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Nicht wandern, nicht klettern: Klettersteige in den Alpen

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Klettersteige in den Alpen für jedermann

18.04.2013, 15:21 Uhr | Zeljka Tomsic, t-online.de

Nicht wandern, nicht klettern: Klettersteige in den Alpen. PINUT - Der historische Klettersteig (Quelle: GaudenzDanuser.com)

PINUT - Der historische Klettersteig (Quelle: GaudenzDanuser.com)

Wem Wandern zu langweilig und Sportklettern zu abenteuerlich ist, für den eignen sich gesicherte Klettersteige: Steilwände werden per Drahtseil auf Leitern überwunden und bieten einen sicheren Adrenalinkick. Immer mehr Aktivurlauber wagen den Weg an die Felswand. In unserer Foto-Show haben wir einige spektakuläre Klettersteige in den Alpen gesammelt - von kinderleicht bis ganz gefährlich!

Klettersteig Pinut: Kinderleicht durch die Schweizer Bergwelt

Ideal für Anfänger ist der oberhalb von Flims gelegene Klettersteig Pinut, der von Fidaz auf den Flimsersteig führt. Der älteste Klettersteig der Schweiz existiert seit 1907 und ist schon für Kinder von 12 Jahren an geeignet. Der Aufstieg erfolgt über drei Felsabschnitte, die eine kleine Höhle und die beiden Hochebenen Pinut und Pardatsch bergen. Für die Mühe entlohnt freie Sicht über das Feriengebiet Surselva sowie die Bergseen Crestasee, Caumasee und Laaxersee. Angeboten werden wöchentliche Touren unter professioneller Führung.

Pisciadu-Klettersteig bietet perfekte Naturkulisse

Der Pisciadu-Klettersteig liegt am Nordrand der Sellagruppe und zählt zu den beliebtesten Klettersteigen der Dolomiten - zum einen, weil er gut erreichbar ist, zum anderen aufgrund der perfekten Naturkulisse. Los geht es über einen weniger steilen Fels. Was noch nach einer leichten Turnübung aussieht, gewinnt mit jedem Handgriff und Fußtritt an Schwierigkeit. Zum Ende wird es sehr steil bis senkrecht. Damit wird klar - dies ist das perfekte Revier nur für erfahrene Kletterer. Schließlich gilt es so mache Hürde zu bewältigen, wie enge Kamine oder eine glattpolierte Wand. Höhepunkt ist eine Hängebrücke, über die man den Klettersteig verlässt. Danach sollte man sich zumindest eine Erfrischung gönnen - in der Pisciadu-Seehütte auf 2585 Metern, zu der man sogar über eine Abkürzung gelangt, bevor der schwierige Teil überhaupt losgeht.

Klettersteig Braunwald fordert zum Tanz über dem Abgrund auf

Zu finden ist der Klettersteig im autofreien Braunwald, das auf 1256 Meter Höhe, ganz hinten im Schweizer Linthal, liegt. Die ersten zwei Abschnitte, Leitereggstock und Vorder Eggstock, sind noch für Ungeübte geeignet, da man gut durch Eisenbügel- und -stifte gesichert bleibt. Doch es wird zunehmend anspruchsvoller, sobald man über einen Grat den Mittler Eggstock erreicht. Der härteste Teil ist allerdings der Hinter Eggstock auf 2445 Metern Höhe, der über eine senkrechte Felswand führt, immer steiler aufwärts. Die Schlüsselstelle ist leicht überhängend, die beherztes Zupacken erfordert. Zum Tanz über dem Abgrund fordert allerdings eine noch etwas höher gelegene Passage auf, die selbst bei Hartgesottenen Herzflimmern erzeugt. Neben viel Action und immerwährenden Blick auf die Alpenkulisse, ist auf dem Klettersteig Braunwald auch für einige Adrenalingags gesorgt, wie zum Beispiel mit der großen Hängebrücke. Ein Erlebnis, das garantiert süchtig macht.

Koppenkarstein Westgrat: Über dem Abgrund schweben

Dieser an der Ramsau am Dachsten gelegene Klettersteig ist auch für weniger Konditionsstarke geeignet. Die meisten starten ihre Tour an der Seilbahnstation. Der Weg führt sie entlang des Grates unter dem Flugsicherungsdreieck hinauf zum Austriaschartenkopf - stetig mit traumhaftem Blick auf die Dachsteinspitze. Der Gipfel des Glücks ist allerdings eine 2005 erbaute Seilbrücke, die über die Austriascharte führt. Fuß für Fuß, ganz fest geklammert an die Handläufe, gelangt man über das schmale, wacklige Seil zum Westgrat des Koppenkarsteins - und wischt sich zunächst frohen Muts den Angstschweiß von der Stirn. Wer sich dieses spektakuläre Abenteuer ersparen möchte, wählt einfach den Alternativweg aus. In dem Fall läuft man von der Hunerscharte nicht auf dem Grat, sondern nördlich der Wand entlang bis zum so genannten Rosmariestollen. Hier steigt man über eine lange senkrechte Aluleiter zum Dachsteingipfel auf.

Über den Dachstein Skywalk Klettersteig den "Himmel" erklimmen

Übersetzt heißt Skywalk nichts anderes als Himmelsweg und genau das bekommen Kletterer hier geboten. Der Himmel erscheint einem zum Greifen nahe. Doch bevor man die Hand ausstrecken kann, gilt es einen langen, steilen Weg zu bewältigen. Schließlich führt der Steig durch die überhängenden Steilabbrüche des Hunerkogels, die kaum Rastmöglichkeiten bieten. Nicht umsonst zählt er zu den schwersten Steiganlagen der Ostalpen, die viel Mut und Ausdauer abverlangt. Doch das Beste kommt zuletzt: Am Ende folgt ein leicht überhängender Pfeiler im Mittelteil der Wand. Wer den Teil bewältigt, fühlt sich schon im 7. Himmel angekommen.

Tipps für Klettersteig-Anfänger

Das gesicherte Klettern ist keinesfalls zu unterschätzen. Nicht nur eine gute Ausrüstung ist das A und O, sondern auch Können, Schwindelfreiheit, Trittsicherheit sowie eine ausgezeichnete Kondition. Sonst könnte es durchaus passieren, dass einem die Kräfte in den Armen oder Beinen schwinden, während man noch zwischen den Felswänden hängt. Zudem gilt: Ganz gleich wie ungefährlich einem die Situation erscheint, niemals leichtsinnig handeln, dies könnte sonst übel enden. Anfänger sollten immer in der Gruppe und mit einem erfahrenen Führer starten.

Weitere Informationen:

Allgemeine Infos: www.klettersteig.de, via-ferrata.de, klettersteige.de, klettersteig.com
Klettersteige im Netz: Klettersteig Braunwald, Koppenkarstein Westgrat Klettersteig, Klettersteig Pinut

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