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Angelhaken: Größe und Form richtig wählen

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Angelhaken: das wesentliche Utensil

28.08.2013, 16:44 Uhr | Kurt de Swaaf, trax.de

Angelhaken: Größe und Form richtig wählen. Angelhaken. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

So klein er ist: der Haken ist ein ganz wesentliches Utensil beim Angeln. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Wahl des richtigen Hakens spielt für den Erfolg beim Angeln eine entscheidende Rolle. Angelhaken gibt es in den unterschiedlichsten Größen. Wie groß der Haken sein muss, hängt dabei gar nicht so sehr davon ab, wie groß der Zielfisch ist. Neben der Größe gibt es zudem die unterschiedlichsten Formen. Mit unserer kleinen Hakenkunde finden Sie den richtigen Haken für Ihre Zwecke.

Ein pfundschwerer Barsch am Haken

Kein Windhauch kräuselt die Oberfläche des Hafenbeckens. Am Ufer tauchen ein paar Reiherenten nach Futter, eine neugierige Möwe zieht ihre Kreise. Die Pose indes bewegt sich nicht. Schon mehr als 20 Minuten lang verharrt die grellgelbe Antenne regungslos an derselben Stelle. Dreieinhalb Meter tiefer schwebt der Köder knapp über dem Boden – offenbar ohne das Interesse eines Wasserbewohners zu wecken. Warten.

Dann passiert es: Die Posenspitze schwankt leicht, kaum sichtbar. Anschließend driftet sie ein paar Zentimeter seitlich ab und taucht ganz langsam unter. Anhieb. Die Rute krümmt sich, der Fisch versucht, hektisch Reißaus zu nehmen. Doch wenig später zappelt er im Käscher. Ein prächtiger Barsch, deutlich über ein Pfund schwer. Der Haken sitzt sauber im Maulwinkel und sieht dabei merkwürdig klein aus. Es wirkt schon fast wie ein Wunder, dass er so zuverlässig gegriffen hat.

Der Köder bestimmt das Kaliber

Diese kleine Geschichte ist ein typischer Fall. Sie steht für ein Dilemma, womit sich Angler immer wieder konfrontiert sehen. Barsche und viele andere Fischarten haben richtig große Mäuler. Muss der zum Fang solcher Schuppenträger verwendete Haken nicht ebenfalls groß sein, um sicher hängen zu bleiben? Nicht unbedingt. Denn in erster Linie bestimmt der Köder das Hakenkaliber. Und somit ist der – mitunter sehr wechselhafte – Appetit der Fische maßgebend.

Beim winterlichen Barschfang in Häfen und Altarmen zum Beispiel kommen oft eher kleine Köder zum Einsatz. Die Fische stehen zu dieser Jahreszeit tief. Im kalten Wasser ist ihr Stoffwechsel gedrosselt und ihr Nahrungsbedarf deshalb gering. Mistwürmer, Dendrobenas oder kleine Tauwürmer sind jetzt ideale Happen. Damit sich diese lebhaft und verlockend bewegen können, sollten Haken der Größen 12 bis 8 gewählt werden. Mehr nicht.

Die Einteilung von Hakengrößen erfolgt leider nicht nach einem international festgelegten Standard. Generell jedoch gilt: Je größer die Kennzeichnungszahl, desto kleiner der Haken. Ein Nr. 5-Exemplar ist also deutlich kleiner als eine Nr. 2. Nach Nr. 1 ändert sich die Kennzeichnung. Es folgen 1/0, 2/0 und größer. Die Größenklassifizierungen der 1832 gegründeten, norwegischen Firma Mustad, des größten Hakenproduzents weltweit, eignen sich gut als Richtwerte. Entscheidend ist die Entfernung zwischen Hakenspitze und Stiel, auch Schenkel genannt. Zur Orientierung: Bei einem klassischen Mustad Allround-Haken der Größe 1 beträgt diese Entfernung exakt einen Zentimeter.

Kurzstielige oder langstielige Haken?

Für die Wahl des richtigen Hakens gibt es ein paar einfache Grundprinzipien. Er muss immer (!) nadelscharf sein, und genau dem Köder angemessen (siehe oben). Für das Angeln mit Maden kommen feine, dünndrahtige Modelle wie die Sorte Crystal zum Einsatz. Wenn Würmer die Fische betören sollen, schwören viele Petrijünger auf die so genannten Wurmhaken mit schräg abstehenden Spitzen und zwei extra Widerhaken auf dem Stiel. Letztere sollen den sich kringelnden Köder besser halten. In vielen Fällen sind allerdings kurzstielige, schnörkellose Haken beim Angeln mit Würmern von Vorteil, der bereits erwähnten Bewegungsfreiheit wegen.

Langstielige Modelle wie der berühmte Aberdeen sind Klassiker beim Brandungsangeln an der Küste. Auf ihre Stiele lassen sich wunderbar Wattwürmer oder Seeringelwürmer schieben. Größere Wurmhaken ("Baitholder") dagegen sind beim Einsatz von Fischfetzen als Köder von Vorteil. Ein dicker Streifen Herings- oder Makrelenfleisch, zum Beispiel für den Fang von Steinbutt oder Dorsch, hält sich wesentlich besser, wenn er von zwei zusätzlichen Widerhaken fixiert wird.

Die Spitze bleibt frei

Anfänger glauben oft, der Haken muss für den Fisch unsichtbar im Köder versteckt sein. Ein Irrtum. Haken sollten zwar nicht zu auffällig in Erscheinung treten (weshalb auch die Verwendung der noch immer bei vielen Anglern beliebten "Goldhaken" in den allermeisten Fällen unsinnig ist), doch die Spitze bleibt normalerweise frei. Das verbessert die Chancen auf einen erfolgreichen Anhieb. Kein Fisch nimmt den Köder so genau unter die Lupe, als dass er sich an einer sichtbaren Spitze stören würde. Es sei denn, der Haken an sich ist viel zu groß gewählt.

Eine weitere oft gestellte Frage betrifft das andere Hakenende: Öse oder Plättchen? Wirklich wichtig ist diese Wahl indes nicht. In der Regel sollten Haken nämlich mit einem so genannten Schaftknoten an der Schnur befestigt werden. Dieser garantiert ein Maximum an Stabilität und Reißfestigkeit. Die Schnur wird dabei mehrfach um den Stiel gewickelt, der fertige Knoten sitzt direkt unterhalb des Plättchens oder der Öse. Den Haken mit einem Clinchknoten durch die Öse anzubinden, ist weniger zu empfehlen. Einzige Ausnahme: Beim Meeresangeln kann es sinnvoll sein, Wattwürmer oder Seeringelwürmer teilweise auf die Vorfachschnur zu schieben. Dann ist der endständige Clinchknoten im Vorteil.

Selber binden oder fertige Vorfächer kaufen?

So mancher Petrijünger mag beim Lesen dieser Zeilen den Kopf schütteln. Haken selber anbinden? Es gibt doch vorgefertigte Vorfächer, komplett mit Haken und Schlinge. Einfach und bequem. Die Verwendung solcher Fertigprodukte hat aber auch ihre Tücken. Zum einen sind die verwendeten Schnüre oft zu dick. Ein 8er Haken an ein 0,25 Millimeter starkes Vorfach ist nicht wirklich eine passende Kombination. Des Weiteren lässt die Schnurlänge regelmäßig zu wünschen übrig, und sogar die Knotenfestigkeit ist nicht immer hundertprozentig zuverlässig. Besser selber binden also. Wer eine gewisse Auswahl an losen Haken und Schnüren vorrätig hat, kann seine Vorfächer so zusammenstellen, dass sie optimal an die jeweilige Angelmethode, Köder und Gewässerbedingungen angepasst sind. Feinheiten vielleicht, aber die können über den Fangerfolg entscheiden.

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