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Klettersteige in den Alpen für Einsteiger und Profis

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Trend Klettersteige: Auf dem Eisenweg

27.02.2012, 16:23 Uhr | Stefan Herbke, srt

Klettersteige in den Alpen für Einsteiger und Profis . Klettern ist nichts für schwache Nerven. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Klettern ist nichts für schwache Nerven. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Trend ist nicht aufzuhalten. Jedes Jahr werden es mehr: mehr Klettersteige und mehr Klettersteiggeher, die an Drahtseilen, Leitern und Stahlstiften in steilen Felswänden Nervenkitzel suchen und sich selbst an viel Luft unter den Sohlen nicht stören. Allerdings dürfen die Ausflüge in die Senkrechte keinesfalls unterschätzt werden. Unverzichtbar sind eine entsprechende Ausrüstung mit Klettersteigset zum Sichern, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie ausreichend Kondition. Die Schwierigkeit eines Klettersteigs wird mit Buchstaben (A-E) angegeben, wobei für Einsteiger nur Routen mit der Bewertung A oder B in Frage kommen. Und wo soll es nun hingehen? Wir haben fünf besonders lohnende Klettersteige in den Alpen herausgesucht. Klicken Sie sich durch die Foto-Show.

Für Einsteiger - der Mittenwalder Höhenweg

Dank der Karwendelbahn steht man bereits nach einer halben Stunde auf dem ersten Gipfel - und damit am Start des Mittenwalder Höhenwegs. Der beliebte Klettersteig ist zwar nicht schwer und damit auch für Einsteiger bestens geeignet, doch unterschätzen darf man ihn keinesfalls. Die vielen ausgesetzten, nicht durchgehend gesicherten Passagen erfordern unbedingt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Teils auf dem Grat, stellenweise auch etwas unterhalb führt der mit Drahtseilen, Leitern, Stufen, Brettern oder Eisenklammern gesicherte Steig über mehrere Gipfel bis zur Kirchlspitze. Kurz danach hören die Schwierigkeiten auf - und der anstrengendste Teil der Tour beginnt. Denn beim Abstieg ins Tal gibt es keine Seilbahn, nur auf halbem Weg die Brunnsteinhütte zur Einkehr. (Zeit: fünfeinhalb bis sechseinhalb Stunden, Schwierigkeit: B, www.karwendelbahn.de)

Für Familien - Pinut in den Glarner Alpen

Der älteste noch bestehende Klettersteig der Schweiz lockte schon vor über hundert Jahren abenteuerlustige Gäste an. Der 1907 eröffnete und zum Jubiläum im Jahr 2007 komplett renovierte Steig oberhalb von Flims führt in atemberaubender Linienführung durch die senkrechten, durch zwei markante Waldterrassen gegliederten Abbrüche des Flimsersteins. Spektakulär ist bereits der Auftakt, auf Leitern und Stegen steigt man hinter dem freistehenden Felsturm des Meilersteins überaus exponiert durch die Felswand zu einer riesigen Höhle, wo unter dem Höhlendach ein schmaler Gang den einzigen Ausstieg auf die Terrasse des Pinut ermöglicht. Spektakulär, aber technisch eher einfach und auch für größere Kinder gut machbar. Zwei Felsaufschwünge später erreicht man die ausgedehnten Weideflächen des Flimsersteins, über die man zu den Alphütten von Tegia Gronda (2040 Meter aufsteigt. Im Anschluss geht es nur noch bergab: Erst auf einem alten Viehsteig nach Bargis, dann mit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt. (Zeit: vier Stunden, Schwierigkeit: B; www.klettersteig-flims.ch)

Für Genießer: Der Hochthronsteig in den Berchtesgadener Alpen

Rund 1000 Arbeitsstunden benötigten Richard Koller und seine Helfer, um in der 400 Meter hohen Ostwand des Berchtesgadener Hochthrons (1973 Meter) einen außergewöhnlichen Sportklettersteig zu bauen. Markante Abschnitte tragen Namen wie Gamsband, Pfeiler, Genusswandl oder Schluchtrampe. Die führt unterhalb von Überhängen zum Fotoquergang - das Motiv mit dem Watzmann im Hintergrund zählt zu den schönsten Passagen des Klettersteigs. Gleich danach folgt die Hanglschuppe, eine 25-Meter-Querung, bei der die Füße auf Reibung stehen und man buchstäblich in den Seilen hängt. Nach der Rauhen Welt, dem Ausstiegskamin und dem steilen "Finale" geht es die letzten Meter flach und aussichtsreich zum großen Gipfelkreuz. Dort kann man seinen Armen endlich die verdiente Erholung gönnen, ehe man absteigt zum Stöhrhaus, wo sich Hunger und Durst stillen lassen. (Zeit: sieben bis acht Stunden, Schwierigkeit: C/D, www.berchtesgadener-land.com)

Für Schwindelfreie - der Hindelanger Klettersteig in den Allgäuer Alpen

Immer oben entlang führt der Hindelanger Klettersteig vom Nebelhorn zum Großen Daumen (2280 Meter). Schwierige Stellen wurden mit insgesamt 800 Meter Drahtseilen entschärft, mehrere Steilstufen sind mit Leitern problemlos zu bewältigen, zusätzlich helfen eiserne Stifte, Griffe und Trittklammern über Felsstufen hinweg. Hauptschwierigkeit sind einfache, jedoch ungesicherte Stellen mit imposanten Tiefblicken, die ohne Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zur Zitterpartie geraten. Problemlos ist dafür der Schlussanstieg auf den Großen Daumen sowie der Abstieg am Laufbichel- und Koblatsee vorbei zur Seilbahnstation beim Edmund-Probst-Haus. (Zeit: sechs bis sieben Stunden, Schwierigkeit: B/C, www.hindelanger-klettersteig.de)

Für Sportskanonen - der Bert-Rinesch-Steig im Toten Gebirge

Wer den Bert-Rinesch-Steig auf den Großen Priel (2515 Meter) wählt, der sollte sich dies gut überlegen. Der 1994 errichtete Klettersteig auf den höchsten Gipfel des Toten Gebirges bietet zwar eine überaus attraktive Linienführung, doch die teils überhängenden Leitern haben es in sich. Tipp: Wer bereits am ersten Aufschwung Probleme hat, der sollte besser gleich umdrehen. Denn nach einer langen Querung zieht das Drahtseil über die senkrechten bis überhängenden, plattigen Wandfluchten ohne Erbarmen nach oben, während die Kraft langsam nachlässt und die Arme immer länger werden. Erst zum Gipfel hin lassen die Schwierigkeiten nach. Beim Abstieg zum Prielschutzhaus warten zwar noch einige mit Drahtseil gesicherte Passagen, doch die sind nach dem kraftraubenden Klettersteig nun wirklich keine Herausforderung mehr. (Zeit: zehn bis elf Stunden, Schwierigkeit: C/D, www.hinterstoder.at)

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