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Die richtige Angelrolle kaufen und Tipps zu Pflege und Reinigung

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Angelrollen: Technik, die nicht immer begeistert

25.02.2013, 17:20 Uhr | Kurt de Swaaf

Die richtige Angelrolle kaufen und Tipps zu Pflege und Reinigung. Angelrollen: Multirolle beim Hochseeangeln. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Beim Hochseeangeln werden in der Regel Multirollen verwendet, da diese eine gute Kraftübertragung ermöglichen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wie wichtig eine reibungslos funktionierende Angelrolle ist, zeigt sich spätestens, wenn diese den Dienst versagt - was man jedoch ganz gut verhindern kann, indem man schon beim Kauf ein paar Dinge beachtet und der Angelrolle die nötige Pflege zuteil werden lässt. Wir erklären, was Sie über diesen vergleichsweise technischen Bestandteil der Angelausrüstung wissen sollten, beleuchten die Unterschiede zwischen Stationärrolle und Multirolle und geben Tipps zum Kauf. Sehen Sie mehr in unserer Foto-Show: Angelrollen.

Beim Kauf von Angelrollen bloß nicht sparen

Ein Albtraum: Ein schwerer Wolfsbarsch hat nach stundenlangem Warten den Köder genommen und kämpft jetzt am Haken. Der Angler hat Schwierigkeiten, das Tier zu bändigen. Immer wieder flüchtet es ins offene Wasser und zieht dabei meterweise Schnur von der Spule. Die Rollenbremse jault. Doch irgendwann beginnen die Kräfte des Fisches nachzulassen. Der Angler holt ihn näher ans Ufer, zieht und kurbelt abwechselnd, bis plötzlich ein knirschendes Geräusch ertönt. Die Rolle. Die Zahnräder greifen nicht mehr richtig. Stillstand, und Fluchen. Der Wolfsbarsch indes nutzt die Gunst der Sekunde und taucht ab. Zwischen die Felsen. Die Schnur hat gegen die scharfen Kanten keine Chance. Ende.

Materialpannen wie die oben beschriebene treten zwar zum Glück nur selten auf, aber wenn, dann oft im denkbar ungünstigsten Moment. Und wer am falschen Ende spart, trägt die höchsten Risiken. Gewiss, nicht jeder kann oder will sich in Sachen Angelausrüstung stets das Feinste vom Feinen leisten. Vor allem beim Rollenkauf jedoch gilt: Finger weg vom billigen Ramsch. Das Angeln soll schließlich Freude machen, und nicht eine Quelle der Frustration sein.

Grundtypen bei Angelrollen: Stationärrolle oder Multirolle?

Die Wahl der richtigen Rolle ist, ähnlich wie bei Ruten, von der Angelmethode abhängig. Eine Art Universalrolle gibt es nicht. Allerdings sind die mechanischen Geräte in ihrer Einsatzfähigkeit meistens flexibler als Angelruten. Eine leichte Spinnrolle kann zum Beispiel, wenn sie mit der passenden Schnur ausgestattet wird, durchaus auch beim Stippangeln mit Posenmontagen eine gute Figur machen. Bei Ruten wäre dies undenkbar. Die Größe sowie das Schnurfassungsvermögen sind bei Rollen entscheidend. Technische Spezialausstattungen gibt es kaum.

Vom Grundtypus her ist die so genannte Stationärrolle am weitesten verbreitet. Ihre Spule ist fest auf die Längsachse des Geräts montiert, die Schnur wird von einem rotierenden Bügel darauf gewickelt. Stationärrollen sind für fast jede Angelmethode verwendbar, die wichtigste Ausnahme ist das Fliegenfischen. Als Gegenstück gibt es die Multirollen, bei denen sich die Spulen selbst drehen. Sie ermöglichen eine bessere Kraftübertragung und kommen deshalb hauptsächlich in der schweren Hochseeangelei zum Einsatz. In den USA und Kanada jedoch nutzen viele Petrijünger leichte Multirollen gern zum Spinnfischen, und es gibt auch einige Spezis, die sie auf ihre Brandungsruten montieren und so vom Strand aus fischen. Das ist allerdings eine Sache für erfahrene Experten.

Auf unnötige Ausstattung verzichten

Ob eine Angelrolle qualitativ etwas taugt, ist nicht immer leicht zu erkennen. Es gibt aber ein paar Faustregeln: Ein wichtiger Indikator ist selbstverständlich der Preis. Für 20 bis 30 Euro kann man nicht erwarten, ein gutes Gerät zu bekommen. Allerdings ist auch nicht alles, was teurer ist, unbedingt gut. Verzichten Sie auf unnötigen technischen Schnickschnack wie aufwendig konstruierte Heckbremsen oder integrierte Bissanzeiger. Je komplizierter, desto störanfälliger. Am Grundprinzip der Stationärrolle lässt sich nun mal nicht viel verbessern – sehr zum Leidwesen der Hersteller natürlich, die gerne neue Verkaufsargumente hätten.

Die einzig wirklich sinnvolle Innovation der vergangenen Jahrzehnte sind wohl die Freilaufrollen, bei denen das Umlegen eines Hebels bewirkt, dass ein anbeißender Fisch Leine ziehen kann, ohne viel Widerstand zu spüren. Beim Grundangeln ein erheblicher Vorteil.

Kunststoff und Aluminium bei Angelrollen meiden

Wichtige Qualitätsmerkmale einer Rolle lassen sich bei Betrachtung des verarbeiteten Materials erkennen. Kunststoffgehäuse mögen zwar schön leicht sein, doch sie sind oft auch ein Hinweis auf Billigware. Metallgehäuse sind einfach robuster. Das extra Gewicht ist kein echter Nachteil. Gleiches gilt für die mechanischen Teile im Inneren der Rolle. Fragen Sie den Händler vor dem Kaufen ruhig, ob er Ihnen das gewünschte Modell kurz öffnen kann. Wenn drinnen die Zahnräder nicht aus massivem Messing oder Edelstahl gefertigt sind, sollte man lieber weitersuchen. Von ganz übler Qualität sind diesbezüglich Aluminium-Teile. Pannen vorprogrammiert.

Es gibt Petrijünger, die nach miesen Erfahrungen mit modernen Rollen auf ältere, längst nicht mehr produzierte Modelle schwören. Solche werden immer noch im Internet angeboten und erzielen dort gute Preise. Begehrt ist zum Beispiel die Quick-Serie von DAM aus den Achtzigern oder auch die klassischen Abu Cardinal 33 und 44. Wer solche Prachtstücke in seine Ausrüstung hat, weiß, was Langlebigkeit bedeutet. Richtig gute, robuste Modelle werden gleichwohl auch heute noch hergestellt, unter anderem von den Firmen Penn und Shimano. Für Preise ab circa 100 Euro aufwärts.

Reinigen und fetten - Angelrollen brauchen Pflege

Selbstverständlich hängt die Lebensdauer einer Rolle nicht nur vom Gerät selbst ab. Pflege ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Kaufen Sie deshalb nie eine Angelrolle, die sich nicht problemlos aufschrauben und zumindest grob zerlegen lässt.

Die beweglichen Teile sollten Sie regelmäßig neu einfetten, um einen reibungslosen Lauf zu garantieren. Wer gerne am Strand angelt, wird oft festklebenden Sand mit einer kleinen Bürste entfernen müssen. Unglaublich, wo das feinkörnige Zeug überall hingelangen kann. Und nach jeder Meeresangel-Tour, egal ob vom Boot oder vom Ufer aus, werden die Rollen ausgiebig in einem Eimer mit Leitungswasser gebadet. Am besten untertauchen und über Nacht stehen lassen. Meerwasser ist schließlich höllisch korrosiv. Sogar das Salz in der Luft und in der Gischt reichen aus, um Metall langsam, aber sicher zu zersetzen. Dagegen ist auf Dauer keine Konstruktion gewappnet.

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