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Stand-up-Paddling: Alles über SUP, Boards und Paddel

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Stand-up-Paddling: Aufrecht übers Wasser

24.06.2013, 12:37 Uhr | Christina Walder, KGK

Stand-up-Paddling: Alles über SUP, Boards und Paddel. SUP = Stand Up Paddling. (Quelle: Starboard)

Stand Up Paddling: Wellenreiten mit dem Paddel. (Quelle: Starboard)

S-U-P. Drei Buchstaben, die gerade in diesem Sommer groß geschrieben werden. Drei Buchstaben, die für Stand-Up-Paddling stehen und ums Stehen geht es bei dem neuen Sommertrend! Manch einen mag der Stehpaddler an eine mitteleuropäische Version des romantisch-italienischen Gondolieres erinnern, aber beim SUP geht es durchaus sportlich zu – und viel Spaß verspricht es obendrein; überzeugen Sie sich selbst vom Stand-up-Paddling in unserer Foto-Show.

SUP – Aufstehen!

Für alle, die noch keinen Stehpaddler erspäht haben: Beim SUP steht man aufrecht auf einem großen, stabilen Board und bewegt sich mit Hilfe eines Paddels fort. Ein großer Vorteil dabei ist, dass man den Sport nahezu auf jeder Wasserfläche ausüben kann – im Meer, auf dem See oder auf dem (nicht reißenden) Fluss. Das ständige Ausbalancieren in der Stehposition fordert dabei jeden Muskel und so ist SUP auch eine beliebte Trainingsalternative für die unterschiedlichsten Sportler.

Die Ursprünge des SUP findet man bei den peruanischen und polynesischen Fischern, die in ihren Kanus aufrecht durch flache Riffe und Flüsse paddelten. In den 50iger und 60iger Jahren stellten sich die Surflehrer in Waikiki auf ihre Bretter, um einen besseren Überblick über ihre Schüler zu haben. Im Jahr 2000 erlebt das SUP dann seine Renaissance auf Maui. Dort experimentieren Surf-Legenden wie Laird Hamilton und Dave Kala aufgrund der schlechten Wellenbedingungen mit großen Tandembrettern und Paddeln, um fit zu bleiben – und aus der Trainingsalternative wurde ein Trendsport.

Was bringt Stand-up-Paddling?

Es gibt zahlreiche Punkte, warum das SUP sich einer solch großen Beliebtheit erfreut:

Wellenreiten einfach gemacht!

Wellenreiten Light: Da bereits beim Paddeln in die Welle hinein eine aufrechte Position eingenommen wird, umgeht der Sportler von vornherein den schwierigsten Aspekt des Surfsports: das Aufstehen. Außerdem ist das SUP-Board wesentlich stabiler als ein normales Surfboard und sowohl für große als auch kleine Wellen geeignet.

Ganzkörper-Workout auf dem Wasser

Die Sportart eignet sich auch als ideales, weil gelenkschonendes Ganzköper- und Ausdauertraining. Neben dem hervorragenden Balancetraining wird beim SUP vor allem die Rücken-, Schulter-, Bizeps- und Bauchmuskulatur gestärkt.

SUP - Yoga im Wasser

YOW mag wie ein Urschrei klingen, ist aber eine ganz neue Variante des Yoga-Sports. YOW steht für Yoga on the Water (YOW) und praktiziert werden die Übungen auf speziellen SUP Boards mit besonders hoher Stabilität und Balance. Durch die zusätzliche Gleichgewichtsanforderung ist das Training auf dem Wasser besonders anspruchsvoll, aber eben auch besonders effektiv.

Aufrecht Auskundschaften

Durch die Stehposition hat man als Paddler einen wunderbaren Über- und Ausblick. Viele gehen so auf Erkundungstour und genießen es, beim Sport auf dem Wasser gleichzeitig neue Gegenden zu erkunden – oder bekannte Gegenden aus einem neuen Blickwinkel zu erpaddeln.

Erste Stehversuche auf dem SUP Board

Bevor man mit dem SUP loslegt, sollte man die richtige Haltung und den Seitenwechsel des Paddels beherrschen um mit einem möglichst geringen Energieaufwand paddeln zu können. Die Kraft, die hierfür aufgewendet wird, sollte aus dem Oberkörper und nicht aus den Gelenken kommen. Daher ist es hilfreich, wenn man die Hände beim Üben des Paddelns anfangs durchgestreckt lässt, wodurch die Gelenke geschont und hauptsächlich die Kernmuskulatur beansprucht wird. Die Seite sollte alle 4-5 Paddelschläge gewechselt werden, um sich gerade vorwärts zu bewegen.

Die richtige Körperhaltung ist bei den ersten SUP Stehversuchen besonders wichtig. Man sollte in der Mitte des Boards mit einem schulterbreiten, aufrechten Stand und leicht gebeugten Knien stehen und den Blick auf den Horizont richten. Die Mitte, also der Gleichgewichtspunkt des Boards, ist durch Deck-Pads oder Handgriffe gekennzeichnet. Anfangs empfiehlt es sich, in kniender Position auf dem Board zu beginnen und in der Vorwärtsbewegung aufzustehen, da es leichter ist, das Gleichgewicht zu halten, wenn das Board in Bewegung ist. Sobald man eine stabile Grundposition eingenommen hat,  kann man zu paddeln beginnen. Für den Basis Paddelschlag wird das Paddelblatt möglichst weit vor dem Körper in das Wasser gesetzt und geradlinig entlang des Boards bis zur Höhe der Füße durch das Wasser gezogen um dann mit den nächsten Paddelschlag zu beginnen.

Worauf man steht

Die Auswahl des richtigen SUP Boards ist sowohl vom Körperbau des Sportlers als auch von der jeweiligen SUP-Disziplin abhängig. Zu beachten sind hierbei Breite, Länge, Dicke sowie das Volumen des Boards, die Anordnung der Finnen und die Board-Konstruktion. Generell gilt: Je breiter und voluminöser das Board, desto höher seine Stabilität. Für Anfänger bietet sich daher vor allem ein Allround-Modell an. Es eignet sich dank Volumen und Breite für die meisten Gewässern und viele unterschiedliche Bedingungen. Zum sportlicheren Wellenreiten werden hingegen meist kürzere Boards – wie die Surf SUPs – verwendet. Je kürzer das Board, desto höher seine Wendigkeit. Wer schon ein wenig Erfahrung und einen guten Stand hat, entscheidet sich zumeist für die anspruchsvolleren Surf-Modelle.

Die Anordnung und Anzahl der Finnen bestimmt die Wendigkeit und Stabilität des Boards. Eine einzelne große Finne bietet ein hohes Maß an Stabilität während mehrere kleine Finnen für mehr Wendigkeit und Griffigkeit im Wasser sorgen. Die Shape des Boards bezieht sich auf die Form der Unterseite des Boards. Ein flaches Board liegt stabiler im Wasser und ist daher für das Paddeln im Flachwasser optimal, während eine konvexe Unterseite dem Board mehr Flexibilität verleiht und in der Welle zum Einsatz kommt.

Und ein besonderes Modell gibt es für alle Reisenden SUP-Liebhaber: Wer sein Board gerne mit in den Urlaub nehmen würde, aber von der schieren Größe beim Transport abgeschreckt wird, kann das aufblasbare Inflatable Board als durchaus akzeptable Alternative in Betracht ziehen. Renommierte Hersteller von Inflatalbes sind beispielsweise Red Paddle Co, Naish oder Fanatic.

Auf die Länge kommt‘s an! - Paddelauswahl

Die Auswahl an Paddeln reicht von besonders leichten Carbon-Paddeln, über etwas schwerere Aluminium-Paddel bis hin zu edlen Holz- und Hybrid-Paddeln. Die optimale Länge des Paddels ist wiederum von der Körpergröße und dem Einsatzgebiet abhängig. Für SUP Anfänger eignet sich besonders ein verstellbares Paddel, da man genügend Zeit hat, um die optimale Paddellänge zu bestimmen und es an die entsprechenden Gegebenheiten anzupassen.

SUP lernen

Das Verzeichnis spotnetz.de liefert einen guten Überblick über die unterschiedlichen Surfschulen in Deutschland sowie Infos zu Kursen und Leihmaterial. Für ambitionierte Anhänger des „Do it Yourself“ und besonders Interessierte ist auch das Workbook des SUP Vorreiters Peter Bartl zu empfehlen. Der Österreicher präsentiert hier die Faszination und Technik des SUPs in all seinen Facetten.

Weiterführende Links:

Infos rund ums SUP:

www.sup-guide.de

www.standupmagazin.com

SUP lernen:

www.sup-academy.de

SUP Boards, Inflatables, YOGA Boards

www.star-board-sup.com

www.naishsurfing.com

www.redpaddleco.com

www.bogaboards.com

Infos zu SUP Spots / SUP Schulen weltweit:

www.supzones.com

www.spotnetz.de

Literatur:

Peter Bartl. “Trendsport Stand Up Paddeln Workbook”. Eigenverlag.

 

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