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Massenschlägerei am Mount Everest

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Massenschlägerei am Mount Everest

29.04.2013, 13:25 Uhr | trax.de

Massenschlägerei am Mount Everest. Mount Everest. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Massenschlägerei mit Sherpas: Der Mount Everest wurde Schauplatz übler Szenen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zu üblen Szenen ist es am Mount Everest gekommen. Sherpas gerieten mit den prominenten Bergsteigern Simone Moro und Ueli Steck sowie dem sie begleitenden Alpinfotografen Jonathan Griffith in Streit. Zurück im Lager gingen rund 100 Sherpas auf die Europäer los, weitere Bergsteiger, die ihnen zu Hilfe kamen, wurden in die wüste Schlägerei verwickelt.

Streit mit Sherpas am Everest

Moro, Steck und Griffith waren in den Morgenstunden vom Camp 2 zum unteren Camp 3 auf rund 7200 Metern Höhe auf der Lhotse-Seite aufgebrochen, wo Sherpas gerade damit beschäftigt waren, Fixseile anzubringen. Nach Angaben von Moros Team folgten die Bergsteiger der Bitte, Abstand zu halten - auch und gerade aus Respekt für die mühselige Arbeit der Sherpas.

Auf der Höhe angekommen, sahen sich die Männer gezwungen, über die Seile der Sherpas zu steigen, um ihr bereits aufgestelltes Zelt im Camp 3 zu erreichen. Um die Sherpas nicht zu stören, wählten sie dafür nach eigenen Angaben die untere Befestigungsstelle der Seile, an der mehrere Sherpas warteten, während ihr Seilschaftsführer weiter oben dabei war, die Leinen zu fixieren.

Jonathan Griffith hatte die Seile bereits überstiegen und Ueli Steck folgte solo in rund 15 Metern Abstand, als der Sherpa im oberen Bereich den Vorgang bemerkte und laut Moros Team augenblicklich zu schreien begann und wild mit seiner Axt auf das Eis einhackte. Der Sherpa fixierte eilig das Seil und begann sich in Richtung Steck abzuseilen, der mit den Händen versuchte, sich gegen den zu erwartenden heftigen Aufprall zu schützen. Der Sherpa beschuldigte ihn daraufhin wütend, "ihn angefasst" zu haben, so Moros Team weiter. Außerdem hätten die drei einen Sherpa durch herabstürzendes Eis verletzt.

Steck versuchte offenbar die Situation zu beruhigen und bot an, bei der Befestigung der Seile zu helfen - was die Sache aber wohl noch verschlimmerte. Inzwischen erreichte Moro die Stelle und geriet ebenfalls mit dem Sherpa aneinander, der sich nicht mehr beruhigen ließ und sein 17-köpfiges Team ins Camp 2 zurückbeorderte.

Massenschlägerei im Camp

Auch Moro, Steck und Griffith kehrten ins Camp 2 zurück, wo sich bereits um die 100 Sherpas versammelt hatten, die nach Angaben der Bergsteiger augenblicklich begannen, sie mit Schlägen, Tritten und Steinwürfen zu attackieren. Weitere Bergsteiger, die versuchten zu schlichten, wurden den Angaben zufolge ebenfalls angegriffen. Da die Sherpas damit drohten, die Bergsteiger umzubringen, rafften diese in Windeseile das Nötigste zusammen und stiegen ungesichert über die zerklüfteten Gletscher ins Basecamp ab. "Es war furchterregend. Sie wurden fast getötet", schilderte ein amerikanischer Augenzeuge das Geschehen.

Moro und Griffith scheinen mit leichten Verletzungen davongekommen zu sein, Steck verbrachte die Nacht im Krankenhaus, ist nach Medienberichten inzwischen aber wieder ins Everest-Basecamp eingeflogen worden.

Die Behörden haben mit Ermittlungen begonnen, auch die Dachorganisation der Sherpas untersucht den Fall. Die Sherpas beschuldigen die Europäer, über ihnen gequert und sie durch herabstürzendes Eis gefährdet zu haben.

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