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Angeln in Deutschland

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Angeln in Deutschland - sind wir ein Angelland?

09.03.2012, 11:46 Uhr | Kurt de Swaaf / trax.de

Angeln in Deutschland. Kapitale Hechte finden sich in vielen Gewässern Deutschlands. (Quelle: imago)

Kapitale Hechte finden sich in vielen Gewässern Deutschlands. (Quelle: imago)

Angeln in Deutschland? Deutschland steht nicht gerade im Ruf, ein Anglerparadies zu sein. Zu Unrecht: denn die Bundesrepublik bietet dem Sportfischer von den Alpen bis zu den Küsten von Nord- und Ostsee eine Vielfalt unterschiedlichster Gewässer. An Altrhein oder Elbe, selbst an ausgebauten Nebenflüssen wie Main, Neckar und Mosel, an den Küsten von Nord- und Ostsee oder an den Seen in Voralpenland und Mittelgebirgen: Vom Aal bis zum Zander laden prächtige Fischbestände zum Angeln ein. Wir stellen das Angeln in Deutschland in unserer Foto-Show vor. Sind Sie ein Angel-Fan - stimmen Sie oben rechts ab!

Dschungel am Altrhein

Kein Wind, keine Strömung kräuselt die Wasseroberfläche, der Wald spiegelt sich darin. Vom Ufer ragen halb versunkene, bemooste Baumleichen in die Tiefe, zwischen ihren kahlen Ästen suchen ein paar Blesshühner nach Nahrung. Hundert Meter weiter machen sich dichtes Gebüsch und Schilf breit. Eine Wildnis.

Doch nein, dies ist nicht der Amazonas-Dschungel, sondern der Berghäuser Altrhein südlich von Speyer. Ein kleines Naturparadies und ein Eldorado für Angler. Und solche gibt es noch mehr in Deutschland. Mehr, als viele glauben.

Trotz Regulierung und streckenweiser Begradigung gehören der Rhein und die Donau zu den faszinierendsten Angelgewässern der Bundesrepublik. Es ist vor allem ihre Größe, die sie interessant macht. In flachen Kurvenabschnitten, tiefen Löchern, Buhnenfeldern und Altarmen – überall lauern Fische. Das gilt auch für Elbe und Oder, deren Struktur noch etwas naturbelassener ist, was wiederum mehr Abwechslung bedeutet.

Ausgebaute Nebenflüsse wie der Main, der Neckar und die Mosel sind dagegen zwar eintöniger, aber auch sie leiden längst nicht mehr unter Fischmangel. Der Bau von Kläranlagen und die Einführung strenger Verordnungen hat hier beste Ergebnisse gebracht.

Angeln abseits der großen Flüsse

Wer keine größeren Flüsse in seiner Nähe hat und trotzdem ohne lange Fahrzeiten angeln gehen möchte, findet vielerorts kleinere Fließgewässer mit guten Fischbeständen. Oft leben in solchen Flüsschen prächtige Döbel, Barben und Hechte. Kanäle sind landschaftlich gesehen meist wenig attraktiv, doch hier trifft man ebenfalls auf erstaunlich viele Schuppenträger, vor allem Zander, Aale, Brachsen und Rotaugen. Ganz anders sieht es in kalten, klaren Bächen aus. Hier gibt es keine großen Fischmengen, dafür aber sind sie das Jagdgebiet farbenfroher und äußerst wohlschmeckender Forellen.

Erstklassige Forellengewässer gibt es unter anderem in Teilen Bayerns und in Thüringen. Allerdings kann es manchmal schwierig sein, für diese Kleinode eine Lizenz zu bekommen. Das angeltechnische Potential von Teichen und Weihern wird oftmals unterschätzt. Ein Fehler, denn ihr flaches, häufig krautreiches Wasser bietet Schleien, Karauschen und Karpfen ideale Lebensräume. Die tieferen Baggerseen werden gerne intensiv von Angelvereinen bewirtschaftet. Sie führen regelmäßig Besatzmaßnahmen durch, was dazu führt, dass solche Kiesgruben eine erstaunliche (und nicht immer natürliche) Artenvielfalt aufweisen.

Angeln im Wattenmeer der Nordsee

Küstenbewohner sind natürlich in einer privilegierten Lage. Mit schier endlosen Salzwasser-Revieren praktisch vor der Haustür bieten sich ihnen besonders viele Angelmöglichkeiten. Nordsee und Wattenmeer sind die Heimat von Plattfischen wie Schollen, Flundern und Klieschen, sowie von Dorschen, auch Kabeljau genannt, und Wittlingen. In der wärmeren Jahreshälfte kann man dazu noch Wolfsbarsche, Aale, Seezungen, Hornhechte und mancherorts Makrelen fangen. Zum Angeln sucht man am besten Hafenmolen und relativ steil ablaufende Strände auf. Überall dort, wo mehrere Meter tiefes Wasser in Ufernähe ist, gibt es gute Chancen.

Angeln in Deutschland: Einzigartige Ostsee

Die Ostsee ist ein sehr spezielles Gewässer. Ihr Salzgehalt liegt weit unter dem des Nordsee-Wassers und nimmt von Westen nach Osten hin stetig ab. Während sich an der Ostküste Schleswig-Holsteins nur Meeresfische tummeln, kommen in den Gewässern um Rügen und vor der Insel Usedom neben Dorsch, Flunder und Steinbutt auch Süßwasserarten wie Hecht, Barsch, Zander und Rotaugen vor. Eine einzigartige Mischung.

Ostsee-Angler freuen sich jedes Jahr auf den Frühling, wenn riesige Heringsschwärme zum Laichen an die Küsten ziehen. In den Häfen von Rostock und Lübeck oder im Stralsund kann dann oft schnell eine Kiste voll gefangen werden. Eine weitere Besonderheit sind die Meerforellen. Sie kommen vor allem an den Stränden vor, bevorzugt dort, wo auch viele Steine am Boden liegen. Dorsche und Plattfische dagegen lassen sich an der Ostsee nachts gut von den so genannten Seebrücken aus erbeuten. Noch bessere Möglichkeiten gibt es bei Tag vom Schiff aus, meistens in Wassertiefen von mehr als zehn Metern.

Seen im Voralpenland...

Was den Nordlichtern die Meere, sind den Süddeutschen ihre Seen. In den Voralpen-Regionen liegen gleich mehrere solch ausgedehnte Gewässer. Chiemsee, Ammersee, Starnberger See und Bodensee sind durchaus fischreich, aber nicht immer leicht zu beangeln. Die größten Hechte und die Seeforellen schwimmen in der Regel weit vom Ufer entfernt im Freiwasser und müssen deshalb per Boot aufgesucht werden. Ähnliches gilt für die Renken und Saiblinge, äußerst wohlschmeckende Fische mit einer Vorliebe für tiefes Wasser. Dennoch kann man auch an den Seeufern erfolgreiche Angelstunden verbringen. Hier gibt es schöne Barsche, Weißfische und oft auch Karpfen.

...und in den Mittelgebirgen

Große, interessante Seen finden sich allerdings nicht nur im Süden, die Talsperren der Mittelgebirge bieten ebenfalls prima Chancen. Unter Raubfisch-Fans ist der Edersee berühmt. Auch die nördlichsten Bundesländer können mit einer Reihe weitläufiger Binnengewässer aufwarten: die Müritz, der Schweriner See und der Große Plöner See, um nur ein paar zu nennen, beherbergen erstklassige Fischbestände. Vor allem Hechte und Barsche stehen dort hoch im Kurs.

Deutschland, Angelland: Möglichkeiten gibt es zuhauf - und Sie haben die Wahl.

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