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Radfahren in Norwegen - für jeden was dabei

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Fjord, Fjell und Rentiere: Radfahren in Norwegen

30.01.2012, 11:11 Uhr | Karsten-Thilo Raab, srt

Radfahren in Norwegen - für jeden was dabei. Radfahren in Südnorwegen, Stavanger am Kjerag-Felsen. (Quelle: SRT /Per Eide/NTR)

Radfahren in Südnorwegen, Stavanger am Kjerag-Felsen. (Quelle: Per Eide/NTR/SRT )

Norwegen ist bekanntermaßen ein geeignetes Reiseziel für Kanu- und Wandertouren, doch Radfahren in dem verregnetem Land in Nordeuropa? Dazu ist die Landschaft von Gebirgsketten und kargen Hochebenen, den Fjells, geprägt, bei deren Anblick einem schon Schweiß aus allen Poren treibt. Doch immer mehr Radurlauber entdecken das Land für sich, hat Norwegen doch für jeden Sportlertyp eine passende Radtour zu bieten: Ambitionierte Radfahrer und Mountainbiker kommen auf steilen Bergstraßen und Gebirgspässen auf ihre Kosten, Familien und Genussradfahrer können rund um die flachen Fjorde abwechslungsreiche Strecken und Panoramen entdecken. Sehen Sie echte Outdoor-Impressionen von Radtouren aus Norwegen in unserer Foto-Show.

Ideale Bedingungen zum Radfahren

Keine Frage, Norwegen verbinden viele mit einmaligen Naturerlebnissen zwischen Fjell und Fjord. Doch dabei denken die meisten eher an ausgedehnte Wander- oder Skitouren als an Radurlaub. Die Vorstellung, in dem bergigen Königreich im Norden Europas in die Pedale zu treten, scheint auf den ersten Blick eine ungemein schweißtreibende Angelegenheit. Tatsächlich bietet Norwegen für jede Art von Radfahrern ideale Bedingungen.

Für ambitionierte Pedalritter locken Ausflüge über steile Passstraßen. Aber auch Mountainbiker, Familien mit Kindern und Genussradfahrer kommen voll auf ihre Kosten. Rund um die smaragdgrünen Fjorde warten entlang flacher Wege abwechslungsreiche Strecken mit einem zum Teil atemberaubenden Panorama darauf, entdeckt zu werden. Hoch aufragende Berge, blühende Heidelandschaften, riesige Wälder, donnernde Wasserfälle und als Farbtupfer bunte Holzhäuser lassen das Strampeln in Norwegen zu einem bewegten Bilderbuch voller Postkartenmotive avancieren.

Insel-Hopping zu Europas einzig wild lebenden Rentieren

Äußerst reizvoll ist das Inselhüpfen, wobei kleine Fähren Drahtesel und Fahrer zu bezaubernden Inseln, Schären und Fischerdörfern bringen. Ideal um die Kombination Wasser und Radfahren zu genießen, ist die Region Møre und Romsdal. Nicht nur das hier mit dem Geirangerfjord und Trollstigen zwei der faszinierendsten Naturschauspiele der Welt beheimatet sind, nein, das Gebiet, in dem auch Europas einziger wild lebender Rentierstamm zu finden ist, zeigt zum Atlantik zugewendet ein einladendes maritimes Gesicht. Viele Inseln können über Brücken erreicht werden, andere, entlegenere mit dem Service der Fähren.

Radfahren zum weltweit vierthöchsten Wasserfall

Zwischen Ona und Kristiansund wartet eine 200 Kilometer lange Strecke mit zum Teil spektakulären Küstenabschnitten im wahrsten Sinne des Wortes darauf, erfahren zu werden. Hinzu kommen attraktive Stationen wie die Jugendstilstadt Ålesund, die „Rosenstadt“ Molde oder der Mardalsfossen, der vierthöchste Wasserfall der Welt. Südlich von Kristiansund verläuft der (leider auch mitunter von einer Vielzahl an Autos frequentierte) Atlanterhavsveien, die Atlantikstraße, von Inselchen zu Inselchen über ein Dutzend Brücken und einige Dämme. Dabei zeigt sich das Meer mal von seinen sanften, mal von seiner wildromantischen Seite.

280 Kilometer die Küste entlang

Derweil können Urlauber entlang der Küsten von Sogn und Fjordane seit 2004 mit dem Kysttråkk eine neue Strecke unter die Räder nehmen. Auf einer Länge von 280 Kilometern bietet die abwechslungsreiche Küstenregion zwischen Eivindvik, Florø und Oldeide neben landschaftlicher Vielfalt einige spektakuläre Sehenswürdigkeiten wie Gulating, das so genannte Jahrtausend-Dorf mit seinen mächtigen Steinskulpturen, oder die prähistorischen Felsenzeichnungen von Ausevika.

Ein Fischerdorf mit 15 Bewohnern

Kaum minder attraktiv ist das Inselhüpfen zwischen Solund und Bulandet, ein Gewimmel von kleinen Inseln und Meerengen, das von Bergen aus bequem mit dem Expressboot erreicht werden kann. Solund ist die westlichste Gemeinde Norwegens mit nur etwa 900 Bewohnern, von denen die Mehrheit auf den Hauptinseln Sula und Ytre Sula wohnt. Allein die Fahrt zwischen den einzelnen Inseln ist ein Erlebnis. Mit etwas Glück sind Tümmler, Seehunde und Seeadler zu sehen. Westlichster Anlaufpunkt ist das verträumte Gåsvær. Hier scheint die Zeit still zu stehen. Gerade einmal 15 Personen leben in dem Fischerdorf. Wissenswertes über die Region kann beim Besuch des Themaparks von Bulandet erfahren werden.

Auf der North Sea Cycle Route durch Norwegen

Eingebunden sind große Teile des Weges übrigens an die durch sechs Anrainerstaaten der Nordsee führende North Sea Cycle Route. Hier gilt fraglos der Abschnitt zwischen Egersund, der norwegischen Öl-Hauptstadt Stavanger und Bergen, dessen Hanseviertel Bryggen zum Weltkulturerbe zählt, zu den abwechslungsreichsten. Fast schon obligatorisch ist dabei ein Abstecher zu Fuß zum Preikestolen, einem der meist fotografierten Plateaus Norwegens, das 600 Meter steil in den Lyesfjord abfällt und unweigerlich weiche Knie hervorruft.

Steil hinauf für ambitionierte Radfahrer

Überaus reizvoll ist auch eine knapp 180 Kilometer lange Rundfahrt durch das Valdres-Tal. Neben überwiegend flachen Passagen entlang der Seen Strandefjorden und Vangsmjøsa umfasst die Tour, als deren Start- und Zielort Fagernes dient, Anstiege auf rund 1000 Meter. Eine schweißtreibende Angelegenheit, für die alle Pedalritter jedoch mit phantastischen Panoramablicken auf den Jotunheimen Nationalpark mehr als entschädigt werden.

Entlang des Telemarkkanals

Großer Beliebtheit erfreut sich zudem das Strampeln entlang des Telemarkkanals. Die berühmte Wasserstraße verbindet über 115 Kilometer die Schärenküste am Skagerrak mit Europas größter Hochebene, der Hardangervidda. Der Kanal führt durch 18 Schleusenanlagen und über eine Höhendifferenz von 72 Metern vom Meer zum Gebirge. Die Fahrradroute folgt in großen Teilen dem Wasserlauf und bietet zahllose Möglichkeiten für Natur- und Kulturerlebnisse.

Mit dem Mountainbike auf Peer Gynts-Spuren

Daneben laden zahlreiche Regionen zu interessanten Abstechern auf dem Drahtesel ein. So beispielsweise das Bergdörfchen Skeikampen in Fjellnorwegen, von wo aus auf völlig autofreien und familienfreundlichen Almwegen oder auf schwach befahrenen Straßen das Reich des sagenumwobenen Peer Gynt erkundet werden kann. Und auch auf Mountainbiker wartet hier ein optimales, mit allen Schwierigkeitsstufen gespicktes Terrain für ihre Ausflüge. Gleiches gilt für die Region Hedmark. Alt und Jung, "Kilometerfresser" und Radler, die es eher gemütlich nehmen, finden hier Entspannung auf wenig oder kaum befahrenen Nebenstraßen in den Berggebieten und  Wäldern.

Norwegens Klassiker

Der Klassiker unter den Radwegen in Norwegen ist natürlich der 108 Kilometer lange „Rallarvegen“. Der über hundert Jahre alte Transportweg war ursprünglich angelegt worden, um den Bau einer Bahnlinie, der Bergensbahn, zwischen Oslo und Bergen voranzutreiben. Die Strecke sollte über die damals weglose Hochfläche der Hardangervidda führen. Um den Transport von Menschen, Maschinen und Material zu ermöglichen, wurde von Voss, Flåm und Geilo aus ein Weg angelegt, der parallel zur danach fertiggestellten Bahntrasse errichtet wurde. Nach der Eröffnung der Bergensbahn 1909 blieb der Weg bestehen und dient seit 1974 als Radweg. Der Rallarvegen ist zweifelsohne eine der schönsten Radtouren Nordeuropas und führt von Haugastøl über Finse, dem höchstgelegenen nordeuropäischen Bahnhof, vorbei an herrlichen Gletscherlandschaften bis hinauf auf 1343 Meter und weiter nach Flåm am Aurlandsfjord.

Fazit: Nicht nur für Radfahrer, die hoch hinaus wollen, hat Norwegen einiges zu bieten. Für den nächsten Urlaub im Norden Europas sollte das Motto daher lauten: „Fahren Sie Fjord!“

Weitere Informationen: 

Übernachtung: Entlang der meist gut ausgeschilderten Fahrradrouten finden sich zahllose radlerfreundliche Unterkünfte, die in der Regel mit dem Symbol „Syklist velkommen“ ausgeflaggt sind und über sichere Fahrradabstellplätze, Werk- und Flickzeug sowie Trockenräume verfügen. Empfehlenswert ist die Übernachtung auf Bauernhöfen. Die dort angebotenen Fremdenzimmer sind in der Regel gut und günstig. Weitere Informationen und Buchungen nach Regionen geordnet im Internet unter www.nbt-nett.no.

Reiseplanung: Wer seine Reise nicht auf eigene Faust planen oder durchführen möchte, dem stehen erfahrene Unternehmen wie Fjellferie (www.fjellferie.no) oder Norske Bygdeopplevelser (www.norske-bygdeopplevelser.no) hilfreich zur Seite. Vom Gepäcktransport bis zur Tourleitung bieten diese Unternehmen eine Reihe buchbarer Reisepakete feil.

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