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Mit Wohnmobil und Caravan sicher unterwegs

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Mit Wohnmobil und Caravan sicher unterwegs

07.06.2013, 10:41 Uhr | Auto-Reporter.Net

Mit Wohnmobil und Caravan sicher unterwegs. Mit dem Wohnmobil sicher unterwegs. (Quelle: imago)

Mit dem Wohnmobil sicher unterwegs. (Quelle: imago)

Wohnmobil und Caravan sind auch hierzulande beliebte Reisebegleiter. Für Unerfahrene hinterm Steuer kann die Fahrphysik von Wohnanhänger oder Reisemobil allerdings zur echten Herausforderung werden. Darüber hinaus erfordern die Besonderheiten der technischen Ausstattung von Wohnmobilen und Caravans vor dem Urlaubsstart etwas Aufmerksamkeit, damit keine Mängel die Fahrt unerwartet stoppen oder am Ferienort nicht gleich eine böse Überraschung wartet. Beachten Sie auch unsere 10 Tipps für die Reise mit Wohnwagen und Wohnmobil.

Fahrtraining nicht nur für Anfänger sinnvoll

Bevor es auf Tour geht, sollte in jedem Fall ein technischer Check durchgeführt werden - insbesondere, wenn das Fahrzeug zum ersten Mal nach längerer Pause wieder auf die Straße rollt. Doch nicht nur das Fahrzeug, auch der Fahrer selbst sollte vor dem Urlaubsstart fit für die große Tour sein. Ein "Trockentraining" auf dem Hof hilft, wichtige Rangiermanöver wie Einparken oder Rückwärtsfahren mit Wohnanhänger zu üben. Sinnvoll kann eine Teilnahme an einem Fahrtraining für Caravans oder Wohnmobile sein, die beispielsweise die Automobilclubs regelmäßig anbieten. Besonders empfehlenswert sind die Trainings für Autofahrer, die noch nie einen Camper gefahren haben oder deren letzte Fahrt schon lange zurückliegt. Doch auch langjährige Fahrzeuglenker profitieren bei den Kursen von den Tipps der Trainer.

Wohnmobile und Caravan-Gespanne sind breiter und höher als das gewohnte Auto. Das ist bei Durchfahrten, entgegenkommenden Verkehr, beim Abbiegen sowie in Autobahnbaustellen zu beachten. Das Abbiegen in engen Kurven macht den meisten schwer zu schaffen und hat oft eine Begegnung mit dem Bordstein oder einem geparkten Auto zur Folge.

Vorausschauend sicher ans Ziel

Wohnwagen und Wohnmobile sind besonders windanfällig, daher ist besondere Vorsicht beim Befahren von Autobahnbrücken geboten. Überholvorgänge können tückisch sein. Vor allem, wenn Sie Lkw oder Busse hinter sich lassen, sollten Sie mit einer Sogwirkung rechnen. Auch das Bremsverhalten stellt sich bei Wohnmobilen und Caravan-Kombinationen anders dar als beim herkömmlichen Pkw. Der Bremsweg eines Wohnwagen-Gespannes liegt um bis zu 20 Prozent über dem eines Pkw ohne Wohnwagen. Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt höher als gewohnt, was zu einer stärkeren Seitenneigung bis hin zum Umkippen führen kann.

Wegen des anderen Fahrverhaltens und der Abmessungen ist defensives Fahren und Rücksichtnahme die beste Wahl. Gefährlich wird es vor allem dann, wenn der eigene Wohnwagen ins Schlingern gerät. Dann hilft nur sofortiger Geschwindigkeitsabbau. Auch Spurrillen, Gefällestrecken oder Steigungen können zu Schwierigkeiten führen. Deshalb sollten Reisemobil- oder Caravanbesitzer möglichst vorausschauend fahren, um unfallträchtige Situationen von vorne herein zu vermeiden.

Falsche Beladung birgt Lebensgefahr

Neben der Fahrphysik sollte beim Fahren mit Wohnwagengespannen darauf geachtet werden, dass die zulässige Anhängelast des Pkw sowie das zulässige Gesamtgewicht des Gespannes nicht überschritten werden. Auch die zulässige Achslast des Caravans müssen Sie unbedingt einhalten. Die Stützlast ist zu optimieren und darf weder zu gering noch zu hoch ausfallen. Die Kupplung zwischen Wohnwagen und dem Auto sollte korrekt einrasten und das Stützrad justiert sein. Zuletzt sollten Sie sicherstellen, dass der Reifendruck der Nutzlast entspricht. Bei Überladung droht Lebensgefahr, da das Gespann unbeherrschbar werden kann.

Gepäck ist so zu verstauen, dass es bei Vollbremsungen nicht verrutscht oder durch die Luft wirbelt. Beim Caravan sollte das Gepäck möglichst im Kofferraum des Zugfahrzeuges mitgeführt werden. Gegenstände sollten sowohl im Wohnmobil als auch im Caravan weit unten gesichert untergebracht werden. Besonders schweres Gepäck ist im Bereich der Achsen zu verstauen. Wer sich nicht sicher ist, ob sein Wohnmobil oder Caravan wirklich gut gepackt und technisch einwandfrei ist, sollte zum Fachmann gehen. Die technischen Überwachungsvereine überprüfen vor Reisebeginn Gewicht, Stoßdämpfer und Bremsflüssigkeit gegen eine geringe Gebühr.

Generell gilt in Deutschland Tempo 80 km/h für das Fahren mit Anhänger. Wenn Wohnanhänger und Zugfahrzeug gewisse Voraussetzungen mitbringen, darf je nach Geschwindigkeitsbegrenzung Tempo 100 gefahren werden. Das Überschreiten der maximal zulässigen Geschwindigkeit kann zu instabilen Fahrverhalten und im Falle eines Unfalls zum Verlust des Versicherungsschutzes führen.

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