Startseite
Sie sind hier: Home > Reisen > Reisemagazin > Aktivurlaub >

Klettersteig-Highlights von Höllental bis Hochkönig

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Klettersteig-Highlights von Höllental bis Hochkönig

09.05.2014, 10:32 Uhr | AK, KGK

Klettersteig-Highlights von Höllental bis Hochkönig. Höllental-Klettersteig mit Blick auf die Zugspitze . (Quelle: Alpenverein Pößneck/Jens Hennig)

Einer der beliebtesten Klettersteige Deutschlands, und immer einen Besuch wert: der Höllental-Klettersteig auf die Zugspitze . (Quelle: Alpenverein Pößneck/Jens Hennig)

Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind die wichtigsten Eigenschaften, die man mitbringen sollte, wenn man sich – natürlich gut gesichert – auf einen Klettersteig begibt. Im Grenzbereich zwischen Wandern und Klettern eröffnen sich neue persönliche Herausforderungen, Ausblicke und Möglichkeiten. Wo es besonders schön, spannend und spektakulär ist, zeigen wir in unserer Foto-Show der spektakulären Klettersteige von Deutschland bis Tirol.

Der Klassiker: Höllental-Klettersteig auf die Zugspitze

Eins vorweg: Wer den Aufstieg durch das Höllental auf die Zugspitze wählt, ist nie alleine. Schließlich ist die Tour ein echter Klassiker und führt auf den höchsten Berg Deutschlands. Schon der Zustieg lohnt sich landschaftlich auf jeden Fall: Vom Ausgangspunkt Hammersbach bei Garmisch Partenkirchen geht es durch die Höllentalklamm mit dunklen Stollen und tosenden Wasserfällen zur Höllentalangerhütte. Von der Hütte aus sind es noch circa 30 Minuten bis zum vorgelagerten Einstiegs-Klettersteig. Die "Leiter" (eine Klammerreihe über eine circa 20 Meter hohe Felswand) und kurz darauf das "Brett" (eine längere Reihe von Eisenstiften zur Querung durch eine Wand) sind inzwischen fest stehende Begriffe und zaubern ein wissendes Lächeln auf das Gesicht passionierter Klettersteiggeher.

Was folgt, ist die Wanderung durch das Höllental-Kar und die spannende Überschreitung des Höllentalferner Gletschers. Der eigentliche Klettersteig ist mit Stellen bis zur Kategorie C ausgezeichnet, ist aber vor allem sehr lang und durchgehend steil. Wer am Ende am Gipfel steht, hat insgesamt 2200 Höhenmeter überwunden und sich den atemberaubenden Blick auf die umliegenden Täler, Gipfel und den Eibsee wahrlich verdient. 

Der Spektakuläre: Königsjodler Klettersteig

Wer es besonders spektakulär mag, erfahren und konditionell sehr fit ist, der wagt sich an den Königsjodler Klettersteig am Hochkönig in Tirol. Der Steig windet sich in rund 1700 Klettermetern direkt an der Gratkante entlang. Die Kletterei bewegt sich fast ausschließlich im oberen Schwierigkeitsgrad (D) auf und ab und überwindet immer wieder kleine und große Schluchten. Eines der Highlights für Mutige ist der Flying Fox über den "Sallerriss". Landschaftlich ist der Steig sehr eindrucksvoll und das Panorama an schönen Tagen unschlagbar.

Aber Vorsicht: Das Wetter sollte beim Einstieg wirklich stabil sein. Die Tour ist nämlich nicht nur schwierig, sondern wird auch mit einer Dauer von neun Stunden (inklusive Zu- und Abstieg) angegeben, ein vorzeitiger Ausstieg ist erst nach circa zwei Dritteln des Kletterweges möglich. Empfehlenswert ist es daher, vom Ausstieg des Steigs eine halbe Stunde zum Matrashaus zu wandern, dort zu übernachten und den Abstieg somit auf den nächsten Tag zu verschieben. 

Der urbane Klettersteig: Via Ferrata Schwindelfrei

Im nordrhein-westfälischen Brühl findet sich der höchste urbane Klettersteig Europas. Seit knapp einem Jahr können die Besucher am Kletterturm mit dem poetischen Namen "Via Ferrata Schwindelfrei" ihre Höhentauglichkeit mitten in der Stadt auf die Probe stellen. Am ehemaligen Silo-Turm ist ein Klettersteig mit verschiedenen Parcours' unterschiedlicher Schwierigkeit und Höhe installiert. Verschiedene Elemente mit Leitern, Brücken, Tritten und Klettergriffen sorgen für Abwechslung und dank der speziellen Sicherungstechnik entfällt auch das oft als lästig empfundene Umhängen der Klettersteigset-Arme. Das macht den Ausflug an den Kletterturm zur familientauglichen Unternehmung.

Schwindelfrei sollte man, wie der Name schon sagt, aber auf jeden Fall sein. Bis auf 45 Meter Höhe geht es immer an der senkrechten Wand entlang. Wem dieser Nervenkitzel noch nicht genug ist, der stürzt sich anschließend beim sogenannten Basejump, dem Sprung am Seil, in die Tiefe. Und auch Nachtaktive kommen auf ihre Kosten: Einmal im Monat heißt es "Nachtklettern" in Brühl. 

Der Älteste: Randkluft-Klettersteig

Der Normalweg auf den Dachstein in Österreich, auch Randkluft-Klettersteig genannt, gilt als der älteste alpine Klettersteig der Welt. Er entstand bereits 1843 als Sicherung der Gipfelschlucht und Gipfelrinne. Der größte Teil des Zustiegs lässt sich bequem mit der Seilbahn absolvieren. Allerdings geht es von der Bergstation direkt über den Schladminger und Hallstätter Gletscher zur drahtseilgesicherten Route. Beim Übergang vom Eis auf den Fels – als Randkluft bezeichnet – zeigt sich die Macht des Gletschers in voller Größe. Im Steig überwiegen natürliche Tritte, Eisenteile wurden nur dort angebracht, wo unbedingt nötig. Vor allem im Frühjahr und Winter ist die Via Ferrata häufig vereist und erfordert einen sicheren Umgang mit Steigeisen und Pickel.

Der Randkluft-Klettersteig ist nur einer von 17 Klettersteigen rund um Ramsau am Dachstein. Sogar ein eigenes Bergfestival, das Via-Ferrata-Dachstein, wurde von der klettersteigbegeisterten Gemeinde ins Leben gerufen. 

Der unterirdische Klettersteig: Via Souterrata - Caille

Als erste Via Ferrata überhaupt führt die Via Ferrata Souterrata an der Côte d’Azur in den Untergrund. Zwei tolle Naturerlebnisse vereinen sich hier: Das Klettersteiggehen und die Erkundung der Höhlenwelt, auch Speläologie genannt. Der Steig im französischen Caille ist kurz und technisch kaum anspruchsvoll, doch eröffnet sich für den Begeher eine atemberaubende Höhlenwelt.

Auf einer Hängebrücke durchquert man einen Gang aus Stalaktiten und Stalagmiten und gerät über eine Rutsche in die Haupthöhle. 40 Meter tief unter der Erde liegt sie und ist beeindruckende 15 Meter hoch. Zahlreiche spannende Gesteinsformationen laden zum Staunen ein. Auch hier ist man sicher auf einer eigens installierten Brücke unterwegs.

Ganz am Ende wird es dann auch noch etwas sportlich. Durch eine Verengung gelangt man leicht überhängend die letzten 15 Meter an die Oberfläche zurück. Und auch, wenn einen dort wieder sommerliche Temperaturen empfangen: Im Höhlensystem hat es während des gesamten Jahres nur rund 10°C – eine warmer Pullover ist also durchaus empfehlenswert.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Reisethemen von A bis Z

Anzeige
shopping-portal