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Angeln in Dänemark auf der Insel Bornholm

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Angeln in Dänemark: Die Ostseeinsel Bornholm ist ein Paradies zum Fischen

10.07.2013, 16:47 Uhr | Von Deike Uhtenwoldt, dpa-tmn

Angeln in Dänemark auf der Insel Bornholm. Angeln in Dänemark: Insel Bornholm in der Ostsee. (Quelle: Udo Schroeter)

Angeln in Dänemark: Auf der Insel Bornholm findet man Ruhe und Einsamkeit - ein Paradies für jeden Angler. (Quelle: Udo Schroeter)

Angeln in Dänemark ist ein Traum. Besonders die kleine Insel Bornholm ist ein Angler-paradies. Was die größte dänische Ostseeinsel zwischen Schweden und Polen so besonders macht? Es sind die herrliche Küstenlandschaft, die menschenleeren Strände, die Ruhe des vergleichsweise abgeschieden liegenden Eilandes, das intensive Licht und natürlich der Fisch. Eine begehrte Spezialität ist die Bornholmer Meerforelle, aber auch Dorsche, Hornhechte, Plattfische und Heringe tummeln sich vor der Küste. Lassen Sie sich von unserer Foto-Show zum Angeln in Dänemark auf der Insel Bornholm inspirieren.

Angeln in Dänemark: Die Insel Bornholm ist ein Geheimtipp!

Es gibt viele gute Gründe, um nach Bornholm zu reisen. Angelfreunde nennen häufig die 150 Kilometer lange wilde Küstenlinie, zahlreiche Bäche und eine Meerforellenspezies, die es kaum anderswo gibt. Angelführer Udo Schroeter fügt noch einen hinzu: genügend Abstand zur Festlandswelt - und damit die Möglichkeit, zu sich zu finden. Das will ich ausprobieren.

Der Strand ist Magnet und Bremse zugleich. Mich zieht er magisch an, dieser endlose feine, weiße Sand, so fein, dass es knirscht, wenn man ihn betritt. Am liebsten würde ich die Schritte beschleunigen, die Schuhe wegwerfen und johlend ins Wasser stürzen. Aber ich trage eine Neopren-Wathose, ich kann weder die zu groß geratenen Stiefel ausziehen, noch wirklich damit rennen. Zum Glück! Sonst hätte ich es mir gleich auf meiner allerersten Angeltour mit meinem Guide verdorben. Udo Schroeter hat seine Schritte schon vor dem Strand verlangsamt. Nun bleibt er stehen, schaut auf das Wasser, die Vögel und prüft den Wind.

Die Bornholmer Meerforelle ist eine begehrte Spezialität

Wir sind angekommen in der geschützten Bucht von Risegård im Süden der dänischen Ostseeinsel. Sie liegt weit genug entfernt von der Küstenstraße und den Ortschaften Arnager und Boderne. Vor zwei Tagen hat es hier noch eine kräftige Dünung gegeben, aber nun ist das Meer ruhig. Wir hoffen auf ein paar "alte Wellen", die Fische an den Angelhaken bringen. Obwohl Kormorane, Enten und Möwen im Wasser keine Anstalten machen, auf Fischjagd zu gehen. "Wir sind richtig, hier ist noch nicht gefischt worden", verrät Schroeter, "so friedlich und aufgeräumt, wie die Vögel verteilt sind." Leise und langsam betritt der Angelführer den Strand, die Vögel weichen aus, aber sie ergreifen nicht aufgeregt die Flucht.

Das ist die erste Lektion, die ich lerne: Passe dich dem Rhythmus der Natur an. Sonst schaffst du es, schon mit deiner Ankunft den Strand völlig leer zu poltern. Das übernimmt schließlich der Außenbordmotor eines Fischerbootes. "Da kommt ein Nebenerwerbsfischer, um Meerforellen zu holen", erklärt Udo. Die Bornholmer Meerforelle ist eine begehrte Spezialität.

Angeln in Dänemark: Das intensive Licht von Bornholm

Udo Schroeter ist aus Liebe zum Meer, den Forellen und dem intensiven Bornholmer Licht mit seiner Familie von Fehmarn auf die größte dänische Ostseeinsel ausgewandert. Auf dem Speiseplan der Familie steht mehrmals pro Woche Fisch. Aber nur solcher, der selbst gefangen, ausgenommen und zubereitet wurde: "Nur ein wilder Fisch, der sein Leben lang in Freiheit durch das Meer geschwommen ist, ist energiegeladen und schmeckt auch so", hatte der Guide bei unserer Vorbesprechung betont und uns zum Beweis ein Stück Graved-Meerforelle angeboten. Ich habe noch nie in meinem Leben einen so leckeren Fisch gegessen und beschließe: Den will ich auch fangen.

Der Gang in die Ostsee ist gar nicht so leicht

Doch daran ist in der Bucht von Risegård hinter dem Fischernetz nicht mehr zu denken. Wir ziehen weiter westwärts vorbei an frischem Seegras, Tanggürteln und Steinhaufen. Die ideale Grundlage für Meerforellen und Hornhechte, die hier ab Mai die Küste bevölkern. Doch mir fällt der Gang ins hüfttiefe Wasser nicht leicht: Es ist trübe, die Steine sind glitschig, und die ungewohnte Gummikleidung gibt mir mächtig Auftrieb. "Wie findest du den Stehstein links vor uns?", fragt Udo, der meine Unsicherheit spürt. "Genau richtig für mich", sage ich und klettere auf die sichere Insel. Ja, das Meer ist ein kraftvoller Ort, wie mein Angelführer sagt - und ich muss mich erst daran gewöhnen.

Herrliche Küstenlandschaft beim Angeln in Dänemark

Rhythmisch hole ich Wurf um Wurf ein, wie Udo es mir gezeigt hat. Pausen sollen die Fische animieren, das vermeintliche Schwächeln des Köders für eine Attacke auszunutzen. Dabei entspanne ich mich, atme den Duft des Meeres ein und genieße die herrliche Küstenlandschaft in der Abenddämmerung. Im Gegenlicht steht Hannes, ein befreundeter Fliegenfischer. "Das ist wie Tanzen im Dreivierteltakt", denke ich, als ich die sauberen rhythmischen Würfe beobachte. Genau in diesem Moment spüre ich einen Widerstand an meiner Schnur. "Da ist was", rufe ich, - und da ist es auch schon wieder fort. "Wo warst du in deinen Gedanken, als der Fisch gebissen hat?", fragt mich Udo.

Ich schweige. Wie hatte der Guide noch bei der Erklärung der Wurftechnik gesagt: Nur wer sich ganz auf die Rute und die Köderführung fokussiert, wird gute Fänge machen. Hannes zieht einen Fisch nach dem anderen an Land. Aber meist liegen die Forellen noch unter dem Mindestmaß von 40 Zentimetern. Udo zeigt mir, wie wir im Wasser behutsam den Haken lösen und die Fische in die Freiheit entlassen. Nein, unser Lagerfeuer wird an diesem Abend nicht zum Grillfeuer. Aber wir gehen dennoch nicht leer aus: Wir haben Freiheit geschmeckt, Ruhe genossen und von dem alten Handwerk unserer jagenden Vorfahren gelernt. Und morgen geht es wieder hinaus ans Meer.

Weitere Informationen:

Bornholm gilt als Anglerparadies. Von Januar bis April ist die Hochzeit der Meerforellenangler, ab Mai gibt es Dorsche, Hornhechte und Flundern, im Sommer kommen Heringe dazu, im Herbst wieder Meerforellen und Plattfische. Da es rund um die Insel geeignete Angelplätze gibt, findet man je nach Wind, Wasserbewegung und eigenem Bedarf den passenden, ruhigen Platz. Natürlich nur mit der entsprechenden Erlaubnis: Außer für Jugendliche unter 18 und Senioren über 67 Jahren wird ein Angelschein benötigt, der in den Touristenbüros und Postämtern erhältlich ist. Eine Tageskarte kostet 40 dänische Kronen (rund 5 Euro), eine Wochenkarte 130.

Guiding:

  • Torben H. Petersen (E-Mail: hedemann-petersen@mail.dk)
  • Jesper Schiott (Tel.: 0045/5691/03 70, E-Mail: bornholm@sportdres.dk)
  • Udo Schroeter (Tel.: 0045/5859/60 45, E-Mail: rapsbande@web.de, www.udoschroeter.com)

Anreise: Mit der Autofähre von Sassnitz, K¢ge im Großraum Kopenhagen oder Ystad in Südschweden nach R¢nne. Von Kopenhagen aus kann man auch mehrmals täglich nach Bornholm fliegen.

Unterkünfte: Bornholmtours, Sdr. Hammer 2G, DK-3730 Nex¢ (Tel.: 0045/5649/32 00).

Auskunft: Visit Denmark, Glockengießerwall 2, 20095 Hamburg (Tel.: 01805/32 64 63).

Angelführer:

  • Udo Schroeter: Angelführer Bornholm, Die Rapsbande Verlag 2007, 7,95 Euro, ISBN 3-937868-07-0.
  • Angelführer Bornholm, Bornholms Velkomstcenter, 2007, 80 DKK, ISBN 978-87-984956-3-5.

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