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Die schönsten Naturwunder der Erde

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Naturwunder  

Staunen über die Wunder der Erde

17.08.2009, 11:15 Uhr | M.Reisner/srt, srt

Grand Canyon, Arizona, USA (Foto: Imago)Grand Canyon, Arizona, USA (Foto: Imago) Sie lassen einen ganz klein werden: donnernde Wasserfälle, gewaltige Schluchten, weite Savannen. Der Aletschgletscher und der Geirangerfjord, der Grand Canyon und die Niagarafälle, das Great Barrier Reef und die Masai Mara sind vielbesuchte Naturwunder. Und ob zu Fuß, mit dem Maultier oder per Schiff: So spektakulär wie die Landschaften sind, so spannend lassen sie sich erkunden. Wir stellen Ihnen die schönsten Naturwunder der Erde und die besten Arten, sie sich zu erschließen vor - auch in unserer Foto-Serie.

Hinauf ins ewige Eis

Die Reize des Aletschgletschers lernen Naturliebhaber wandernd am eindrucksvollsten kennen. Langsam geht es hinauf ins ewige Eis, bei jedem Schritt knirscht es unter der Sohle. Sogar im Hochsommer tragen die Wanderer Mützen, Jacken und Handschuhe. Der Aletsch ist mit 23 Kilometer Länge der größte Gletscher der Alpen. Die Unesco hat ihn 2001 in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen. Bergführer Martin Nellen führt seine Gruppe zum Konkordiaplatz. "Dort hat man die beste Sicht", sagt er. Da vereinigen sich die Gletscher vom Aletschfirn, dem Jungfraufirn, dem Ewigschneefeld und dem Grüneggfirn zum Aletschgletscher. 900 Meter dick ist das Eis am Konkordiaplatz. Zwei Tage ist die Gruppe unterwegs, sieben bis acht Stunden täglich wird gewandert. Am zweiten Tag überquert sie den Konkordiaplatz. Über den Langgletscher geht es schließlich hinunter ins Lötschental, wo Alpenrosen blühen und saftige Heidelbeeren wachsen.

Geirangerfjord hautnah per Kanu erleben

Dicht bewachsen, manchmal auch kahl und schroff, erheben sich die steilen Felswände rechts und links des Geirangerfjords, einem der prächtigsten Fjorde Norwegens. Er ist bis zu 800 Meter breit, die Berge ragen bis zu 800 Meter in die Höhe. Täglich verkehren dort Kreuzfahrtschiffe, Tausende Touristen aus aller Welt schlendern im Ort Geiranger von Souvenirladen zu Souvenirladen. Davon gibt es dort mehr als Wohnhäuser. Hautnah erlebt den Fjord, wer Kanu oder Kajak auf Tour geht. Mit jeder Paddelbewegung lassen die Wassersportler den Rummel hinter sich, genießen den Fjord und die Stille. Mit etwas Glück sehen sie auch Schweinswale, die prustend vor ihnen auftauchen. Zwischen Geiranger und der Siedlung Olesund gelangen die Paddler auch in kleinere Seitenarme. Freundlich wirken dort die typisch rotbraun gestrichenen Holzhäuser in den Fischerdörfern und die weißen Kirchen. Vier bis sechs Stunden sitzen die Kajakfahrer täglich in ihren Booten. Abends knistert das Lagerfeuer unter dem matt leuchtenden Himmel.

Auf dem Rücken eines Maultieres durch den Grand Canyon

Auf ganz traditionelle Weise erschließen sich Besucher den Grand Canyon im US-Bundesstaat Arizona, wenn sie ihn auf dem Rücken eines Maultiers erkunden. Touren finden zwischen Mai und Oktober statt. Einen halben oder auch zwei ganze Tage lang geht es in das Innere des Canyons. Gemächlich trotten die Tiere hintereinander durch Wälder und Schluchten. Bis zu 1600 Meter tief und 16 Kilometer breit ist der Grand Canyon. In Millionen von Jahren hat sich der Colorado River durch Granit, Kalk, Schiefer und Sandstein gegraben. Je nach Sonneneinstrahlung schimmern die Felsen rot, gelb, braun, grün oder schwarz. Manchmal taucht unverhofft ein Maultierhirsch oder ein Waschbär auf. Vogelliebhaber erspähen Kolibris, Zaunkönige und Buntfalken. Die Touren starten sowohl vom Nordrim, der Nordkante des Canyon, als auch vom Südrim. Der Mather Point dort ist auch einer der besten Plätze, um den Sonnenaufgang zu erleben.

Mit dem Boot ganz nah an die Niagarafälle

Ob abends oder morgens – bei den Niagarafällen an der Grenze zwischen den USA und Kanada tost und spritzt, rauscht und dampft es. Triefend nass sind die Passagiere der "Maid of the Mist". Das Boot schaukelt seine in blaue Regencapes gehüllten Gäste dorthin, wo die Wassermassen unaufhörlich in die Tiefe donnern. Millionen von Besuchern bewundern jedes Jahr dieses Naturschauspiel – zu Fuß vom Aussichtspunkt Clifton Hill auf der kanadischen Seite, bei einem Spaziergang in die USA über die Regenbogenbrücke, trockenen Fußes vom Drehrestaurant des Skylon Towers aus oder rasant während einer Fahrt mit dem "Jet Boat". Muße wird sich wegen der unzähligen Schaulustigen ohnehin keine einstellen, warum also nicht gleich mitten hinein ins Getümmel? Die "Maid of the Mist" fährt ganz nahe heran an die Horseshoe Falls auf der kanadischen Seite, wo die Wassermassen auf einer Breite von 790 Metern hufeisenförmig in die Tiefe stürzen.

Foto-Serie Die schönsten Wasserfälle weltweit

Illusions-Spektakel sorgt für Nervenkitzel

Die „Journey Behind the Falls“-Tour ist ein weiteres Highlight. Durch einen Tunnel gelangen Besucher direkt zu mehreren Aussichtsplattformen hinter den Schluchtabbruch der Horseshoe Falls, so werden die Fälle auf der kanadischen Seite auch genannt. Die Wassermassen prallen mit ohrenbetäubendem Geräusch vor den Augen der Besucher ungebremst nieder. Ein einmaliges Erlebnis. Und eine neue Attraktion hielt mit der Einführung der interaktiven Simulations- und Animations-Show "Niagara’s Fury" Einzug. "Niagara’s Fury" bietet ein aufwendig inszeniertes Illusions-Spektakel, das sich neuester Techniken bedient. Auf einer eigens eingerichteten Plattform erleben Besucher die Entstehungsgeschichte der Niagarafälle am eigenen Leib mithilfe von Sound- und Film-Sequenzen sowie Spezial-Effekten. Bebende Erde, arktische Winde und faszinierende Bilderfluten imitieren das Naturschauspiel lebensecht. Für Nervenkitzel sorgen die Simulationen von Unwettern, Schneestürmen und rapiden Temperaturstürzen um bis zu 20 Grad Celsius.

Das größte Riff der Erde von einer Plattform bestaunen

Auf ganz andere Weise fasziniert das Wasser am Great Barrier Reef vor der australischen Ostküste. Nahezu schwerelos entdecken Taucher und Schnorchler dort weiß gestreifte Clownfische, blau leuchtende Papageienfische, Riesenmuscheln, Seesterne. Das Wasser ist so klar, dass die Sicht an manchen Stellen bis zu 60 Meter tief reicht. Über 350 Korallenarten wachsen wie Geweihe, Trichter und Bäume auf dem Meeresgestein unter Wasser. Tipp: Besonders farbenprächtig ist das Spektakel im November zur Zeit der Korallenblüte. Das Great Barrier Reef ist mit 345.000 Quadratki­lometern das größte Riff der Erde. Zum Vergleich: Deutschland hat eine Größe von 357.000 Quadratkilometern. Das Riff ist über zehntausend Jahre alt und besteht aus über 2900 Einzelriffen und 71 Koralleninseln. Am intensivsten erlebt man es mittendrin, etwa auf Reefworld, einer schwimmenden Plattform, auf der bis zu sechs Personen die Nacht verbringen und am nächsten Morgen inmitten der bunten Fischwelt aufwachen können.

Mit einem Massai durch das Reservat

Auch die Savanne erwacht bei Sonnenaufgang. Auf leisen Ledersohlen pirscht der Massai voran. Er zeigt auf ein badendes Nilpferd. Er ist Bewohner des Masai Mara National Reserve, dem berühmtesten Nationalreservat Kenias. Sechs Autostunden von Nairobi entfernt leben auf einer Fläche von 1500 Quadratkilometern schätzungsweise 1,4 Millionen Gnus, über eine halbe Millionen Gazellen, 200.000 Zebras, dazu Nashörner, Elefanten, Büffel, Giraffen, Leoparden und Geparden, Hyänen und Schakale. Unter den fast 500 Vogelarten finden sich 16 Adler- und sechs Geierarten. Die "Mara", wie sie genannt wird, liegt auf einer Höhe von 1650 Metern. Der Massai bückt sich und zeigt auf eine Fährte: Zebras haben ihre Spuren auf dem trockenen Boden hinterlassen. Durch den Feldstecher sehen die Wanderer sie dann, die Herde, die sich um ein Wasserloch drängt. Und das ist wie ein kleines Wunder im großen.

Weitere Informationen:

Aletschgletscher
Aletsch Tourismus, Bahnhofstr. 1, CH-3900 Brig, Tel. 0041/27/9216030, Fax 9216031, info@aletsch.ch, www.aletsch.ch; Wanderungen und Skitouren: Schweizer Bergsteiger- und Wanderschule Riederalp, Martin Nellen, Haus Südlenz,CH-3987 Riederalp, Tel. 0041/27/9271838, Fax 9274538, mnellen@suedlenz.ch, www.suedlenz.ch, oder Art Furrer, Tel. 0041/27/9284488, Fax 9284499, artfurrer@artfurrer.ch, eine Zweitages-Gletschertour kostet 200 Schweizer Franken inkl. Halbpension;

Geirangerfjord
Visit Norway, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg, Tel. 0180/5001548 (0,14 Euro/Min.), Fax 22941588, germany@innovationsnorway.no, www.visitnorway.com/de; Kajaktour: Rucksack Reisen, Hammer Str. 418, 48153 Münster, Tel. 0251/871880, Fax 8718820, reisen@rucksack-reisen.de, www.rucksack-reisen.de, 14 Tage kosten ab Kiel 998 Euro (Preis 2009) inklusive aller Transfers, Boots- und Tourenausrüstung, Campingplatzgebühren sowie Reiseleitung;

Grand Canyon
Grand Canyon National Park, P.O. Box 129, Grand Canyon, AZ 86023, USA, Tel. 001/928/638/7888, Fax 001/928/6387797, Internet: www.nps.gov, Auskünfte über Reitmöglichkeiten im Besucherzentrum;

Niagarafälle
Ontario Tourism, c/o The Mangum Group, Sonnenstr. 9, 80331 München, Tel. 089/23662168, Fax 23662199, ontario@aviareps.com, www.think@mangum.de, www.ontariotravel.net; www.niagarafalls.ca (Englisch)

Maid of the Mist Steamboat Company
5920 River Road P.O. Box 808, Niagara Falls, Ontario L2E6V6, Canada, Tel. 001/905/3585781, Fax 3588527 eine Fahrt kostet für Erwachsene 14,50 kanadische Dollar, für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren 8,90 Dollar;

Whirlpool Jet Boat Tours
61 Melville Street, PO Box 1215, Niagara-on-the-Lake, Ontario, Canada,L0S 1J0, Tel. 001/9054684800, Fax 4687004, trips@whirlpooljet.com, www.whirlpooljet.com, ein Fahrt kostet für Erwachsene ab 57 kanadische Dollar, für Kinder ab vier Jahren ab 48 kanadische Dollar zuzüglich Steuer und Servicegebühr;

Great Barrier Reef
Tourism Queensland, c/o Global Spot, Oberbrunnerstr. 4, 81475 München, tel. 089/759698869, E-Mail über Internet www.queensland-australia.eu; Reefworld: Fantasea, PO Box 616, Airlie Beach, Queensland 4802, Australia, Tel. 0061/7/49675455, Fax 49675444, bookings@fantasea.com.au, www.fantasea.com.au;

Masai Mara
Kenia Tourist Board, c/o Travel Marketing Romberg, Schwarzbachstr. 40822 Mettmann, Tel. 02104/832919, Fax 912673, kenia@travelmarketing.de, www.magicalkenya.com

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