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Riesending-Schachthöhle: Unterwegs in Deutschlands tiefster Höhle

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Riesending-Schachthöhle: Unterwegs in Deutschlands tiefster Höhle

24.09.2012, 07:45 Uhr | fk (CF)

Die Riesending-Schachthöhle im süddeutschen Berchtesgaden ist der Traum deutscher Höhlenforscher. Sie ist die tiefste Höhle, die je in Deutschland gefunden wurde – und noch immer sind ihre Gänge unter dem Untersberg nicht vollständig erforscht.

Arbeitsname Riesending

Im Jahr 1995 wurde die Riesending-Schachthöhle im Untersberg durch Zufall von einem Team deutscher Höhlenforscher gefunden. Der seltsam anmutende Arbeitsname ist geblieben – und angesichts der gewaltigen Ausmaße auch sehr passend: Die tiefste Expedition knackte erstmals in der Geschichte deutscher Höhlenforschung die Kilometermarke und erreichte trotz 1.056 Meter Tiefe noch immer nicht den Grund.

Zum Vergleich: Das entspricht in etwa der Höhe des Schneebergs im Fichtelgebirge. Aber die Tiefe ist nicht das Einzige, das die Riesending-Schachthöhle so beeindruckend macht. Wie die Münchner Zeitung "Merkur" berichtet, sind bisher rund 9.000 Meter Gänge vermessen, doch auch hier scheint noch längst nicht das gesamte Ausmaß der Höhle im Untersberg erfasst zu sein.

Traum für Höhlenforscher

In einige der Schächte müssen Sie sich mehr als 180 Meter abseilen, ehe Sie wieder Boden unter den Füßen haben – der besteht hauptsächlich aus Karststein. An vielen Stellen ist durch eindringendes Wasser feiner Lehm entstanden, teilweise stürzen Grundwasserfälle in die Tiefe und fluten die unterirdischen Canyons, die ganze Seen bilden.

Dann wieder betreten Sie gigantische Hallen, die Hunderte von Metern unter der Erde liegen. Für Speläologen, dem Fachbegriff für Höhlenforscher, ist das Schachtsystem unter dem Untersberg eine großartige Herausforderung, die aber auch einiges abverlangt: Die Luftfeuchtigkeit beträgt fast 100 Prozent, die Temperatur gerademal 3,5 Grad Celsius, und an vielen Stellen ist es zugig. So mancher Kletterer musste aus gesundheitlichen Gründen schon frühzeitig umkehren.

Sicherheit hat Priorität

Zwar gibt es einige angelegte Seilstrecken und Camps, für Hobbykletterer ist die Riesending-Schachthöhle aber eindeutig nicht zu empfehlen. Klimabedingungen und mehrere Tage ohne Sonnenlicht machen es auch Trainierten schwer, nach einer Weile noch die nötige Aufmerksamkeit zu zeigen – denn Unfälle darf es in einer solchen Tiefe nicht geben. Die Bergung eines Verletzten ist nur mit hohem Aufwand und Risiko möglich, wenn überhaupt.

Gefahr besteht vor allem durch Steinschlag, Abrutschen oder Seilriss. Das schweißt die Gruppe zusammen: "Jeder ist für das Leben des anderen verantwortlich", so Höhlenfotograf Carsten Peter in dem Magazin "GEO" nach seiner Rückkehr aus dem Riesending.

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