den ersten Blick kein touristisches Kleinod. Doch die Stadt birgt einen Schatz: Sie ist Europas größtes Ausbildungszentrum für Keramik und die hier angesiedelte keramische Industrie ein bedeutender Wirtschaftszweig. Praktisch jeder, der mit diesem vielfältig genutzten Werkstoff zu tun hat, kennt den Namen dieses Ortes.

Das "weiße Gold" der Region

Hier beginnt auch das Kannenbäckerland, für den das "weiße Gold" der Region, der Ton, typisch ist. Denn im Westerwald befindet sich das älteste und größte Tonbergbaugebiet der Europäischen Union. Die ersten Töpfereien im Dorf Höhr sind für das Jahr 1402 belegt. Weit über die Landesgrenzen hinaus war bereits in früheren Jahrhunderten das blaugraue, salzglasierte Steinzeug bekannt.


Keramikmuseum Westerwald

Die Geschichte rund um das Thema lernt der Besucher im Keramikmuseum Westerwald in Höhr-Grenzhausen eindrucksvoll kennen. Der Name sollte nicht täuschen. Unter der Leitung von Monika Gass hat sich das Museum der Gefahr entzogen, ein Heimatkundemuseum zu sein. Mit dem Werkstoff von der Pike auf vertraut, gelang es der Powerfrau, das Haus international zu vernetzen. Der alle fünf Jahre vom Museum ausgeschriebene "Westerwaldpreis Keramik Europas" ist ein renommiertes Beispiel dafür.


Wandern in die Altstadt

Vom Südwesten der Region führt die Reise nach Bad Marienberg. Mit dem Kneipp-Bad und Höhenluftkurort verbindet sich der Begriff "Hoher Westerwald". Der schmucke Ort, dessen Altstadt sich auf 485 Meter Höhe erhebt, gilt als Eingangspforte. Das Stadtbild mit seinen schiefergedeckten Fachwerkbauten, der Kurpark mit Kneippanlage und Barfußpfad, der Apothekergarten, der Basaltpark und das "Marienbad" mit seinen Wellnessmöglichkeiten lohnen einen Besuch.


Nordic-Walking um Bad Marienberg

Wer will, kann hier wie auch im Kannenbäckerland die Laufschuhe anziehen und die Stöcke schwingen. Denn um Bad Marienberg gibt es vier Nordic-Walking-Routen, unter anderem eine rund elf Kilometer lange mittelschwere Sebastian-Kneipp-Tour. Insgesamt lässt sich im Westerwald auf etwa 600 Kilometer walken. Das Gelände weist viele Steigungen auf, ohne dabei zu hohe Anforderungen zu stellen.


Die "Kräuterwind Gartenroute Westerwald"

Wer sich einen anderen Wind um die Nase blasen lassen möchte, begibt sich auf Kräutersuche. Als "Kräuterwind Gartenroute Westerwald" haben 20 höchst unterschiedliche Gärten in der gesamten Region ihre Pforten geöffnet. Dazu wird Schmackhaftes und Duftendes aus Kräutern der Region angeboten - von Schokolade bis zu Schnaps. Marianne Lieber von der Struthof-Brennerei in Unnau nahe Bad Marienberg ist Inhaberin der ältesten Kornbrennerei des Westerwaldes, zu dem auch der Panorama-Wandelgarten gehört. Auf stillgelegten Flächen locken dort im Frühjahr ein Meer von Tulpen, im Sommer Gladiolen und Sonnenblumen. Und dazwischen duften Arnika, Kümmel, Fenchel, Salbei, Rosmarin und vieles mehr.


Die 1000 Facetten des Westerwalds

Entspannung im Westerwald hat viele Facetten. Bei Waltraud Beul in Homberg zum Beispiel gibt es keine vier Sterne. Dafür ist hier im Hohen Westerwald in Deutschlands kleinster "Wohlfühlfarm" alles Bio - die selbst gesammelten Kräuter, das Gemüse aus dem eigenen Garten und die klare Luft. Auch die vielen kleinen Örtchen haben ihren Reiz. Ob Willingen, wo man die Fuchskaute, den höchsten Berg (657 Meter) des Westerwaldes bewundern kann oder all die anderen idyllischen Fleckchen Erde - sich etwas Zeit zu nehmen um das Ambiente auf sich wirken zu lassen, lohnt sich auf jeden Fall.

Weitere Informationen:

Westerwald Touristik-Service, Kirchstraße 48a, 56410 Montabaur (Tel.: 02602/300 10, Internet: www.westerwald.info).

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