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Südafrika hautnah: Auf Safari mit Pferden und Kanu

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Mit Pferd und Kanu auf Safari in Südafrika

30.01.2012, 12:27 Uhr | Claudia Ottilie, srt

Südafrika hautnah: Auf Safari mit Pferden und Kanu. Südafrika aktiv erleben: Auf Reitsafari, bei einer Kanutour oder beim Walhai-Tauchen. (Quelle: SRT /Pakamisa P.G. Resort )

Südafrika aktiv erleben: Ob vom Rücken majestätischer Pferde oder vom Hölzernen Bug eines Kanus aus - die afrikanische Fauna und Flora ist unvergesslich. (Quelle: Pakamisa P.G. Resort /SRT )

Afrika ist berühmt für abenteuerliche Safariangebote. Jetzt kann man Giraffen, Nilpferd & Co nicht nur im Jeep, sondern auch vom Rücken majestätischer Pferde oder vom hölzernen Bug eines Kanus aus beobachten. Fast hautnah erlebt man die wilden Tiere in den Parks der südlichen Provinz Kwazulu-Natal, in der man auch mit Walhaien tauchen oder im Indischen Ozean schnorcheln kann. Überzeugen Sie sich in der Foto-Show, wie faszinierend Südafrika ist.

Von Pferden und Giraffen

Das ist ja gar keine Zeitlupe! Giraffen laufen tatsächlich nicht. Sie schweben einfach davon, alle vier Hufe scheinbar immer kurz über dem Erdboden, so wie man das aus den Grzimek-Filmen kennt. Als sie unsere Pferde herantraben sehen, schweben sie zurück, aber nur ein paar Meter, dann bleiben sie stehen und drehen sich um. Neugierig sind sie schon. Sie lassen sich von den Touristen nicht stören, die eingehend beobachten, wie sie mit ihren langen Zungen geschickt die kleinen Blätter zwischen den Dornen der Akazien herauszupfen. Zuschauer sind die 27 Giraffen im Pakamisa Private Game Reserve gewohnt, denn täglich trabt eine Gruppe Reiter durch den Park in der südafrikanischen Provinz Kwazulu-Natal und pirscht sich vorsichtig an die scheuen Wildtiere heran.

Reiterferien mit Tuchfühlung

Eigentümerin Isabella von Stepski findet so eine Reitsafari nicht nur schöner, weil sie Pferde liebt, sondern auch weil die wilden Huftiere die gezähmten Artgenossen mit den Menschen darauf viel näher an sich heranlassen als beispielsweise einen Jeep. Seit sie vor 15 Jahren diesen "erhabenen" (so die Bedeutung des Zulunamen Pakamisa) Flecken Erde kaufte, bietet Isabella Reiterferien mit Safari, Buschfrühstück und Sundowner am Berg an. Anfänger wie Fortgeschrittene sind willkommen, für die ganz Unerfahrenen gibt es einen Einführungskurs und besonders brave Pferde.

Die Wildtiere Südafrikas

Aus der Pferdeperspektive gibt es außer den Giraffen auch Gnus, Nyalas, Kudus, Strauße, Wasserböcke, Affen, Zebras, Warzenschweine und die "08/15-Antilopen", wie Isabella spaßhaft die Impalas nennt, zu sehen. Insgesamt 1200 Wildtiere leben auf dem 2500 Hektar großen Areal in Südafrika. Wirklich gefährliche Tiere wie im nahen Hluhluwe-Nationalpark streunen kaum durch das Reservat - Löwen und Geparden würden den Bestand von Pakamisa in wenigen Monaten gerissen haben. Aber hier geht es auch nicht um die "Big Five". Wir sind schon aufgeregt genug, als wir plötzlich von einem Dutzend Giraffen umzingelt sind.

Sundowner mit Nilpferden

Auch die Nilpferde, die so nah sind, dass sie einem den üblichen Gin Tonic zum Sonnenuntergang fast aus der Hand reißen könnten, flößen Respekt ein. An der Ostküste Südafrikas zur Grenze nach Mosambik gehört am See Sibaya neben Trockenfleisch zum Knabbern und dem edlen Tropfen aus einer Weinbauregion am Kap auch das Grunzen der Flusspferde dazu. Der Ausflug zu dem Süßwassersee mit den 200 Tieren, die in ganz Afrika als die gefährlichste Spezies überhaupt gelten, ist der beliebteste Programmpunkt, den die Thonga Beach Lodge anbietet.

Happy Hippo

Wie Turbo-U-Boote würden die dickhäutigen Pflanzenfresser im Unterwasser navigieren, erzählt Guide Eugene. Und auch an Land könne so ein Koloss ausreichend Fahrt bekommen, um einen Menschen so mir nichts, dir nichts über den Haufen zu rennen oder niederzutrampeln. Wir genießen den Blick auf die Hippo-Gruppe in gebührendem Abstand, fühlen uns aber dennoch an den Nerven gekitzelt, als eins der Tiere nahe dem Ufer auftaucht, mit drehenden Propellerohren die Umgebung begutachtet und gemächlich wieder auf Tauchstation geht.

Mit Walhaien tauchen gehen

Die wirklichen Riesen treffen wir am nächsten Morgen beim Schnorcheln im Indischen Ozean. Lodge-Manager Kevin Collins fährt eine Gästegruppe an der südafrikanischen Mabisi-Küste entlang, zum Tauchen mit Walhaien. Gefährlich sind die Giganten nicht, aber mindestens viermal so groß wie ein Nilpferd. Während wir oben mit Schnorchel und Taucherbrille trudeln, schweben die zehn Meter langen Fische mit offenen Mäulern durchs Wasser und saugen das Plankton ab, bevor sie langsam weiterziehen und wie Phantome in der blauen Wasserwand verschwinden.

Im Kanu durch südafrikanische Wasserlandschaften

Einen Tag später und nur zwei Stunden entfernt befinden wir uns immer noch im "Greater St. Lucia Wetlands Nationalpark" und lassen uns von Guide Joseph durch das Seen-Labyrinth der Kosi Bay schippern. Durch ein Meer von Binsen und blauen Seerosen gleiten die Kanus durch die zirpende Geräuschkulisse, an deren Ufern der Dschungel wuchert. Auf den Seerosenblättern hüpfen die Vögel geschäftig umher, kleinere Echsen sonnen sich im Abendlicht auf den Mangroven-Zweigen. Krokodile soll es hier geben, und auch wieder Nilpferde.

Lautlose Jäger

Aus weiter Ferne ist das Grunzen zu hören, aber Joseph will nicht näher heranfahren. Die Einheimischen haben gehörigen Respekt vor den Dickhäutern, durch die weltweit jährlich mehr Menschen getötet werden als von jedem anderen Großtier. Plötzlich wird es still. Joseph deutet in einen Seitenkanal, wo ein paar verkrustete Erhebungen auf der Wasseroberfläche treiben. Krokodile bewegen sich erst ruckartig, wenn sie ihre Beute bereits im Kiefer haben. Vorher lauern sie regungslos im Wasser. Die Augen sind starr auf die Touristen gerichtet. Nach ein paar Minuten verlieren sie das Interesse und tauchen weg.

Auge in Auge mit Südafrika

Später in der Nacht, als wir in den bequemen Betten der stromlosen Hütten liegen, ist wieder das Grunzen der Hippos zu vernehmen. Nein, die wären weit weg am See gewesen, beruhigt Ranger Gerrath von der Forest Lodge am nächsten Morgen, obwohl seine Gäste das wilde Leben so laut und nah vernommen hatten. Aber so ist das in Afrika: Auge in Auge mit der Wildnis und trotzdem im sicheren Luxus der Ökotourismusgeneration.

Weitere Informationen:

South African Tourism: Friedensstraße 6-10, 60311 Frankfurt/Main, Tel. 0800 118 9 118 (kostenfrei), Fax 069/280950, E-Mail: info.de@southafrica.net, Internet: www.southafrica.net;
Anreise: Von Frankfurt nach Johannesburg oder Kapstadt mit Lufthansa oder South African Airways. Preise für Direktflüge ab etwa 900 Euro.
Weiterreise: PKW-Transfers ab Johannesburg, z.B. mit Magic Marketing, ca. 200-350 Euro pro Person, Internet: www.magicmarketing.co.za;
Übernachten: In der Regel bieten alle Lodges neben Safaris und Aktivitäten auch Unterkunft und Vollverpflegung.

Reitsafari: Pakamisa Private Game Reserve, Tel. 0027/34/4133559, E-Mail: pakamisa@pakamisa.co.za; Preis: 170 - 200 Euro pro Person/Nacht inkl. Reitsafari, Bushwalk oder Game Drive, Internet: www.pakamisa.co.za

Kanusafari: Kosi Forest Lodge, Tel. 0027/35/4741473, E-Mail: res@isibindi.co.za; Preis: 150 Euro pro Person/Nacht, inkl. Kanu-Safari & Verpflegung; Internet: www.zulunet.co.za

Walhai-Tauchen: Thonga Beach Lodge, Tel. 0027/35/4741473, E-Mail: res@isibindi.co.za; Preis: 200 bis 250 Euro pro Person/Nacht, inkl. Schnorcheln, Verpflegung & Sundowner bei den Nilpferden, Tauchgänge ab 30 Euro, Internet: www.zulunet.co.za

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