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Alpen Wanderurlaub: Hütten in den Alpen mit dem gewissen Etwas

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Alpen-Wandern: Hütten mit dem gewissen Etwas

06.06.2013, 14:02 Uhr | AK, KGK

Alpen Wanderurlaub: Hütten in den Alpen mit dem gewissen Etwas. Tegernseer Hütte zwischen Ross- und Buchstein. (Quelle: Philipp König)

Hütten in den Alpen gibt es viele, doch manche sind einfach besonders, so wie die Tegernseer Hütte, die extrem exponiert liegt. (Quelle: Philipp König)

Sie bieten dem Wanderer Schutz, Speis, Trank und ein ganz besonderes Übernach- tungsflair: Allein der Deutsche Alpenverein (DAV) betreibt 325 öffentlich zugängliche Schutz- hütten. Dazu kommen die Hütten der Alpenvereine SAC (Schweiz), ÖAV (Österreich), CAI (Italien), CAV (Frankreich), LAV (Liechtenstein) und PZS (Slowenien) sowie Angebote weiterer Vereine und Privatleute. So zahlreich sie sind, so individuell sind sie: Von der einfachen Miniaturausgabe bis hin zur vier Millionen Euro teuren Architekturperle – wir stellen ein paar ganz besondere Hütten in den Alpen vor, auch in unserer Foto-Show.

Regina Margherita Hütte (4554 m) – die Alpenhöchste

Keine liegt höher in den Alpen: die Regina Margherita Hütte im Monte Rosa Massiv (Piemont) ist mit ihrer Lage auf 4554 Metern die höchste Hütte Europas. Gespendet wurde sie einst von Königin Margherita von Italien, die 1893 noch vor der offiziellen Eröffnung dort übernachtete. Bis heute wird die Hütte für wissenschaftliche Untersuchungen genutzt, die sich mit den Einflüssen der Höhe auf den menschlichen Körper beschäftigen. Auch für zahlreiche Projekte im Rahmen der Umwelt- und Klimaforschung dient sie häufig als Stützpunkt. Wer hinauf möchte zur Regina Margherita, sollte fit und erfahren sein. Der kürzeste Aufstieg geht über den Lysgletscher und dauert gute fünf bis sechs Stunden. Dabei ist eine Hochtourenausrüstung zwingend nötig. 

Kärlingerhaus (1638 m) – die Eisige

Am Kärlingerhaus gilt es, sich warm anzuziehen. Die Hütte liegt inmitten des Steinernen Meers im Nationalpark Berchtesgaden. Sie steht etwas oberhalb des Funtensees, der als „kältester Ort Deutschlands“ gilt. 2001 wurde dort eine Temperatur von -45,9°C gemessen – die niedrigste Temperatur in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Und wer es hier am Wegesrand glitzern sehen sollte – Finger weg! Eine alte Bergsage erzählt, dass der Teufel am Funtensee aus Steinen blanke Silbertaler mahlt, um die Jägersleut' dazu zu bringen, ihm ihre Seele zu verschreiben. 

Tegernseer Hütte (1650 m) – die Weißbier-Belohnung

Wie ein Adlerhorst thront die Tegernseer Hütte zwischen Ross- und Buchstein in der Nähe ihres Namensgebers, dem Tegernsee. Genau diese exponierte Lage ist es, die an sonnigen Tagen zahlreiche Wanderer anzieht. Von beiden Seiten des Grats ist ein unproblematischer Aufstieg zu Fuß möglich. Aber auch Sportkletterer kommen auf ihre Kosten. Über 90 eingebohrte Routen bis zum neunten Schwierigkeitsgrad bieten Abwechslung. Eine der bekanntesten Routen ist die „Via Weißbier“, die genau an der Hüttenterrasse endet: Wenn der Vorsteiger gleich bestellt, stehen schon zwei kühle Weißbier auf dem Tisch, bis sein Kletterpartner oben ankommt. 

Rojacherhütte (2718 m) – die Miniaturausgabe

Die Rojacherhütte in den Hohen Tauern ist die vermutlich kleinste Alpenvereins-Hütte. Gerade einmal 5,4 x 5,4 Meter misst die Grundfläche. Während sich unten Küchen- und zugleich Gastraum, Pächterschlafraum, Lager für Holz und Lebensmittel drängen, finden im Obergeschoss neun Leute einen Schlafplatz. Vor allem Bergsteiger, die sich den Hohen Sonnblick (3106 Meter) zum Ziel gesetzt haben, übernachten gerne beim Hüttenwirt Martin „Mascht“ Oberlechner – vielleicht weil die Rojacherhütte so herrlich „anders“ ist als das benachbarte Zittelhaus. 

Neue Monte Rosa-Hütte (2883 m) – die architektonische Perle

Wer auf der Neuen Monte Rosa-Hütte zu Gast ist, findet sich in einem hochmodernen Berg-Gästehaus wieder. 2009 wurde die Hütte für mehr als vier Millionen Euro komplett neu errichtet – als Ersatz für die veraltete Vorgänger-Hütte.

Seitdem tummeln sich auch Architektur-Interessierte am nordwestlichen Ende des Monte Rosa-Massivs. Fünfgeschossig, in Holzbauweise gebaut und mit glänzendem Aluminium überzogen, ist sie ein echter Blickfang! Und nach ausführlichem Staunen besinnt sich manch einer sicher wieder auf die großartige Kulisse und lässt den Blick schweifen: ungehindert bis zum Matterhorn. 

Münchner Haus (2959 m) – Deutschlands Höchste

Bis heute ist Deutschlands höchste Hütte auf dem Westgipfel der Zugspitze, das Münchner Haus, weitgehend im Originalzustand. Das heißt auch, dass die Gäste keinen großen Komfort und High-Tech erwarten dürfen. Schließlich wurde schon 1897 mühsam das Baumaterial nach oben geschleppt. Seit fast 30 Jahren betreiben nun Hansjörg Barth und Andrea Zwinger die Hütte gemeinsam mit der Familie. Die Bergsteiger, die auf einem der anspruchsvollen Wanderwege oder Klettersteige den Gipfel erreicht haben, lieben das typische Hüttenflair und die Einfachheit – während unweit der Touristenrummel vorherrscht. Aber natürlich sind auch die Bahnfahrer im Münchner Haus herzlich willkommen. 

Frederick-Simms-Hütte (2004 m) – die Grüne

Die Frederick-Simms-Hütte in den Lechtaler Alpen ist eine der „grünsten“ Hütten in den Alpen. Nach ihrer umfassenden Sanierung 2002 gilt sie als Vorbild in Sachen Umweltschutz und wurde dafür mit dem Umweltgütesiegel der Alpenvereine ausgezeichnet. So kommt unter anderem das Trinkwasser aus einer Quelle oberhalb der Hütte, Strom wird mithilfe einer Solaranlage erzeugt und die gesamte Ver- und Entsorgung ist umweltfreundlich organisiert. Aber sie ist natürlich auch wegen ihrer atemberaubenden, ausgesetzten Lage einen Aufstieg wert: Die Hütte thront auf einem kleinen Vorsprung unterhalb der Holzgauer Wetterspitze über dem Sulzeltal. 

Rifugio Cà d’Asti (2854 m) – die Pilgerstätte

Das Rifugio Cà d’Asti ist vor allem bei Wallfahrern bekannt, die dort auf dem Weg zum Rocciamelone, dem höchsten Wallfahrtsort der Alpen, vorbeikommen. Im Mittelalter bestieg Bonifacio Rotario d’Asti – Namensgeber der Hütte – den 3538 Meter hohen Gipfel, um der heiligen Maria dafür zu danken, dass er der Sklaverei bei den Türken entkommen war. In der Hütte trifft man aber nicht nur auf Pilgerer, auch zahlreiche „normale“ Wanderer nutzen sie als Stützpunkt für Tagestouren oder als Etappenziel auf ihrem Weg auf der Via Alpina.

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