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Teneriffa: Mehr als Wandern auf der immer blühenden Insel

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Teneriffa: Wandern, Kultur und Entspannung

13.01.2014, 13:28 Uhr | Armin Herb, srt

Teneriffa: Mehr als Wandern auf der immer blühenden Insel. Wandern auf der Kanareninsel Teneriffa: Blick auf den Pico del Teide. (Quelle: Fremdenverkehrsamt Teneriffa)

Wandern auf der Kanareninsel Teneriffa: Blick auf den Pico del Teide. (Quelle: Fremdenverkehrsamt Teneriffa)

Teneriffa bietet eine Fülle an sehenswerten Landschaften und Stätten - für Wanderer genauso wie für gemütliche Inselurlauber. Das ganzjährig gemäßigte Klima kommt beiden zugute und verhilft der Kanareninsel zu einer immer blühenden Pracht an Blumen, Pflanzen und Plantagen. Der Aktivurlauber erklimmt den höchsten Berg Spaniens, den Pico del Teide, ohne Seilbahn. Kulturinteressierte lockt die Urlaubsinsel mit historischen Städten, Kirchen, Palästen und Gärten. Abseits des Massentourismus an den Stränden ergibt sich ein anderer Blick auf Teneriffa. Sehen Sie erste Eindrücke von Teneriffa in unserer Foto-Show.

Wandernd zum höchsten Berg Spaniens

Wie in eine anderen Welt hineinversetzt - so fühlen sich die Wanderer auf Teneriffa von einem auf den anderen Moment. Alle acht bleiben stehen und staunen, selbst die, die diesen Anblick schon von früheren Reisen kennen. Vor ihnen taucht der höchste Berg Spaniens auf, den sie gerade wandernd erklommen haben: der Pico del Teide mit stolzen 3718 Metern füllt das gesamte Panorama aus, obenauf eine Schneehaube, ringsherum riesige schwarze Lavafelder mit bizarren Felsformationen. Eine faszinierende Vulkanlandschaft in mehr als 2000 Meter Höhe.

Fünf neue vulkanische Wanderrouten

Unter dem Motto "Vulkane des Lebens" entstehen auf Kanareninsel Teneriffa fünf neue Wanderrouten, die erste Vulkanlandschaft wurde im November 2012 offiziell eröffnet. Teneriffa ist aufgrund erstarrter Lavaströme und bizarrer Felsgebilde eine Insel mit vielen Landschaftsformationen, auf der eine Vielzahl vulkanischer Prozesse nachvollzogen werden können. So führt beispielsweise einer der Wanderwege, die Route "Historische Vulkane" in der Region um Santiago del Teide zum Aussichtspunkt "Narices del Teide", auf die Hochebende Ucanca und in den Fischerort Garachico.

Teneriffas landschaftliche Vielfalt

Welch ein krasser Gegensatz zum Playa de las Americas unten am Meer! Kein lautes Strand-Gejohle, keine nüchternen Appartement-Komplexe, kein Massentourismus - nur Natur pur. Teneriffa ist wahrlich ein Miniatur-Kontinent mit Wüste, Meer, Vulkanen, Schnee, Lorbeerwäldern, Bananenplantagen - alles da. Und Teneriffa blüht immer. Kein Wunder bei ganzjährig gemäßigtem Klima, dessen Lufttemperatur selbst im Januar noch bei 18 Grad liegt.

Verschieden schwere Wandertouren

Natürlich nicht in luftiger Höhe im Teide-Nationalpark. Dort können die Besucher meist Windjacke, Mütze und Pullover ganz gut vertragen, vor allem am frühen Morgen. Walter und Elke sind glücklich. Zum ersten Mal weilen die beiden Nürnberger gemeinsam auf Wanderreise. Walter verbringt zwar fast jedes Jahr mit seinen Freunden eine Woche in den Bergen. Doch das ist Ehefrau Elke zu anstrengend. Ihr fehlt schlicht die Kondition für sechs bis sieben Stunden bergauf bergab am Tag, von Hütte zu Hütte mit dem ganzen Gepäck auf dem Rücken. Auf dieser Reise funktioniert das etwas anders: Übernachtet wird stets im gleichen Hotel, einer komfortablen Finca in Teneriffas Bergen bei Vilaflor. Von dort starten täglich zwei geführte Wandertouren: eine leichtere mit zwei bis vier Stunden Gehzeit und eine schwerere mit vier bis sechs Stunden. Man kann sich aber auch ganz ausklinken und einfach mal einen Tag lang am Pool faulenzen.

Blick auf die Nachbarinseln

Heute hat sich Walter für die leichtere Gruppe entschieden. Er möchte mit seiner Frau gemeinsam auf dem Gipfel des Teide stehen und steigt mit in die Seilbahn ein, die von 2100 bis auf 3555 Meter Höhe hinaufführt. Die restlichen 180 Höhenmeter sind auch in der dünnen kalten Luft in einer Stunde zu bewältigen. Die atemberaubenden Tief- und Fernblicke vom Teide entschädigen für die Mühen: In der Ferne tauchen die Nachbarinseln La Gomera und Gran Canaria auf. Walter kann diesen etwas gemütlicheren Wandertag auch genießen. Vor allem, weil er weiß, dass er in der zweiten Urlaubswoche mit der stärkeren Gruppe nochmals den Gipfel in Angriff nehmen kann - diesmal ohne Seilbahn. Und Elke will dann das Wandern schwänzen - für einen Kulturausflug nach Orotava.

Sightseeing im historischen Orotava

Anders als in den meisten anderen Orten der Insel blieb das historische Orotava fast völlig von der Abrissbirne verschont und ist heute denkmalgeschützt. So verbergen sich dort noch zahlreiche Paläste, Kirchen, Klöster und Herrenhäuser verschiedener Epochen, insbesondere aus dem 17. Jahrhundert. Würde man noch die störenden Autos aus den engen, steilen Gassen verbannen, fühlte man sich fast wie um zwei Jahrhunderte in die Zeit der Wein- und Zuckerbarone zurückversetzt. Ruhe findet der müde Besucher aber trotzdem, vor allem in den üppigen Gärten, wie den Jardines Marquesado de la Quinta Roja, die sich um das Mausoleum des Grafen Quinta Roja gruppieren. Oder im subtropischen Jardin Botanico, einem Ableger des Botanischen Gartens von Puerto de la Cruz.

Ruhe und Blickwechsel in Teneriffa

Bei einem Café con leche auf der Plaza de la Constitucion beobachtet Elke in Ruhe das Stadtleben. Tief unten liegt Puerto de la Cruz, am Horizont dahinter nur blauer Ozean. Auf der anderen Seite Palmen, Bananenplantagen, weiße Villen am Berghang und darüber thronend der Teide. Zwischen spielenden Kindern und diskutierenden Rentnern, eingerahmt vom Convento de San Agustin und dem feudalen Liceo de Taoro kann man dann darüber sinnieren, was Teneriffas Gäste jenseits der Strände so alles verpassen.

Weitere Informationen:

Spanisches Fremdenverkehrsamt, Kurfürstendamm 63, 10707 Berlin, Tel. 06123/99134, Fax 030/8826-543, weitere Büros in München, Düsseldorf und Frankfurt, berlin@tourspain.es, www.spain.info, www.web-tenerife.com, www.teneriffa.com.

Beste Reisezeit: ganzjährig (im Juli und August kann es recht warm werden); herrlich im Januar und Februar zur Mandelblüte.

Anreise: Täglich fliegen Ferienjets von mehreren Flughäfen Deutschlands nach Teneriffa-Süd, einige auch nach Teneriffa-Nord, z.B. Condor, Air Berlin und TUI-Fly.

Hoteltipps: Die Auswahl an Unterkünften unterschiedlicher Kategorien an der Küste ist groß, nicht so sehr in den Bergen. Für Bergfans: Das einzige Gebäude im Teide-Nationalpark ist der Parador Las Cañadas del Teide, Tel. 0034/922374841, canadas@parador.es, www.paradores-spain.com. Alternative dazu: Hotel VillAlba, Ctera. San Roque s/n, Vilaflor (Tenerife), Tel. 0034/922/709930, www.hotelvillalba.com.
Charmantes Altstadthotel Rural Victoria aus dem 17. Jahrhundert, Hermano Apolinar 8, E-38300 La Orotava, Tel. 0034/922/331683, Fax 320519, www.hotelruralvictoria.com.

Karten/Literatur: Einen ausführlichen Überblick gibt das Reisehandbuch "Teneriffa" aus dem Michael Müller Verlag, 264 S., 17,90 Euro. Relativ genau und mit diversen Wander- und Radrouten: Kompass Wander-, Bike- und Straßenkarte Nr. 233 "Teneriffa" 1:50000, 8,95 Euro.

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