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Wanderbares Deutschland: drei neue Qualitätswanderwege im Frühjahr 2013

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Wanderbares Deutschland: drei neue Qualitätswanderwege im Frühjahr 2013

13.02.2013, 14:20 Uhr | trax.de

Wanderbares Deutschland: drei neue Qualitätswanderwege im Frühjahr 2013. Nurtschweg im Oberpfälzer Wald an der Burgruine Schellenberg. (Quelle: Ferienregion Oberpfälzer Wald/Stefan Gruber)

Um das Gütesiegel zu erhalten, müssen die Wege auch gut beschildert sein - wie der neu prämierte Nurtschweg hier an der Burgruine Schellenberg. (Quelle: Ferienregion Oberpfälzer Wald/Stefan Gruber)

Der Deutsche Wanderverband zeichnet in regelmäßigen Abständen besonders schöne Wanderwege aus. Um das Prädikat "Qualitätswege Wanderbares Deutschland" zu erhalten, müssen die Routen diverse Kriterien erfüllen, zum Beispiel gut markiert sein oder möglichst abseits befahrener Straßen verlaufen. Anfang des Jahres wurden mit dem Fränkischen Dünenweg, dem Ith-Hils-Weg im Weserberg- land sowie dem Nurtschweg im Oberpfälzer Wald drei Wanderrouten erstmals ausgezeichnet. Elf weitere Wege erhielten die Zertifizierung zum zweiten beziehungsweise dritten Mal. Wir stellen die Qualitätswege Wanderbares Deutschland 2013 in unserer Foto-Show vor.

Fränkischer Dünenweg: Ausflug in die Eiszeit

Die Landschaft der Fränkischen Alb lädt ein zu einer Zeitreise in die Vorgeschichte. Auf dem 84 Kilometer langen, als Rundweg angelegten Fränkischen Dünenweg vor den Toren Nürnbergs wandern Sie auf fünf Etappen durch eine Landschaft, deren Entstehung maßgeblich durch die letzten beiden Eiszeiten geprägt wurde. Durch die Sand-Terrassen der Pegnitz und Sandsteinschluchten wie die wildromantische Schwarzachklamm geht es auf dem Wanderweg vorbei an Silbergrasfluren, Heidekrautflächen, Besenginster-Gebüschen und Kiefernwäldern. Die einzelnen Abschnitte des Fränkischen Dünenwegs sind jeweils an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden. (www.frankenalb.de)

Ith-Hils-Weg: Wandern in den Kalkklippen

Historische Türme, Seenlandschaften, bizarre Felsformationen und Höhlen erwarten Wanderer auf dem rund 81 Kilometer langen Rundweg im Weserbergland nahe Hameln. Das Kalkgebirge des Ith ist der längste Klippenzug Deutschlands und wird bedeckt von Buchenwäldern, in denen etliche Orchideenarten blühen. Die Höhlen und Felsspalten dienen als Rückzugsgebiet für Fledermäuse. Große Wälder überziehen auch das vorwiegend aus Sandstein bestehende Hils-Gebirge. Hier lohnt sich der Aufstieg auf den Wilhelm-Raabe-Turm, der einen fantastischen Blick auf die Landschaft freigibt und an dem auch der Europäische Fernwanderweg E11 Station macht. Die sieben Einzeletappen sind zwischen zehn und 19 Kilometer lang, insgesamt sind fast 4700 Höhenmeter zu bewältigen. (www.ith-hils-weg.de)

Nurtschweg: auf uralten Pfaden durch den Oberpfälzer Wald

Der 1872 in Weiden geborene Postbeamte Johann Baptist Nurtsch entriss im größten zusammenhängenden Waldgebiet Mitteleuropas uralte, teils verwilderte, teils versteckte Handels-, Pilger- und Schmugglerwege dem Vergessen und schuf mit seinen gelb-rot-gelben Markierungen einen der beliebtesten Wanderwege der Oberpfalz. Der über 130 Kilometer lange Nurtschweg ist Teil des Europäischen Fernwanderwegs E6. Die Wegführung geleitet den Wanderer ohne wirklich große Steigungen nicht nur durch abwechslungsreiche Landschaften, sondern auch vorbei an historischen Ortschaften und Bauwerken, in denen vom Fachwerk bis zum Barock eine große Vielfalt an Baustilen lebendig geblieben ist. (www.oberpfaelzerwald.de)

Neben diesen drei neu hinzugekommenen Wanderwegen sind eine Reihe von Routen zum zweiten oder dritten Mal zertifiziert worden. Folgende Wege wurden jetzt zum zweiten Mal ausgezeichnet:

Burgenwanderweg: Wandern in Brandenburg

Der 147 Kilometer lange Wanderweg durch den Naturpark Hoher Fläming ist nicht nur etwas für Fans von trutzigen Burgen und romantischen Schlössern. Die abwechslungsreiche Landschaft im Südwesten Brandenburgs hält einzigartige Naturschätze bereit wie die sogenannten "Rummeln", nacheiszeitlich geformte Trockentäler mit bis zu 20 Meter hohen Steilhängen, oder das Naturdenkmal "Dippmansdorfer Paradies", in dem sich über 50 Quellen den Weg an die Oberfläche bahnen. Auch hier entführen historische Ortschaften, Kirchenbauten und Bauernhöfe den wanderenden Gesellen in längst vergangene Zeiten. Der Weg wurde erstmals im Jahr 2010 als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifiziert. (www.reiseregion-flaeming.de)

Kaiserstuhlpfad: Wanderweg über der Rheinebene

Mit lediglich 22 Kilometern Länge lässt sich die badische "Sonnenterasse" am Oberrhein an einem einzigen Tag erwandern. Wer es gerne etwas gemütlicher angehen lässt, erkundet die Weinberge, Laubwälder und Hohlgassen des Kaiserstuhls etappenweise: Der größtenteils naturbelassene Wanderweg ist gut an den Öffentlichen Personennahverkehr angebunden und bietet für Autofahrer eine Reihe kostenloser Parkmöglichkeiten. Der Kaiserstuhlpfad ist ganzjährig begehbar, erfordert allerdings ein gewisses Maß an Ausdauer - immerhin führt er über die höchsten Erhebungen des Vulkangebirges, das am "Totenkopf" bis auf fast 560 Meter Höhe hinaufreicht. Dafür werden Wanderer für ihre Mühen mit herrlichen Ausblicken über die Rheinebene belohnt. (www.schwarzwald-tourismus.info)

Märkischer Landweg: Seen und Flüsse auf Schritt und Tritt

Auch wenn es gefühlt nur wenige Höhenunterschiede auf dem 217 Kilometer langen Weg quer durch die Uckermark zu überwinden gilt, bringt es der Märkische Landweg in der Summe doch auf fast 4200 Höhenmeter. Der Wanderweg im Nordosten Brandenburgs ist dafür geprägt vom Wasser - von den hohen Ufern der Feldberger Seenlandschaft über die Rinnenseen und Sumpfwälder des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin bis zu den Flussauen an den Altarmen des Unteren Odertals. Immer wieder bieten winzige historische Dörfchen eine willkommene Abwechslung in der dünn besiedelten Landschaft, ansonsten heißt es beim Wandern die Natur genießen, uralte Baumriesen bewundern, den Flug der Libellen verfolgen und Froschkonzerten lauschen. Eine Vielzahl an Vögeln findet hier ein Rückzugsgebiet und mit etwas Glück begegnet der Wanderer einem schillernden Eisvogel oder stößt im September auf große Kranichschwärme bei der Rast. Im Sommer empfiehlt sich ein Mückenschutz! (www.wandern-uckermark.de)

Nibelungensteig: Wandern durch den Odenwald

Von Zwingenberg an der Bergstraße bis nach Freudenberg am Main geht es auf dem Nibelungensteig über eine Entfernung von 124 Kilometern einmal komplett durch den Odenwald. Die insgesamt rund 3600 Höhenmeter verlangen Wanderer und Schuhwerk einiges ab, an den höchsten Stellen wird die 500-Meter-Marke deutlich geknackt. Dafür kühlen auch im Sommer die vielen schattigen Waldpassagen und das Wandern auf dem weichen Waldboden der häufig naturbelassenen Pfade schont die Gelenke, dazu locken auf den Höhenzügen herrliche Ausblicke. Daneben atmet man in den Burgen, Klosterruinen und historischen Ortschaften nicht nur den Geist des Mittelalters, auch Römer-, Bronze- und Jungsteinzeit haben in dem seit jeher Ort von Territorialstreitigkeiten geprägten Gebiet ihre Spuren am Wegesrand hinterlassen. Und spätestens in den zahlreichen Felsenmeeren des Odenwalds beschleicht einen dann das Gefühl, hinter der nächsten Kurve einer der sagenhaften Gestalten aus der Nibelungenerzählung zu begegnen. (www.nibelungensteig.info)

Thüringer-Drei-Türme-Weg: Zeitreise im Süden Weimars

Bis auf 500 Meter Höhe hinauf geht es auch auf diesem auf halber Strecke zwischen Erfurt und Jena gelegenen Rundwanderweg. Zwar nur 26 Kilometer lang, ist der Drei-Türme-Weg mit seinen insgesamt 700 zu überwindenden Höhenmetern eher anspruchsvoll. Er lässt sich aber auch in Etappen erwandern, die gut mit dem Auto oder dem Öffentlichen Personennahverkehr zu erreichen sind. Die Wandertour verbindet den Paulinenturm auf dem Adelsberg oberhalb von Bad Berka mit dem Carolinenturm bei Blankenhain und dem Hainturm im Forst Belvedere südlich von Weimar. Neben den im 19. sowie Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten Türmen lohnt neben dem Kurort Bad Berka mit seinen Barockbauten vor allem ein Aufenthalt in Buchfart mit seiner einzigartigen Felsenburg, der aus dem frühen 17. Jahrhundert stammenden, denkmalgeschützten Holzbrücke über die Ilm samt Wassermühle sowie der im 14. Jahrhundert gegründeten Dorfkirche. (www.drei-tuerme-weg.de)

Diese Wege wurden zum dritten Mal zertifiziert und stehen damit für dauerhaft nachhaltige Qualität:

Altmühltal-Panoramaweg: Paradeweg durch den Naturschatz

Dass der Naturpark Altmühltal eine der schönsten und wertvollsten Landschaften Deutschlands darstellt, ist alles andere als ein Geheimnis. Die schönste Art, diesen Schatz zu erleben, ist eine Wanderung auf dem Paradeweg des Altmühltals, der den naturbelassenen Fluss über eine Strecke von rund 200 Kilometern begleitet. Die Mischung aus unberührter Natur und über die Jahrhunderte geformter Kulturlandschaft bietet von bizarren Felsformationen wie den "Zwölf Aposteln" oder den spektakulären Steilwänden des Donaudurchbruchs über lichte Buchenwälder bis hin zu weiten Wacholderheiden eine Fülle von Eindrücken. Der Weg ist auch für Genusswanderer gut geeignet, einige Abschnitte des Weges lassen sich auch mit dem Schiff zurücklegen und im unteren Altmühltal können müde Wanderer sich vom Freizeitbus nach Hause bringen lassen. (www.naturpark-altmuehltal.de)

Briloner Kammweg: Wandern immer auf der Höhe

In Brilon, der "Stadt des Waldes", startet neben dem Rothaarsteig auch dieser 49 Kilometer lange Rundweg im östlichen Sauerland, der auf den hohen Kämmen links und rechts des Tals der Hoppecke von der ehemaligen Hansestadt im Nordrhein-Westfalen in den nordhessischen Wintersportort Willingen und wieder zurück führt. Von etwas über 400 Metern Höhe geht es im Verlauf des Kammwegs bis auf rund 800 Meter hinauf. Die insgesamt zu überwindenden 1.600 Höhenmeter erfordern zwar etwas Kondition, sind aber gut zu meistern. Wer möchte, kann am Ginsterkopf alternativ zum normalen Fußweg eine Klettervariante wählen. Neben den Ausblicken, die sich immer wieder zwischen den dichten Fichten- und Buchenhochwäldern eröffnen, stellen die frühmittelalterliche Wallburg "Borbergs Kirchhof" sowie die "Bruchhauser Steine", vier bis zu 90 Meter hohe Porphyrfelsen, Highlights am Wegesrand dar. (www.brilon-tourismus.de)

Ehmsenweg: der klassische Wanderweg im Sauerland

Ins Sauerland entführt uns auch der 76 Kilometer lange Ehmsenweg, der nach dem federführenen Gründer des Sauerländischen Gebirgsvereins benannt ist. Mit Start im malerischen Arnsberg, der ehemaligen Hauptstadt Westfalens, geht es vom Ruhrtal aus durch die Sunderner Wälder hinein in die Bilderbuchlandschaft des Naturparkes Homert und von dort aus weiter durch Hochsauerland, Lennebergland und Ebbegebirge bis nach Olpe am Biggesee. Zu den Sehenswürdigkeiten im Verlauf des Ehmsenwegs zählen unter anderem das idyllisch mitten im Wald gelegene Kloster Brunnen, der weithin bekannte Karl-May-Festspielort Elspe, das Besucherbergwerk Siliciaschacht in Lennestadt-Meggen sowie der Aussichtsturm auf der Hohen Bracht. Hier geht es bis auf rund 620 Meter Höhe, insgesamt sind stattliche 4200 Höhenmeter zu überwinden. (www.sgv.de)

Thüringer Gipfelweg: Rundumblick vom Hochmoor aus

Unweit der bekannten Wintersportorte Oberhof und Zella-Mehlis erklimmen Wanderer auf dem 30 Kilometer langen Gipfelwanderweg sieben Berge von über 900 Metern Höhe. Den herrlichsten Ausblick in alle Richtungen bietet dabei die baumfreie Kuppe des Schneekopfs. Der zweithöchste Berg Thüringens war bis 1990 militärisches Sperrgebiet und wurde inzwischen umfassend renaturiert. Hier befindet sich eines der wenigen erhaltenen Hochmoore Thüringens, ebenso wie auf dem Großen Beerberg, dessen Gipfel deshalb nicht betreten werden darf. Weitere Schätze auf dem Weg hält unter anderem das Naturschutzgebiet Seiffartsburg bereit. Ein Teil der Route verläuft auf dem bekannten Rennsteig, die Wege sind meist unasphaltiert. Das Streckenprofil ist moderater als man vielleicht erwarten würde, ist man erst mal auf der Höhe, geht es nie allzu weit wieder hinab. Trotzdem sollten Wanderer etwas Kondition mitbringen. (www.thueringen-tourismus.de)

Olsberger Kneippwanderweg: neue Kräfte beim Wassertreten

Der Dritte im Bunde der dreifach zertifizierten Wege des Sauerlands verbindet die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Wanderns mit der durch Pfarrer Sebastian Kneipp begründeten heilsamen Lehre. Sechs natürliche Wassertretstellen passiert man auf dem rund 42 Kilometer langen Rundweg auf den bewaldeten Höhen der kleinen Stadt am Oberlauf der Ruhr. Für Wanderer, die die erfrischenden und belebenden Anwendungen unter fachlicher Anleitung durchführen möchten, werden auch geführte Touren angeboten. Auf manchen Abschnitten gibt es verhältnismäßig steile Anstiege zu bewältigen, insbesondere im Bereich des über 700 Meter hohen Olsberges. Insgesamt sollten aber auch weniger geübte Wanderer auf den einzelnen Etappen zurechtkommen. Ihr Handtuch können Sie übrigens zuhause lassen, die Füße sollten nach dem Wassertreten an der Luft trocknen. (www.olsberg-touristik.de)

Westweg im Schwarzwald: durch weitgehend unberührte Natur

Der bereits im Jahr 1900 vom Schwarzwaldverein erstmals markierte Höhenweg beeindruckt nicht nur mit gewaltigen 285 Kilometern Länge und einem Streckenprofil, das weit über 10.000 Meter Höhendifferenz aufweist,. Der Klassiker erschließt auch von Nord nach Süd sämtliche Lebensräume des höchsten deutschen Mittelgebirges und verläuft dabei auf fast der gesamten Strecke abseits der Zivilisation durch unberührte Natur. Die dichten Nadel- und Mischwälder werden immer wieder von grandiosen Ausblicken auf den Höhenzügen unterbrochen, eine tiefergehende Beschreibung der landschaftlichen Vielfalt würde den hier zur Verfügung stehenden Platz ansonsten schlichtweg sprengen. Der Westweg ist Teil des Europäischen Fernwanderwegs E1 und in 16 Tagesetappen eingeteilt, auf denen Übung angeraten ist. Weniger ausdauernde Wanderer wählen je nach individueller Leistungsfähigkeit kürzere Abschnitte. (www.schwarzwald-tourismus.info)

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