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Dänemark eröffnet "Fahrrad-Autobahnen"

16.05.2012, 18:28 Uhr | Ulla Schickling/trax.de, Raufeld

Dänemark eröffnet "Fahrrad-Autobahnen". "Fahrrad-Autobahn": Die Cykelsuperstis in Kopenhagen (Quelle: Archiv)

"Fahrrad-Autobahn": Die Cykelsuperstis in Kopenhagen (Quelle: Archiv)

Dänemark eignet sich fantastisch für Radtouren. Als neueste Errungenschaft will das Land 26 Fahrrad-Autobahnen, genannt "Cykelsuperstis", rund um Kopenhagen errichten, die erste wurde gerade eingeweiht. So wollen die Planer nach eigenen Angaben Kopenhagen zur "fahrradfreundlichsten Stadt der Welt" machen. Doch auch auf den dänischen Inseln hat die Tour mit dem Drahtesel ihren Reiz. Sehen Sie Dänemarks Fahrrad-Autobahnen auch in unserer Foto-Show.

Spezieller Belag für die Fahrrad-Autobahn

Die "Superstis" sollen vor allem den Pendlern das Erreichen des Zentrums von Kopenhagen leichter machen. Der jetzt eröffnete "C99 Albertslundruten" ist 17,5 Kilometer lang und verbindet die Kommune Albertslund in west-östlicher Richtung mit dem Zentrum von Kopenhagen. Die neuen Radwege werden mit einem speziellen Belag versehen, der das Fahren erleichtern soll. Ein orangener Streifen auf beiden Seiten der Fahrbahn hilft bei der Orientierung, Fahrradampeln und Geschwindigkeitsanzeiger sollen sicher stellen, dass die Radler auf einer grünen Welle in die Hauptstadt "schwimmen". Der zweite Supersti "Farumsrute" soll noch dieses Jahr eröffnen.

Fahrradpumpen-Stationen und Ampel-Kreuzungen

Alle 1,6 Kilometer gibt es Stationen mit Fahradpumpen, falls einem Reifen die Luft ausgehen sollte, an den Ampel-Kreuzungen wurden Gitter aufgestellt, damit sich die Radler bei einem Halt aufstützen können, ohne einen Fuß auf den Boden setzen zu müssen. Ziel des Projekts "Cykelsuperstier" ist, möglichst viele Autofahrer dazu zu bewegen, vom PKW auf das Fahrrad umzusteigen. Die Planer rechnen damit, etwa dreißig Prozent der heutigen Auto- zu Fahrrad-Pendlern zu machen.

Radfahren auf Dänemarks Inseln

Doch auch sonst bietet Dänemark Radfahrern einiges an Abwechslung. Wer glaubt, Dänemark wäre ein brettflaches Land ohne jegliche Erhebung, muss nur mal mit dem Fahrrad über ein paar Inseln fahren, um diese Ansicht gründlich zu revidieren. Die Auswahl ist groß, mehr als 400 der Inseln sind bewohnt, für Radfahrer dazu meistens bestens ausgeschildert. Ein Erlebnis ist etwa eine Tour auf der Insel Langeland, die mit mehr als 50 Kilometer Länge ihrem Namen alle Ehre macht. Es ist still und leer in dieser südlichen Ecke Dänemarks. Wildponys galoppieren über weite Wiesen, ökologische Landschaftspfleger, die irgendwann einmal aus England importiert wurden und jetzt Touristenattraktion sind. Gigantische Weizen- und Maisfelder wechseln sich ab, Traktoren-Ungetüme scheuchen manchmal auf die blumenbewachsene Böschung am Straßenrand. Wie passen die nur in die blank geputzten Dörfer, in denen die Stockrosen über die Dächer wachsen? Einen eher schläfrigen Eindruck macht auch Rudkøbing, die Inselhauptstadt. Auf den Bänken vor den Fachwerkhäusern sitzen alte Leute und schauen den Besuchern hinterher. Ein paar Geschäfte täuschen Weltläufigkeit vor.

Viele Inseln sind verbunden

Über Brücken, Dämme und Fähren führen heute oft die Wege von einer Insel zur anderen. Langeland ist durch eine Brücke, eine Transitinsel und einem Damm mit Fünen verbunden, für Autofahrer ein schneller Weg. Die traditionelle Transportweise ist allerdings zu Wasser, etwa mit Kapitän Klaas auf der "Flying Dutchman" nach Faaborg. Das liegt auf Fünen. Pastellfarben und behäbig, gefällig altmodisch breitet sich das Städtchen am Wasser aus mit gut erhaltenem Stadttor, Heimatmuseum, beeindruckender Kirche. Gleich außerhalb des Stadttors, in Richtung Svendborg, beginnt eine Landschaft, die Svanninge Bakker, die etwas euphemistisch als "Fünische Schweiz" bezeichnet wird und in der Tat eine Herausforderung für die Radfahrer ist. Zumal ihnen auch noch der Wind ins Gesicht bläst. Große Herrenhäuser mit riesigen Parks bieten immer wieder den Vorwand für Erholungspausen.

Umweltfreundliche Insel

Es gäbe noch zahlreiche Rundtouren von Faaborg aus, ist Fünen doch altes Kulturland, Heimat des Märchendichters Hans Christian Andersen. Aber der Kapitän will weiter. "Wind, Wind", lautet sein Schlachtruf, und er lässt die Segel setzen. Die Gäste an Bord greifen mit zu, reiben sich die Finger an den Tauen wund, lauschen auf Befehle. Nicht lange dauert der Spaß hinüber nach Aero. Dies soll eine der schönsten Inseln Dänemarks sein. Immerhin ist es eine der umweltfreundlichsten - mit 70 Prozent grüner Energie - und Radlers Traum ist sie sowieso: ein ständiges Auf und Ab durch die Dünen, heftiges Schalten, weil hinter jeder Abfahrt garantiert ein kleiner Aufstieg kommt, manchmal so steil, dass wir am liebsten absteigen und schieben würden, wären wir nicht im angeblich so flachen Dänemark. 30 Kilometer lang ist die Insel und nirgendwo breiter als acht Kilometer.

Schlimmster Gegner: Wind von vorn

Aber was machen die zünftigen Radfahrer bei Regen, der sie auch im Sommer auf den Inseln öfter mal überraschen kann? Sie schwingen sich auf die Sättel und rechnen mit dem Schlimmsten: Wind von vorn. Deshalb ziehen sie die Regenjacken an, stülpen die Helme über die Kapuzen. Warm wird ihnen von ganz alleine. So erreichen sie die Insel Als und schließlich Sønderborg, eine Stadt, die halb auf der Insel, halb auf dem Festland liegt. Dort geht es zum königlichen Sommerschloss. Die Königin scheint zu Hause zu sein. Hat sie nicht vom Balkon aus zugewinkt?

Weitere Informationen:

Die neuen Rad-Autobahnen rund um Kopenhagen sind hier verzeichnet: www.cykelsuperstier.dk

Radwegnetz allgemein: In Dänemark gibt es 10.000 beschilderte Radkilometer - nummerierte nationale Fahrradwege kreuz und quer durchs Land, dazu regionale und lokale Touren.

Weitere Informationen auf der Seite des www.visitdenmark.de

Segeln und Radfahren entlang der deutschen Ostseeküste und Dänischen Südsee. Acht Tage Übernachtung und Vollpension, sechs geführte Radtouren ab 940 Euro.

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