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Aktivurlaub: Radfahren auf Korsika

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Korsika für Radfahrer- eigenwillig und schön

23.04.2012, 12:08 Uhr | Simone F. Lucas, srt

Eigenwillig und schön lockt Korsika Radfahrer mit seinen hohen Bergen. Als beste Reisezeit gilt der Frühling, wenn die Pflanzenwelt erwacht und die milden Temperaturen im Mai und Juni ein Blütenmeer zum Vorschein bringen. Manchmal spielt das Wetter auf der "grünen Insel" auch verrückt. Jedes Jahr erfrieren im Hochgebirge Menschen - während der Sommermonate. Insgesamt gibt es 50 Zweitausender, beeindruckend ist vor allem der Monte Padro. 2400 Meter ist er hoch und prägt das Gesicht der Insel wie kein zweiter Felskoloss. Impressionen vom Radfahren auf Korsika gibt es in der Foto-Show.

Ein Meer von Eindrücken

Dort oben, wo Dörfer wie Adlerhorste in den Felsen kleben und Bauern ihre Terrassenfelder in Hänge gemauert haben, ist es fast schon erfrischend kühl. Am Horizont steht ein watteweißer Wolkenberg so wuchtig, dass er dem Monte Padro Konkurrenz macht. Unten schimmert himmelblau das Meer und zwischen den Felsen behaupten sich wilde Nelken und seltene Orchideenarten. Die Luft ist würzig, erfüllt vom Duft des wilden Rosmarins. Zwischen den langen Serpentinen tanzt der Nebel einen Schleiertanz, verdeckt die nächste Kurve, enthüllt ein neues Bergpanorama. Der abwechslungsreichen landschaftlichen Vielfalt hat die Insel im Mittelmeer den Beinamen "Ile de Beauté" - "Insel der Schönheit" zu verdanken - und das nicht umsonst.

Gastfreundliche Insulaner

Der "Berg im Meer" wird Korsika auch genannt und die Balagne im Nordwesten gilt als der Garten der Insel. Trotzdem stehen viele der Natursteinhäuser in den kleinen Weilern leer. Die Jungen ziehen in die Städte oder gleich nach Frankreich. Doch verkauft wird nicht. "Den Korsen ist ihr Boden heilig", erklärt Rad-Guide Stefan. Von Staats wegen werden inzwischen für jedes Bergdorf Strandstücke ausgewiesen. So sollen die Dörfer auch weitab von den frequentierten Küstenstraßen vom Tourismus profitieren.
"Die Korsen haben ein gewisses Freiheitsdenken", weiß der Düsseldorfer. "Sie wollen nicht, dass ihre Insel balearisiert wird". Aber Fremde sind überall willkommen. In Speloncato, einem der schönen Dörfer der Balagne, versammelt sich gerade eine Hochzeitsgesellschaft am Dorfbrunnen. In den steilen Gassen stehen die Türen der Häuser einladend offen und in der Kirche weist eine Korsin freundlich auf die Krypta aus dem sechsten Jahrhundert hin. Aus dem ehemaligen Kardinalspalast ist ein Hotel geworden.

Vom Motorrad auf das Fahrrad

Stefan, blauäugig, kurze blonde Haare, Ring im rechten Ohr, hat sich auf den ersten Blick in Korsika verliebt. "Ich kam, sah und wusste: das ist meine Insel". Der gelernte KfZ-Mechaniker hat zuerst Motorrad-Reisen organisiert und ist schließlich als Rad-Guide hängengeblieben. Radtouren durch die korsischen Berge sind für den 42-Jährigen die ideale Art, sich der eigenwilligen Insel und ihren Menschen zu nähern. Außergewöhnliche Begegnungen sind auf den verschlungenen Wegen keine Seltenheit. Vor einer Kapelle über Olmi-Capella tanzt ein Pärchen lasziv zur Musik aus der Konserve und ein Mann mit Hut schaut zu. Alban und Estelle sind Schauspiel-Eleven aus Paris. Sie proben hier oben, "wo es ruhig und schön ist", - mal abgesehen von ein paar deutschen Radlern und verschreckten Kaninchen.

Auf der Straße trifft man Kühe beim Spaziergang

Das brandneue Schauspielhaus des 147-Einwohner-Nests Olmi-Capella, ein mächtiger holzverkleideter Kubus, zeugt davon, dass sich hier mitten in den korsischen Bergen die Kultur ihren Platz erobert hat. Alljährlich im Juli und August findet ein internationales Theatertreffen statt. Zur selben Zeit gibt es die Filmfestspiele in Lama, einem Dörfchen aus dem Mittelalter wie so viele hier in der Gegend, wo man sich in der Zeitlosigkeit verlieren kann. Autos gibt es kaum auf den schmalen Straßen, auf denen Hunde in der Sonne dösen und Kühe ihren Sonntagsspaziergang machen.

Touren abseits der Nationalstraße

Dass es nicht immer so ruhig ist in den Bergen, beweisen die zerschossenen Verkehrsschilder. Gelangweilte Jäger nutzen sie wohl gerne als Zielscheibe, aber auch Separatisten, die sich einen Spaß daraus machen, die französischen Namen wegzuschießen. Ohne Stefan könnte die Orientierung auf den kurvenreichen Sträßchen trotz der Ausblicke auf himmelhohe Berge und verschwiegene Buchten problematisch werden, zumal Nebelwände immer wieder die Sicht verstellen. Doch wer will sich schon auf der gut ausgeschilderten Nationalstraße zwischen qualmenden Lastwagen und unberechenbaren Touristen-Autos abstrampeln. Selbst wenn der Weg über Lumio führt, wo Laetitia Casta geboren und entdeckt wurde und wohin die Schöne immer wieder zurückkommt. Wahrscheinlich würde man das Top-Model zwischen all den schönen Korsinnen ohnehin nicht erkennen.

Weitere Informationen

Allgemeine Informationen: Agence du Tourisme de la Corse, www.visit-corsica.com; Atout France - Französische Zentrale für Tourismus, Postfach 100128, 60001 Frankfurt am Main, info.de@rendezvousenfrance.com, www.rendezvousenfrance.com.
Anreise: Den Flughafen in Bastia fliegen Lufthansa, Germanwings und Easyjet von verschiedenen deutschen Flughäfen an.
Preisbeispiel: Eine Woche im Ferienclub "Störrischer Esel" ist beim Rhomberg ab 714 Euro pro Person mit Flügen und Halbpension zu buchen. Rhomberg Reisen, Eisengasse 12, A-6850 Dornbirn, kostenloses Info-Tel. 0800/5893027 (aus Deutschland), reisen@rhomberg.at, www.rhomberg-reisen.com.

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