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Mit dem Mountainbike über die Alpen

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Mit dem Mountainbike über die Alpen

26.08.2011, 11:42 Uhr | Armin Herb, srt

Mit dem Mountainbike über die Alpen  . Mit dem Mountainbike durch die Alpen. (Quelle: Armin Herb/srt)

Mit dem Mountainbike durch die Alpen. (Quelle: Armin Herb/srt)

Rundherum nur mächtige Dreitausender. Wildbäche plätschern, Kuhglocken klingeln. Die Kulisse ist dramatisch. Der Weg, der vom Zillertal hinüber nach Südtirol führt, ist längst zum holprigen Bergpfad geworden. Auf einem Felsblock leuchtet ein gelber Pfeil - und daneben steht in großen Buchstaben "Venedig". Die Gruppe Mountainbiker jedoch fährt nicht, sondern schiebt ihre Räder zum Pfitscherjoch hinauf, denn selbst das kostet an diesem steilen Abschnitt enorm viel Kraft. Im Sattel bleiben hier nur noch die absoluten Cracks. Auf 2600 Meter Höhe überwinden sie die erste große Hürde auf ihrer Bergreise. Schauen Sie sich Impressionen der Tour in unserer Foto-Show an.

Startpunkt Tegernsee

Innerhalb einer Woche wollen insgesamt 15 Mountainbiker, alle zwischen 29 und 55 Jahre alt, vom bayerischen Tegernsee bis in die norditalienische Ebene bei Bassano del Grappa radeln: sechs Etappen, 450 Kilometer und 8000 Höhenmeter - eine mittelschwere Tour laut Katalog des Transalp-Veranstalters Alps Bike Tours. Seit 1989 der Allgäuer Bergführer Andi Heckmair zum ersten Mal sein Mountainbike von Oberstdorf nach Riva am Gardasee fuhr, schob und schleppte, entwickelte sich die Alpenüberquerung mit dem Fahrrad zu einer kleinen Massenbewegung. Experten der Universität Innsbruck schätzen, dass sich mittlerweile jedes Jahr 150000 bis 200000 Aktivurlauber auf den Weg über die Alpen machen, die meisten von Süddeutschland nach Norditalien. Einige zieht es auch in Richtung Slowenien oder Frankreich. Alle jedoch haben eines gemeinsam: Sie sind auf der Suche nach dem besonderen Bergerlebnis, nach Erfahrung im Kampf mit sich selbst und mit den Naturgewalten.

Touren mit hohem Erlebnisfaktor

Transalp-Pionier Andi Heckmair meint dazu: "Biketouren über die Alpen sind eine wunderbare Herausforderung mit einem hohen Erlebnisfaktor". Trotz High-Tech-Bikes und perfektionierter Ausrüstung muss eines aber klar sein, das weiß der Expete: "Es handelt sich um eine alpine Unternehmung, die den Spielregeln im Hochgebirge unterworfen ist." Über die Alpen führten keine ausgebauten Radwege. Man benutze deshalb nur alpine Wirtschaftswege und Bergsteigerpfade. "Als Mensch ist man hier nur geduldet, sofern man sich an die Regeln hält."

Es gibt viele Angebote

Puristen organisieren ihre Alpenüberquerung natürlich selbst, stellen sich aus Landkarten, GPS-Datenbanken und Bike-Führern ihre persönliche Radroute zusammen, packen ihre Sachen in einen Rucksack und übernachten in Alpenvereinshütten oder gar im Zelt. Wer das kontrollierte Abenteuer bevorzugt, der bucht besser eine professionell geführte Transalp-Radreise mit Gepäcktransport und Übernachtung im Hotel. Die Auswahl an Angeboten ist mittlerweile sehr umfangreich. Sie reicht von der einfachen Tour mit dem Trekkingrad auf der alten Römer-Route Via Claudia bis hin zu Extremsport-Reisen fast ausschließlich auf schmalen Bergpfaden, die exzellente Kondition, körperliche Fitness und Fahrtechnik erfordern.

Touren mit unterschiedlichen Levels

Eine Empfehlung für unterschiedlich starke Partner sind Touren mit unterschiedlichen Levels, das heißt, man kann täglich wählen zwischen einer leichteren und einer anspruchsvolleren Route. Abends treffen sich die Teilnehmer dann wieder im Hotel. Auch mit dem E-Bike lassen sich mittlerweile schon einige Alpenpässe überwinden, allerdings nur auf den einfacheren Strecken wie zum Beispiel dem Reschenpass, der niedrigste Alpenübergang vom Tiroler Inntal ins Südtiroler Etschtal.

Von Garmisch zum Gardasee

Der Transalp-Klassiker schlechthin führt in diversen Varianten von Garmisch zum Gardasee. Die meisten Mountainbiker wünschen sich eben den Sprung in den See als krönendes Finale eines erfolgreichen Alpencross. Doch selbst hier heißt es: Bei aller Faszination, eine Alpenüberquerung erfordert gewisse Voraussetzungen. "Neulinge bedenken oft nicht, dass sie sechs Tage am Stück Rad fahren müssen auf oft steilen, unwirtlichen Wegen. Und dass es im Hochgebirge auch im August zu jeder Zeit schneien kann", sagt Bike-Guide Kerstin Bierl, die mehr als 40 Mal über die Alpen geradelt ist. Nicht selten hört man auf den langen, schweißtreibenden Anstiegen oder an Regentagen deshalb auch Sätze wie: "Warum tu ich mir diese Schinderei überhaupt an". Aber beim Anblick der majestätischen Gipfelwelt, ob in den Dolomiten oder in der Silvretta, ob im Engadin oder in der Brenta, auch genauso oft: "Das ist der Wahnsinn. Das Schönste, was ich je erlebt habe!"

Weitere Informationen:
Transalp-Veranstalter: Alps Biketours, www.go-alps.de; Fahrtwind, www.mtb-fahrtwind.de; Bike Alpin, www.bikalpin.de; Serac Joe Mountainbike Erlebnistouren, www.seracjoe.de.

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