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Grube Messel: Einzigartige Fossilien im stillgelegten Tagebau

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Grube Messel: Einzigartige Fossilien im stillgelegten Tagebau

27.09.2012, 09:30 Uhr | iw (CF)

Grube Messel: Einzigartige Fossilien im stillgelegten Tagebau. Hyrachyus Minimus, Urtapir aus dem eozän aus der Grube Messel, Hessen. (Quelle: imago)

Hyrachyus Minimus, Urtapir aus dem eozän aus der Grube Messel, Hessen. (Quelle: imago)

Die Grube Messel gehört zu den wertvollsten Fundstätten der deutschen Geschichte, was die Entwicklung der Tier- und Pflanzenwelt anbelangt. Einzigartige Fossilienfunde prägen die Grube und machen sie zu einem Touristenmagneten, was Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Naturdenkmal und Fossiliengrube

Im Dezember 1995 nahm die Deutsche UNESCO-Kommission die Grube Messel als erstes deutsches Naturdenkmal in die Liste des Weltkulturerbes auf. Schon alleine diese Auszeichnung untermauert den Wert der Grube und der in ihr schlummernden naturgeschichtlichen Überreste. Mitten in Deutschland haben Sie die Möglichkeit, den stillgelegten Tagebau in der Gemeinde Messel nordöstlich von Darmstadt zu besuchen und eine Reise in die Urzeit zu unternehmen. Von 1860 bis 1962 sollte die Grube eigentlich nur zum Abbau von Ölschiefer dienlich sein: Mehr als 25 Millionen Kubikmeter wurden davon in rund einem Jahrhundert abgebaut, dabei erblickten auch einige spektakuläre Fossilienfunde das Tageslicht. Den Nutzen sahen die Verantwortlichen anfangs jedoch nicht, weshalb die Grube eigentlich erst als Mülldeponie genutzt werden sollte.

Spiegel der Erdgeschichte

Durch den Einsatz von Bürgern und Wissenschaftlern konnte die Grube Messel allerdings gerettet und für weitere Grabungen genutzt werden. Nach Berichten der UNESCO wurden bereits mehr als 30 vollständige Skelette und insgesamt rund 10.000 Funde in der Grube verzeichnet. Die Fossilien sind dabei teilweise mehr als 45 Millionen Jahre alt. Einer der bekanntesten Funde dürfte vermutlich „Ida" sein: Es ist das älteste vollständig erhaltene Fossil eines Primaten; Experten sehen in ihm das fehlende Bindeglied in der Evolution von Affen und Menschen. Das macht die südhessische Grube aber nicht nur für Wissenschaftler interessant.

Besichtigung der Grube Messel

Seit 2010 steht in der Nähe des stillgelegten Tagbaus ein Besucherzentrum. Dort werden unter anderem Funde aus der Grube präsentiert und Führungen in die Grube Messel organisiert. Das Zentrum hat fast schon Museums-Charakter und bietet viele unterschiedliche Sehenswürdigkeiten. Die "Fahrt in die Tiefe" beinhaltet beispielsweise eine 360-Grad-Projektion und simuliert eine Bohrung bis in eine Tiefe von 433 Metern. Die Architektur des Gebäudes ist sehr modern gestaltet und ein interessanter Blickfang. Hinzu sind manche Teile des Zentrums sogar kostenlos begehbar, zum Beispiel der "Zeitgarten" – er ist einer von drei Themengärten, die dort erkundet werden können. Von Anfang April bis Ende Oktober werden die Touren durch die Grube Messel abgehalten. Fledermausführungen von Mai bis September gibt es ebenso wie die Grabungsimpressionen im Sommer. Wenn Sie eine Vorliebe für Fossilien und imposante Grabstätten haben, ist die Grube Messel auf jeden Fall einen Besuch wert. 

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