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Der Oman: Dünenreiten, Tauchen, Wadi-Bashing und Wandern

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Dünen, Berge, Meer: Sportliche Abenteuer im Oman

28.02.2012, 13:34 Uhr | Fabian von Poser, srt

Der Oman: Dünenreiten, Tauchen, Wadi-Bashing und Wandern. Dünenreiten in Omans Wüste. (Quelle: SRT /Fabian v. Poser)

Wackelt wie auf einem Kamel: Dünenreiten nennen die Araber das wilde Auf und Ab durch die Wüsten Omans. (Quelle: Fabian v. Poser/SRT )

Das Sultanat Oman ist ein Paradies für abenteuerliche Sportarten, die bei uns nur wenigen bekannt sein mögen oder für die einfach der richtige Untergrund fehlt. Wilde Ritte über große Sanddünen, beim Wadi-Bashing mit dem Allrad- Fahrzeug in wahnwitzigem Tempo durch ausgetrocknete Flussbetten oder beim Fjord-Tauchen mit etwas Glück die Riesen der Meere, die Walhaie, erspähen. Und beim Wandern lernt der Urlauber die ganze Schönheit des Omans - Dünen, Berge, Meer - kennen. Lassen Sie sich von einem Erfahrungsbericht und in unserer Foto-Show zu einer Reise in den Oman inspirieren.

Bleifuß!

Hamid tritt ins Pedal. Die Tachonadel pendelt bei hundert Stundenkilometern. Der Motor faucht, die Federn rasseln, das Auto schwankt. Wie ein angeschlagener Boxer taumelt der Toyota hin und her. Droht sich mal wie ein Käfer auf den Rücken zu legen, mal wie ein Schlitten aus der Bahn zu geraten. Doch wie von Gotteshand gelenkt hält der Omani den Wagen auf der Piste. "Wackelt wie auf einem Kamel, was?", grinst der schmächtige Mann in der weißen Dishdasha, dem für den Oman typischen Umhang, und drückt das Gaspedal bis zum Bodenblech durch. Links und rechts fliegen die Dünenkämme vorbei, dahinter nichts als honiggelber Sand. Mal filigran geschnitten, mal sanft geschwungen, mal wie wilde Gischt wogend, bäumen sich die Sandberge auf, während wir im Fond des Wagens wie Wackelpudding hin und her schaukeln.

Ritt über die Dünen

Wie in Trance schwappt das Auto über die Dünen. Bis wir auf einem mächtigen Sandberg zum Stehen kommen. 200 Meter mag es hinunter gehen, die zerzausten Büsche sind nur schemenhaft zu erkennen. "Wer hat Lust auf mehr?", fragt Hamid. Trotz Klimaanlage rollen dem 32-Jährigen dicke Schweißperlen über die Stirn. "Keine Sorge, der Sand ist weich, ist alles gut gepolstert." Mit einem Ruck setzt sich der Wagen in Bewegung, reckt seine Schnauze erst gen Himmel, dann in Richtung Erde, um gleich darauf sanft die Düne hinabzugleiten. Doch statt geradeaus zu fahren, schlingert das Auto gegen die Laufrichtung der Räder zu Tal. Beim Bart des Propheten! Jetzt ein Strauch und wir kullern seitwärts die Düne hinunter. Doch der Strauch bleibt aus, und Hamid bringt den Wagen sicher am Fuß der Düne zum Stehen.

Der Oman für Abenteurer

Dünenreiten nennen die Araber das wilde Auf und Ab zwischen den Dünen. Und die Wahiba-Wüste, ein gigantischer Sandkasten im Herzen des Oman, ist einer der besten Spielplätze weit und breit für Off-Road-Fans. Seit sich das Sultanat vor einigen Jahren für den Tourismus geöffnet hat, zieht es vor allem Abenteuerurlauber hierher. Aber auch immer mehr Orient-Einsteiger finden Gefallen an einem Land, das beinahe alles bietet: mittelalterliche Lehmburgen, atemberaubende Landschaften und hochmoderne Städte. Noch 1970 herrschten Stammesfehden, Analphabetismus und Krankheiten an der Spitze der Arabischen Halbinsel. Doch binnen drei Jahrzehnten entwickelte sich der Oman zu einem der modernsten Länder Arabiens. Zu verdanken hat der Oman das vor allem der Politik seines Regenten Sultan Qaboos, der die Petro-Dollars statt in teure Paläste in Schulen steckte, in Bildung und in Krankenhäuser. Geht das Öl in 15, vielleicht 20 Jahren aus, soll es der Tourismus richten, so sein Plan.

Vom Sand ins Wasser

Auch Tauchen ist im Oman groß im Kommen, denn nicht nur die internationale Tauchelite hat das Land längst als Top-Ziel ausgemacht, auch immer mehr Hobbytaucher lassen sich an den Gestaden ins badewannenwarme Wasser des Golfs von Oman gleiten, um die Unterwasserwelt zu erkunden. Da ist zum Beispiel die Insel Fahal nur vier Kilometer von Muscat entfernt mit ihren riesigen Höhlen und Schiffswracks, da sind die Daymaiyat-Inseln, ein Naturschutzgebiet 50 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt, das für seine mächtigen Korallengärten bekannt ist, und da sind die Fjorde der sagenumwobenen Halbinsel Musandam, die wie ein Dorn in den Persischen Golf ragt. Vom restlichen Oman durch die beiden Emirate Fujairah und Ras al-Kaimah abgetrennt, gilt sie bis heute als eines der bestgehüteten Geheimnisse des Landes.

Tauchen in schillernden Farbwelten

Ruhig gleitet die Dhau, eines der traditionellen Holzboote, im Khor Simm dahin. Mit 16 Kilometern ist die riesige Schlucht der längste Fjord Musandams. Wie mächtige Urzeitriesen erheben sich die Felsen jäh aus den Fluten. Der Eingang in den Fjord ist gerade mal hundert Meter breit, die Felsen ragen bis zu tausend Meter in die Höhe. Mal dunkelblau schimmernd, mal türkisgrün, gibt das Wasser den Blick frei auf riesige Korallenbänke. Bunte Fischschwärme glitzern unter der Wasseroberfläche: Kaiserfische, Königsmakrelen, Thunfische, dazu Stachelrochen und Meeresschildkröten. Besonders morgens und abends ist der Besucher überwältigt vom Spiel der Farben, von den Spiegelungen auf dem Wasser. Ständiger Begleiter neben dem Schiff sind Delfine, die quietschvergnügt über den Besuch im Wasser ihre Bahnen ziehen. Versprechen will es einem niemand, aber mit etwas Glück begegnet man in den Gewässern vor der Halbinsel auch Walhaien, jenen friedlichen Meeresriesen, die bis zu 20 Meter lang werden können.

Interesse an weiteren beeindruckenden Tauchsports? Hierfür haben wir für Sie die zehn schönsten Tauchgebiete der Welt zusammengefasst. Begleiten Sie uns auf einer Reise zwischen Bali und Ägypten.

Die Wadis im Akhdar-Gebirge

Was die Fjorde für das Meer, das sind die Wadis für das Land. Und statt den direkten Weg von der Wahiba-Wüste zurück nach Muscat zu wählen, prescht Hamid wie verrückt über steinige Wege und sandige Furten durch die Schluchten des Akhdar-Gebirges. "Wadi-Bashing heißt das bei uns", sagt der 35-Jährige. Links und rechts steigen die Felswände teilweise mehrere hundert Meter auf. Aus dem Tal pfeift der glühend heiße Wüstenwind die Berge hinauf. Immer wieder passieren wir in den engen Schluchten kleine Oasen mit Palmenhainen. An den Felsen kleben malerische Bergdörfer wie Bienenwaben. Man möchte ständig aus dem Wagen springen, seine Schuhe schnüren und durch die atemberaubende Felslandschaft wandern. Um so besser, dass die Tour auch leichte und mittelschwere Wanderungen durch das felsige Gebirge und die endlosen Dünenlandschaften bereithält und so kein Bedürfnis unbefriedigt lässt.

Zurück nach Muscat

Doch heute ist dafür keine Zeit. "Vor Sonnenuntergang müssen wir draußen sein, sonst finden wir hier nicht mehr raus", mahnt Hamid zur Eile und heizt den Wagen noch einmal an. Unruhig hoppelt das Auto über die steinigen Pisten, huscht hier vorbei an einer Felswand, macht dort einen Bogen um eine umgestürzte Palme. Mit Vollgas durchfährt der Omani kleine Furten, um nicht irgendwo stecken zu bleiben. Links und rechts stiebt das Wasser im hohen Bogen davon – bis die Teerstraße nach Muscat erreicht ist. Durchgeschüttelt, verstaubt, aber zufrieden rollen wir auf festem Untergrund in Richtung Hauptstadt. Der Oman hat uns wieder ausgespuckt.

Weitere Informationen:

Anreise: Oman Air fliegt Muscat in etwa sieben Stunden direkt von Deutschland aus an. Der Flug kostet ab 500 Euro inklusive Steuern und Gebühren. Auch Lufthansa und Etihad Airways fliegen die omanische Hauptstadt mit Zwischenstopps an.

Einreise: Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen einen Reisepass, der mindestens noch sechs Monate gültig ist. Das Visum für circa 40 Euro (einen Monat gültig) ist bei der Einreise am Flughafen von Muscat erhältlich. Seit Februar 2012 gibt es ein Kurzvisum, das bis zu zehn Tage lang gültig ist und nur rund 10 Euro kostet.

Beste Reisezeit: Die schönsten Reisemonate sind Oktober bis März mit Tagestemperaturen von 25 bis 35 Grad. Im Sommer ist es bei Temperaturen über 40 Grad zu heiß.

Pauschalreisen: Die 13-tägige Reise "Oman- Berge und Wüsten" kostet bei Studiosus inklusive Flug, Übernachtungen im Doppelzimmer, Verpflegung und Rundreise samt Wander-Touren, Besuch der Wahiba-Wüste, des Akhdar-Gebirges und der Halbinsel Musandam ab circa 3000 Euro. Der Oman findet sich auch in den Programmen von Gebeco, Dertour, Meier's Weltreisen und Wikinger Reisen. Informationen unter www.studienreisen.de.

Weitere Auskünfte: Sultanate of Oman, Ministry of Tourism, c/o Interface International GmbH, Karl-Marx-Allee 91 a, D-10243 Berlin, Tel. 030/42088012, E-Mail: info@omantourism.de, Internet: www.omantourism.de und www.omantourism.gov.om

Oman für Aktive – die fünf besten Outdoor-Tipps:

1. Jeeptour durch die Wahiba-Wüste mit Dune Bashing und Übernachtung unter dem Sternenhimmel im Wüstencamp.

2. Erlebnistour mit dem Allradfahrzeug durch das Akhdar-Gebirge mit seinen zerklüfteten Tälern, schroffen Felswänden und lieblichen Oasen.

3. Dhau-Fahrt durch die "Fjorde Arabiens" vor der Halbinsel Musandam mit Wal- und Delfinbeobachtung.

4. Schnorcheln, Tauchen, Kanufahren, Segeln und Jetskifahren an den herrlichen Sandstränden rund um die Hafenstadt Salalah in der südlichsten Provinz Dhofar.

5. Abenteuerliche Höhlentour zur Majlis al Jinn im Hajar-Gebirge, der zweitgrößten Höhlenkammer der Welt mit riesigem unterirdischen See.

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