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Nationalpark: Die Superlative unter den Nationalparks Deutschland

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Nationalpark: Die Superlative unter den Nationalparks Deutschland

14.03.2013, 08:47 Uhr | Carin Müller, srt

Nationalpark: Die Superlative unter den Nationalparks Deutschland. Nationalpark Eifel. (Quelle: SRT )

Der jüngste der deutschen Nationalparke ist das Großschutzgebiet Eifel. (Quelle: SRT )

Nationalpark - nirgendwo ist Deutschland so naturbelassen wie hier. In den Schutzgebieten dürfen weder Tiere gejagt noch Bäume gefällt werden. Auch die Bewirtschaftung von Freiflächen ist untersagt. Besucher sind allerdings willkommen, die deutschen Naturparke laden dazu ein beim Wandern und Radfahren die wilde Natur zu genießen. Wir stellen vier dieser besonderen Schätze vor, die durch ihre Größe oder ihr Alter herausragen - allerdings nicht nur. Sehen Sie mehr in unserer Foto-Show: Nationalpark - Superlative unter den Nationalparks Deutschland.

Nationalpark Eifel: Der Jüngste

Seit 2004 hat auch Nordrhein-Westfalen endlich einen Nationalpark. 65 Kilometer südwestlich von Köln liegt das Großschutzgebiet Eifel, und seit acht Jahren hat in der Landschaft aus Wald und Wasser wieder ausschließlich die Natur das Sagen. Hier leben Wildkatzen, Schwarzstörche und mehr als 1450 weitere bedrohte Tier- und Pflanzenarten, die Forscher bereits nachgewiesen haben. Beeindruckend sind die Ausblicke auf die Talsperren Rur-, Ober- und Urftsee, die man auf Wanderungen auf dem Wildnis-Trail erreicht, der sich durch romantische Bachtäler und beeindruckende Buchenwälder schlängelt. Im Herbst ist hier die Hirschbrunft ein besonderes Erlebnis. Wer das nicht verpassen möchte, der bucht eine individuelle Wanderung mit einem der vielen Waldführer.

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer: Der Größte

Flächenmäßig am größten ist der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Zwischen dem Nordkap und Sizilien gibt es keine Schutzfläche in Europa, die mit den über 4400 Quadratkilometern mithalten kann. Zusammen mit dem Niedersächsischen und dem Hamburgischen Wattenmeer sind es sogar fast 8000 Quadratkilometer. Über 90 Prozent davon sind allerdings Wasserfläche - zumindest bei Flut. Auf den Wattflächen und Prielen, Dünen und Salzwiesen tummeln sich rund 3200 verschiedene Tierarten. Vor allem Wasservögel fühlen sich hier wohl. Das Wattenmeer gilt als vogelreichstes Gebiet in Mitteleuropa und als die zentrale Drehscheibe auf dem Ostatlantischen Zugweg der Küstenvögel. Über zwei Millionen Vögel ziehen durch das schleswig-holsteinische Wattenmeer, etwa 100000 Paare brüten Jahr für Jahr im Nationalpark. Doch auch viele Fischarten und seltene Meeressäuger wie Seehunde, Kegelrobben, Schweinswale haben hier ihr Zuhause gefunden.

Nationalpark Jasmund: Der Kleinste

Der Nationalpark Jasmund auf der Ostseeinsel Rügen ist mit rund drei Quadratkilometern zwar der kleinste, aber mit seinen bis zu 118 Metern hohen Kreidekliffs sicherlich auch einer der spektakulärsten Parke hierzulande. An den Kreidefelsen, die beinahe schon ein mystisches Image besitzen, nisten Mehlschwalben und Seeadler. Besonders stolz ist man auf Rügen aber, dass seit Sommer 2011 rund 500 Hektar des Buchenwalds den Status des "UNESCO Weltnaturerbes" genießen. Gemeinsam mit vier weiteren deutschen Buchenwaldgebieten werden dabei die wertvollsten Relikte großflächiger naturbelassener Buchenwälder repräsentiert. In dem Buchenurwald, der sich im Herbst in eine wahre Farborgie verwandelt, leben Dam- und Rothirsche, Reh- und Schwarzwild.

Nationalpark Bayerischer Wald: Der Älteste

Fast hundert Jahre hat es seit der Gründung des weltberühmten Yellowstone-Nationalparks gedauert, bis auch in Deutschland am 7. Oktober 1970 der erste Nationalpark eröffnet wurde. Mit einer Fläche von 243 Quadratkilometern erstreckt sich der Nationalpark Bayerischer Wald um die Bayerwaldberge Falkenstein, Rachel und Lusen und bildet zusammen mit dem angrenzenden Nationalpark Šumava in Tschechien das größte Waldschutzgebiet Mitteleuropas. Diese riesige Fläche lässt sich beispielsweise auf 300 Kilometern Wanderwegen erlaufen. Häufig entlang sogenannter Erlebniswege, die die seit über 40 Jahren unbeeinflusste Entwicklung der drei natürlich vorkommenden Waldregionen Bergfichten-, Bergmisch- und Aufichtenwald zeigen. Wer tierische Begegnungen sucht und auf Nummer sicher gehen will, der sollte die beiden Besucherzentren ansteuern, die mit modernen Ausstellungen tiefe Einblicke in die wilde Waldnatur aufzeigen. Die umgebenden Tierfreigelände mit weitläufigen Gehegen und Volieren präsentieren die heimischen Tiere des Bergwaldes: Luchse, Wölfe, Auerochsen und Wildpferde.

Weitere Informationen:

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, Schlossgarten 1, 25382 Tönning, Tel. 04861/6160, nationalpark@lkn.landsh.de, www.nationalpark-wattenmeer.de;

Nationalpark Jasmund, Stubbenkammer 2a, 18546 Sassnitz, Tel. 038392/35011, poststelle@npa-vp.mvnet.de, www.nationalpark-jasmund.de;

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald, Freyunger Straße 2, 94481 Grafenau, Tel. 08552/96 00-0, poststelle@npv-bw.bayern.de, www.nationalpark-bayerischer-wald.de;

Nationalparkforstamt Eifel, Urftseestr. 34, 53937 Schleiden-Gemünd, Tel. 02444/95100, info@nationalpark-eifel.de, www.nationalpark-eifel.de.

Besonders hautnah erfahren Sie die Besonderheiten der jeweiligen Parke, wenn Sie mit einem Ranger auf Tour gehen, was in jedem Park praktisch jederzeit und ohne Voranmeldung möglich ist.

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