Startseite
Sie sind hier: Home > Reisen > Reisemagazin > Aktivurlaub >

Tipps zum Zeltkauf

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Worauf Sie beim Zeltkauf achten sollten

31.01.2012, 16:52 Uhr | Heiko Truppel, trax.de

Tipps zum Zeltkauf. Zelte gibt es in vielen Qualitäten und Ausführungen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zelte gibt es in vielen Qualitäten und Ausführungen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zelte werden von den Camping-Ausrüstern in den unterschiedlichsten Ausführungen und Qualitäten angeboten. Das macht durchaus Sinn, denn ein Zelt, das allen Anforderungen genügt, gibt es nicht. Entscheidend sind der Einsatzzweck ebenso wie die klimatischen Bedingungen, denen der Unterschlupf trotzen soll. Davon ausgehend empfehlen sich neben Größe und Gewicht, dem Aufbau des Zeltes und Ansprüchen an die Wasserdichte bestimmte Zeltformen, die maßgeblich für die Stabilität und Handhabung sind. Die gängigsten Typen der Zelte stellen wir in unserer Foto-Show vor.

Foto-Serie mit 7 Bildern

Eines der grundlegenden Kriterien für den Zeltkauf stellt zunächst die Größe dar. Richten Sie sich dabei nicht nur nach der angegebenen Personenzahl, da die Klassifizierung der Hersteller den Stauraum oft vernachlässigt. Zwei Personen, die mit viel Gepäck unterwegs sind, fahren mit einem Drei-Personen-Zelt bisweilen besser, während sich leichtes Marschgepäck problemlos auch in einem kleineren Zelt verstauen lässt. Bedenken Sie auch, ob Sie mehr Platz benötigen, weil Sie sich häufig im Zelt aufhalten, oder ob Ihnen eine reine Schlafunterkunft völlig ausreicht.

Apsiden bieten zusätzlichen Platz

Bei manchen Modellen bieten sogenannte Apsiden zusätzlichen Stauraum. In ihnen kann notfalls sogar gekocht werden. Weniger Platz im Zelt werden Sie auch benötigen, wenn Sie ein sogenanntes Tarp benutzen, also eine separat aufspannbare Zeltplane, unter der Sie bei Regen kochen und essen können. Empfehlenswert sind desweiteren mehrere Eingänge, da Sie den Platz flexibler nutzen können.

Ebenfalls in die Waagschale fällt das Gewicht des Zeltes, das neben der Größe von der Konstruktion und den verwendeten Materialien abhängt. Sind Sie mit dem Auto unterwegs, können Sie Gewichtsfragen im Prinzip vernachlässigen. Mit dem Rad oder zu Fuß dagegen geht es um jedes Gramm. Aber auch mit Bahn Flugzeug unterwegs, können Sie nicht all zu viel Ballast mit sich herumschleppen.

Zeltformen - Vorteile und Nachteile

Gewicht und nutzbarer Raum werden zu einem gewissen Maß durch die Bauform des Zeltes beeinflusst. Von dieser hängen auf der anderen Seite dessen Windstabilität und Einsatzmöglichkeiten ab. Unter den gebräuchlichsten Zeltformen sind sogenannte Geodäten generell am windstabilsten, gefolgt von Kuppelzelten und danach von Tunnelzelten, die in Windrichtung zwar stabil, aber in der Regel anfällig für Seitenwind sind. Geodäten stehen darüber hinaus bereits mit wenigen Abspannungen stabil und sind daher in fast jedem Gelände einsetzbar, allerdings werden die Vorteile meist durch ein Mehr an Gewicht erkauft. Tunnelzelte mit ihren relativ steilen Seitenwänden dagegen bieten mehr Platz und haben sich gerade unter den Familienzelten durchgesetzt.

Diese Unterschiede gelten nicht pauschal, die verwendeten Materialien - vor allem beim Gestänge - spielen eine große Rolle. Daher muss jedes Zelt eigentlich einzeln betrachtet werden.

Fiberglas, Featherlite, Carbon & Co.

In günstigen Zelten werden oft Fiberglasgestänge verbaut, die im Vergleich zu hochwertigeren Lösungen allerdings schneller brechen können. Zudem erschweren außen liegende Verbindungshülsen das Einfädeln bei Zelten mit Gestängekanälen. Gestänge aus Aluminium sind deutlich stabiler, aber verhältnismäßig schwer, weswegen häufig Alulegierungen eingesetzt werden. Diese ermöglichen zum einen leichtere, stabilere und steifere Gestänge als Fiberglas, zum anderen sitzen die Verbindungshülsen innen, die Außenseiten bleiben glatt. Stangen aus DAC Featherlite kommen sogar ganz ohne Steckhülsen aus. Am hochwertigsten und leichtesten, allerdings auch klar am teuersten sind Carbongestänge. Schwere Stahlgestänge kommen nur bei besonders großen Zelten zum Einsatz.

Wassersäule ist nicht alles

Das beste Zelt nutzt nichts, wenn es hineinregnet. Wie wasserdicht die Planen sind, lässt sich an der Wassersäule ablesen. Für Außenzelte gelten Werte zwischen 1300 und 1500 Millimeter Wassersäule als Minimalanforderung. Die Bodenwanne ist einer höheren mechanischen Belastung ausgesetzt, hier gelten 2000 Millimeter als absoluter Minimalwert. In der Praxis sollten Sie prinzipiell auf höhere Werte achten, allerdings gibt es auch hier je nach Verarbeitungsqualität, Hersteller und verwendetem Material große Unterschiede. Hier erfahren Sie mehr über Zeltmaterialien und -beschichtungen.

Die Bodenwanne sollte ringsum eine gute Handbreit über den Boden hinausragen. Achten sollten Sie auch auf eine gute Verarbeitung an den Nähten. Diese stellen bei vielen Zelten besonders gefährdete Schwachstellen dar.

Art des Aufbaus

Je nachdem in welchen Regionen das Zelt vornehmlich eingesetzt werden soll, empfehlen sich verschiedene Aufbauweisen.

In warmen, trockenen Gegenden bietet ein Modell Vorteile, bei dem das Innenzelt freistehend aufgebaut werden kann und einen luftigen Schutz vor Insekten und Reptilien bietet. Die Außenhülle wird nur bei Bedarf übergeworfen und darf ruhig etwas knapper ausfallen, damit sie am Boden noch genügend Luft durchlässt. Vor allem Kuppelzelte sind häufig so konstruiert.

Sind Sie dagegen eher in nördlicheren Breiten unterwegs, werden Sie ihr Zelt oft bei Regen aufbauen müssen. Hier ist es praktischer, wenn man das Außenzelt entweder zuerst oder gleich in einem Rutsch zusammen mit dem Innenzelt aufstellen kann. Die Schutzhaut reicht optimalerweise bis zum Boden hinunter, entsprechend wichtig sind damit aber auch ausreichende Belüftungshutzen. Apsiden bieten zusätzlichen Schutz für Sie und Ihr Gepäck. Vorwiegend Tunnelzelte bieten diese Vorteile. Sie halten allerdings Schnee nur bedingt Stand.

Was ist ein Footprint?

Um die Bodenplane vor Beschädigungen zu schützen, können Sie gerade bei teuren Zelten überlegen, eine Zeltunterlage zu verwenden. Diese sogenannten Footprints oder Groundsheets gibt es zumindest für die Modelle namhafter Hersteller extra zu kaufen. Alternativ können Sie auch Gewebeplanen aus dem Baumarkt verwenden. Oft sammelt sich allerdings Wasser zwischen Unterlage und Zeltboden. Wenn Sie also ein Footprint verwenden wollen, achten Sie darauf, dass die Unterlage kleiner ist als die Außenzeltumrisse.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Historischer Panzer fährt nach 70 Jahren wieder

Mit großer Not startet der 520-PS-starke Motor zu neuem Leben. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Reisethemen von A bis Z

Anzeige
shopping-portal