Startseite
Sie sind hier: Home > Reisen > Reisemagazin > Aktivurlaub >

Roadtrip durch Alaskas wilde Schönheit

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Alaskas raue Schönheit

30.08.2012, 10:57 Uhr | Brigitte von Imhof , srt, trax.de

Roadtrip durch Alaskas wilde Schönheit. Alaskas unberührte Natur entdecken. (Quelle: SRT )

Gletscher, Angler, Orcas - die Vielfalt von Alaskas unberührter Natur entdecken. (Quelle: SRT )

Eine Reise durch Alaska, den wilden Norden der USA, ist ein Erlebnis für alle Sinne und steht für viele Reiselustige noch auf der To-do-Liste. Die Fülle an Eindrücken während einer Wohnmobil-Reise werden so schnell nicht in Vergessenheit geraten, schließlich liegt hier eine der größten Gletscherlandschaften weltweit: die höchste Dichte auf dem gesamten amerikanischen Kontinent befindet sich in Alaska mit rund 100.000 der Eisgiganten, die eine Fläche von 77.000 Quadratkilometern bedecken. Erleben Sie die Schönheit Alaskas in unserer Foto-Show.

Foto-Serie mit 7 Bildern

Mit dem Wohnmobil über den Highway

Eigentlich hielten wir unser fast neun Meter langes Gefährt für einen stattlichen Brummer. Doch hier sind noch ganz andere Monster unterwegs, groß wie ein Reisebus, viele mit einem angehängten Geländewagen oder einem Hochseefischerboot im Schlepptau. Heute Morgen haben wir Anchorage auf dem Glenn Highway verlassen. Nach den ersten 50 Kilometern im lebhaften Berufsverkehr gehört uns die Straße bald allein.

Schon bald ragen rechterhand die weißen Gipfel der Chugach Mountains in den Himmel und der mächtige Matanuska Gletscher schiebt sich auf uns zu. Es ist erst einige Jahre her, als er noch bis zum Glenn Highway gereicht hat, mittlerweile ist er einige Kilometer zurückgewichen.

Postkartenmotive so weit das Auge reicht

In der Mountain Sheep Lodge, einem beliebten Truck Stop, kehren wir auf einen Snack ein. Um die Lodge herum wuselt es von sportlichen jungen Leuten. Es sind die Mitglieder von Alaskas Langlauf-Nachwuchskader beim sommerlichen Berglauftraining, wie wir von unserer Kellnerin erfahren. "Uphill Running?", tippt sich der vollbärtige, kugelbäuchige Truckdriver am Nebentisch mit dem Zeigefinder an die Stirn. "These kids are crazy!" Mit seinem 560 PS-Laster muss er heute noch bis hoch nach Fairbanks und tags darauf weiter zu den Ölfeldern ganz im Norden an der Prudhoe Bay.

Weiter geht's. Die Straße schlängelt sich hügelan, hügelab durch ein Ensemble aus grünen Wäldern, violett leuchtenden Fireweed-Wiesen, weißen Bergen, saphirblauen Seen und Flüssen - Postkartenmotive, wohin das Auge blickt.

Kein Verdauungsspaziergang wegen der Bären

Wer einen Platz zum Übernachten sucht, der hält nach einem RV Park Ausschau. RV ist die Abkürzung für Recreational Vehikel und die in den USA gängige Bezeichnung für Wohnmobile. Wir finden einen top-ausgestatteten RV Park etwas abseits des Richardson Highway und bekommen sogar einen der begehrten Logenplätze direkt am See. Wir sitzen um das Grillfeuer, nagen an Spareribs und lassen den Blick über die golden glitzernde Wasseroberfläche gleiten.

Seevögel flirten im Wasser und ein paar Biber paddeln auf dem Rücken umher. Eine leichte Brise genügt offenbar, um uns die gefürchteten Moskitos vom Leib zu halten. Die Bären-Warnschilder halten uns jedoch von einem Verdauungsspaziergang um den See ab, obwohl die um 22 Uhr noch immer scheinende Sonne dazu einladen würde.

Alaskas Flüsse sind eine Spielwiese für Wildwasser-Freaks

Streckenweise verläuft die auf Stelzen gebaute Trans-Alaska Pipeline parallel zur Straße. Wie ein silberner Lindwurm schlängelt sie sich durch die Landschaft. Durch ihre Rohre fließt auf einer Länge von 1284 Kilometer das an der Prudhoe Bay im Norden Alaskas geförderte Öl nach Valdez, wo es in die Supertanker verladen wird. Zu beiden Seiten des Highways ragen dunkle Bergflanken fast senkrecht in den Himmel. Wasserfälle in allen Größenkategorien stürzen zu Tal und speisen den wilden Tsani River. Der Fluss ist eine Spielwiese für Wildwasser-Freaks. Outdoor-Veranstalter laden zum wilden Rafting-Ritt ein, Wasserfall-Dusche und Freischwimm-Ausflug inklusive.

Hinter dem Thompson Pass geht es nur noch bergab, bis wir Valdez erreichen. Wie haben gemischte Gefühle bei der Ankunft: Einfach zauberhaft, wie sich die Stadt in eine von weißen Bergen beschützte tiefe Bucht am Ende des Prince William Sound schmiegt. Doch die riesigen Öltanks, in denen das schwarze Gold am Ende der Alaska Pipeline zwischengelagert wird, geben der Landschaft ein industrielles Antlitz.

Wettangeln in Valdez

Valdez ist in diesen Sommertagen fest in den Händen der Angler. Jedes Wochenende finden Fischer-Derbys statt, bei denen fünfstellige Dollar-Prämien für die größten gefangenen Lachse, Heilbutts und andere heimische Fischarten winken - je nach Fischsaison, die in Alaska streng reglementiert ist. Der RV Park, auf dem wir mit unserem Wohnmobil einchecken, ist voll mit Angler-Cliquen. Man kennt sich untereinander, vor den Fahrzeugen wird abends der frische Fisch gegrillt und meist dauern solche bierseligen Barbecues bis spät in die Nacht.

Kalbende Gletscher, Orcas und Seelöwen

Am nächsten Morgen verlassen wir Valdez an Bord der Fähre "Aurora", die uns zum Seehafen Whittier am südlichen Ende des Prince William Sound bringt. Die knapp sechsstündige Überfahrt offenbart einmal mehr die Wucht und Schönheit dieser Region. Wir passieren den Columbia Gletscher, der gigantische Eisberge in die Bucht kalbt. Seelöwen liegen auf einer Kiesbank. Für ein besonderes Schauspiel stoppt der Kapitän sogar die Maschinen: wenn die Orca-Wale in mächtigen Sprüngen ihre weißen Bäuche zeigen.

Deutsche Backwaren in Girdwood

Der einzige Weg aus dem schmucklosen Whittier führt durch den einspurigen Anton Anderson Memorial Tunnel, der alle 30 Minuten für jeweils eine Richtung geöffnet wird. Noch liegt eine gute Autostunde bis Anchorage vor uns. Vom Seward Highway, der am Turnagain Meeresarm entlang führt, machen wir einen Abstecher zum Städtchen Girdwood am Fuße des Mount Alyeska, dem größten Skigebiet Alaskas.

Im Sommer ist das sympathische Städtchen fest in den Händen von Bergwanderern, Mountainbikern und Paraglidern. Im mit üppiger Blumenpracht dekorierten Bake Shop treffen wir Stefanie, die aus Bonn stammt und mit ihrem Mann diese gut gehende Restaurant-Backstube betreibt. Zurück nach Deutschland will sie auf gar keinen Fall. Aber über Besucher aus der alten Heimat freut sie sich doch immer wieder.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Gezielter Schlag 
Hit im Netz: Mit seinem Hund darf sich niemand anlegen

Känguru hält den Vierbeiner im Schwitzkasten, das Herrchen schreitet ein. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal