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Wanderwege-Tipps vom Deutschen Wanderverband

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Wanderwege-Tipps vom Deutschen Wanderverband

27.06.2013, 14:44 Uhr | Deutscher Wanderverband, trax.de

Wanderwege-Tipps vom Deutschen Wanderverband. Albsteig: Wanderer bei der Burg Teck. (Quelle: TMBW_Düpper )

Durch die Schwäbische Alb führt der Albsteig - nur einer der Lieblings-Wanderwege des Deutschen Wanderverbands. (Quelle: TMBW_Düpper )

574.000 Kilometer Wege führen durch Deutschlands Wälder, laden zum Wandern und Radfahren ein (Stand: Ende 2012). Und allein die Wegezeichner des Deutschen Wanderverbands (DWV) kümmern sich um 200.000 Kilometer an Wanderwegen, fast 10.000 davon bilden die 90 Qualitätswege Wanderbares Deutschland. Doch welchen der unzähligen Pfade wählen, fragt sich der ambitionierte Wanderer bevor er aufbricht, neue Welten zu entdecken. Wir haben in der DWV- Geschäftsstelle nachgefragt - sie haben uns ihre Lieblinge verraten: Die Wanderwege-Tipps des Deutschen Wanderverbands finden Sie in unserer Foto-Show.

Ute Dicks, Geschäftsführerin: Nibelungensteig

Ein Weg der Superlative. Der 124 Kilometer lange Nibelungensteig führt von Zwingenberg an der Bergstraße über die Höhen und Täler des Odenwaldes bis nach Freudenberg am Main. Damit durchzieht er den Odenwald komplett von Westen nach Osten. Insgesamt erwarten den Wanderer über 4000 Höhenmeter - ein ständiges Auf und Ab auf zum Teil steilen, schweißtreibenden Pfaden. Für jede Anstrengung wird man allerdings um ein Vielfaches entschädigt: Bilderbuchpanoramen wechseln mit eindrucksvollen, schattigen Waldpassagen auf weichen Pfaden. Faszinierende Ausblicke von den Höhen bleiben ebenso in unvergesslicher Erinnerung wie das bunte Wechselspiel bewaldeter Kuppen, kleiner, vielfach verästelter Täler, langgestreckter Hubendörfer mit ihren prächtigen Hofreiten und Fachwerkbauten. Stille Momente werden abgelöst durch erlebnisreiche Wegabschnitte, vorbei an sagenumwobenen Felsformationen und durch kleine und große Felsenmeere.

Der Nibelungensteig ist nach dem wohl bekanntesten deutschen Nationalepos, dem Nibelungenlied benannt, welches im Jahre 2009 in das UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen wurde. Die Route erinnert an die Jagd der Burgunder im Odenwald und führt an drei möglichen Orten vorbei, an denen der Held Siegfried von Hagen erschlagen worden sein soll.

Christine Merkel, Referentin Gesundheit und Marketing: Urwaldsteig Edersee

Der Urwaldsteig Edersee zeigt Ihnen eindrucksvoll, was die Erlebnisregion Edersee ausmacht: Der Wechsel von Wasser und Wald, das Farbenspiel der belebten Natur mit den Elementen. Harmonisch prägen die ausgedehnten Buchenwälder des Nationalparks, die skurrilen Urwälder der Ederseesteilhänge, die bäuerliche Kulturlandschaft und der tiefblaue Edersee das fesselnde Gesamtbild. Oasen der Stille bieten dazu die ausgedehnten Wälder und verträumten Seebuchten. Wer kurze Routen mit Rückkehr zum Ausgangspunkt bevorzugt oder nur mal in den Urwaldsteig Edersee hineinschnuppern möchte, dem bieten sich attraktive Rundwege an. Im Natur- und Nationalpark Kellerwald-Edersee weisen einprägsame Symbole von den ausgewiesenen Wanderparkplätzen auf die Wanderwege. Unzählige Aussichtspunkte entlang der Strecken überraschen immer wieder aufs Neue.

Die Landschaft verwöhnt nicht nur das Auge, sondern hat sich zu einem außergewöhnlichen Ausflugs- und Ferienparadies entwickelt, das leicht zu erreichen ist. Verschiedene Beförderungsmittel helfen außerdem, die einzelnen Etappen oder Rundwanderwege abwechslungsreich und individuell zu gestalten:

- Die Personenschifffahrt Edersee bringt Wanderer zu verschiedenen Startpunkten oder holt vom Zielpunkt der Etappe ab (Fahrplan beachten).
- Mit der Waldecker Bergbahn schweben Sie in wenigen Minuten vom Edersee zum Schloss Waldeck.
- Die Standseilbahn der e.on-Wasserkraft überwindet 300 Höhenmeter und befördert Sie auf den Peterskopf in den Nationalpark.
- Von Asel nach Asel-Süd und von Scheid nach Rehbach verkehren innerhalb der Saison Personenfähren.

Jens Kuhr, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Naturparkweg Leine-Werra

Fast genau in der Mitte Deutschlands liegt der Leine-Werra-Weg. Eingeteilt in fünf Tages-Etappen lädt dieser Wanderweg von Heiligenstadt nach Creuzburg zu einer Woche Auszeit in den Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal ein. Der rund 870 Quadratkilometer große Naturpark umfasst drei Landschaften am Westrand des Thüringer Beckens: das bergige Süd-Eichsfeld, die Buchenwälder des Hainich und das felsige Werratal.

Das Süd-Eichsfeld präsentiert sich als vielfältige Mittelgebirgslandschaft mit Buchen-Mischwäldern, Obstwiesen, reizvollen Ortschaften und weithin sichtbaren Muschelkalkfelsen. Das Werratal ist dank des naturnahen, steil in die Felsen geschnittenen Flusslaufes mit seiner Auenlandschaft besonders anziehend. Der Hainich schließlich ist als eines der größten geschlossenen Waldgebiete Mitteleuropas und als wertvoller Buchenwald von internationaler Bedeutung. 1998 wurde der Urwald als erster Nationalpark Thüringens ausgewiesen und vor kurzem ist er in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen worden. Seine Bedeutung ist damit ebenso hoch wie die des Yellowstone-Nationalparks oder der Serengeti, die sich ebenfalls auf dieser Liste finden.

Neben der einzigartigen Naturlandschaft mit wilden Felsabbrüchen führt der Leine-Werra-Weg durch viele der rund 100 kleinen Fachwerkdörfer in der Region, vorbei an Burgen und Wallfahrtskapellen. Übrigens ließ auch Papst Benedikt XVI. es sich nicht nehmen, die tief gläubigen Katholiken im Eichsfeld während seiner Deutschlandvisite im Jahr 2011 zu besuchen. Berühmt sind auch die kulinarischen Köstlichkeiten der Region, die für ihre traditionelle Wurstverarbeitung und die leckeren Obstsäfte bekannt ist. 
Tipp: Wer die gesamte Strecke nicht zu Fuß gehen will, der fährt ein Stück mit der Fahrraddraisine - zunächst auf einem alten Viadukt in 24 Metern Höhe über den Ort Lengenfeld und dann in die Märchenlandschaft des Südeichsfeldes.

Dominik Ruiz Morales, Marketing: Märkischer Landweg

Der Märkische Landweg führt in zehn Etappen durch den Nordosten Deutschlands. Von Feldberg im Naturpark Feldberger Seenlandschaft geht es 217 Kilometer quer durch die von der Eiszeit geformte hügelige Landschaft der Uckermark in den Nationalpark Unteres Odertal in Brandenburg und dann bis an die polnischen Grenze nach Mescherin. Der zum größten Teil naturbelassene Weg führt besonders zu Beginn durch eine atemberaubende Seen- und Flusslandschaft.

Schon während der ersten Etappe beeindrucken die in die hügelige, teils bewaldete Landschaft eingebetteten Feldberger Seen, die wegen ihrer hohen Ufer ein wenig an die Fjorde Norwegens erinnern. Die Wasserqualität dieser sowie der anderen Gewässer am Weg ist ausgezeichnet, so dass sich ein kühles Bad an der einen oder anderen Stelle geradezu aufdrängt. Während der zweiten Etappe sollte man unbedingt etwas mehr Zeit einplanen für die Innenstadt von Lychen, die wie eine Insel rings um von sieben Seen umgeben ist. Im Nationalpark Unteres Odertal geht es östlich von Angermünde zunächst durch eine abwechslungsreiche Moränenlandschaft und dann in die Niederung der Oder. Bis zum Horizont erstrecken sich hier die von Flussaltarmen durchzogenen Auenwälder.

Erik Neumeyer, stellv. Geschäftsführer: Schwäbischer Alb Nordrandweg und Pfälzer Höhenweg

Auf insgesamt 365 Wanderkilometern verbindet der Schwäbische Alb Nordrandweg (Albsteig) Donauwörth mit Tuttlingen und erschließt dabei eine beeindruckende Schichtstufenlandschaft – die sogenannte Albtrauf. Auf 27 Tagesetappen bietet der Weg neben den sehenswerten Naturschauspielen (Weitblicke, Höhlen, Magerrasen, Hangpfade) auch viele historische und kulturelle Highlights. Besonders schön finde ich die Etappen zwischen Burg Teck und dem Nägelehaus.

weiterer Tipp: Pfälzer Höhenweg

Der Pfälzer Höhenweg erschließt die offene Hügellandschaft der Nord-Pfalz. Typisch für diesen Wanderweg sind Höhenzüge und weite Aussichten in angrenzende Landschaftsräume mit Wiesen und zwischendurch immer mal kleinere Waldpassagen. Der Weg hat einen eigenen Charakter, der sich von den typischen Pfälzer Landschaften wie dem Pfälzerwald oder dem Mittelgebirgszug Haardt entlang der Weinstraße deutlich abhebt.

Liane Jordan, Koordination Qualitätswege und Qualitätsregionen Wanderbares Deutschland: Donauberglandweg

Vom Dach der Schwäbischen Alb in den "Grand Canyon", das Durchbruchstal der Oberen Donau, führt der erste Qualitätswanderweg der Schwäbischen Alb, der Donauberglandweg. Der Lemberg, mit 1015 Metern höchster Berg der Alb, ist Ausgangspunkt eines rund 60 Kilometer langen ausgezeichneten Wanderwegs entlang des Albtraufs auf der Südwestalb bis hinunter nach Beuron, dem weltberühmten Abteiort und Mittelpunkt des Naturparks Obere Donau.

Auf 4500 Höhenmetern führt der Weg in vier Tagesetappen von jeweils rund 15 Kilometern durch die Südwestalb. Rund 40 Prozent des Weges verlaufen auf naturnahen Wegen und romantischen Fußpfaden. Los geht es in Gosheim am Wanderparkplatz, von dort zuerst auf das Dach der Alb, den Lemberg mit seiner traumhaften Rundumaussicht. Wagen Sie sich ruhig auf den Lembergturm in luftige Höhen, wo Sie bei guter Fernsicht bis in die Alpen, den Schwarzwald oder gar am Horizont in die Vogesen blicken können. Weiter führt der Weg mit Abstiegen, kurzen Anstiegen und vielfältigen Landschaftswechseln bis zum Klippeneck, der "Sonnenstube der Alb". Hier finden Sie den höchst gelegenen Segelflugplatz Deutschlands und ein Ausflugslokal mit guter Übernachtungsmöglichkeit und vor allem mit traumhafter Aussicht.

Von dort geht es in der zweiten Etappe über den Dreifaltigkeits- und den Alten Berg durchs Lippachtal bis nach Mühlheim an der Donau mit seiner mittelalterlichen Oberstadt. Die dritte Etappe führt von Mühlheim über die Kolbinger Höhle, der eindrucksvollsten Tropfsteinhöhle auf der Südwestalb über den Knopfmacherfelsen und den imposanten Stiegelesfelsen bis ins Donaustädtchen Fridingen. Die letzte Etappe auf dem Donauberglandweg belohnt mit einzigartigen Aussichten von der Ruine Kallenberg und bei Schloss Bronnen in das Obere Donautal. Und  zum krönenden Abschluss am Ende des Weges tut sich vor den Wanderern plötzlich das imposante Kloster Beuron auf, geistiger und geistlicher Mittelpunkt des Oberen Donautals.

Weitere Informationen

Nibelungensteig: www.wanderbares-deutschland.de/nibelungensteig; www.nibelungensteig.info

Urwaldsteig Edersee: www.wanderbares-deutschland.de/urwaldsteig_edersee; www.urwaldsteig-edersee.de

Naturparkweg Leine-Werra: www.wanderbares-deutschland.de/naturparkweg_leine_werra; www.naturpark-ehw.de

Märkische Landweg: www.wanderbares-deutschland.de/maerkischer_langweg; www.wandern-uckermark.de

Schwäbische Alb Nordrandweg: www.wanderbares-deutschland.de/albsteig; www.tourismus-bw.de

Pfälzer Höhenweg: www.wanderbares-deutschland.de/pfaelzer_hoehenweg; www.pfaelzer-wanderwege.de

Donauberglandweg: www.wanderbares-deutschland.de/donauberglandweg; www.donaubergland.de

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