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Radfahren in Deutschland mit Qualität: ADFC zeichnet Regionen aus

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Erste RadReiseRegionen vom ADFC ausgezeichnet

17.09.2013, 13:15 Uhr | Hanna Engler, trax.de

Radfahren in Deutschland mit Qualität: ADFC zeichnet Regionen aus. Radfahren in der RadReiseRegion Prignitz. (Quelle: Michael Richter)

Ausgezeichnet Radfahren lässt es sich in der Priegnitz, einer von nur zwei vom ADFC zertifizierten RadReiseRegionen 2013. (Quelle: Michael Richter)

In diesem Jahr hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) nicht mehr nur Radwege in Deutschland ausgezeichnet, sondern neu auch Regionen, die mit besonderer Fahrrad- freundlichkeit überzeugen. Nur zwei Radurlaubs-Ziele in Deutschland haben es geschafft, zur RadReiseRegion 2013 gekürt zu werden: die Prignitz und der Naturpark Lahn-Dill-Bergland. Dafür waren gute Radwege und Übernachtungsmöglichkeiten sowie die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrrad Voraussetzungen. Erhalten Sie in der Foto-Show einen Eindruck der beiden Radreise-Regionen Prignitz und Naturpark Lahn-Dill-Bergland.

Neben Radwegen in Deutschland jetzt auch Regionen zertifiziert

Dass der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) jedes Jahr Radwege in Deutschland als Qualitätsradrouten auszeichnet, ist den meisten Radreisenden wohl bekannt. Insgesamt erfüllen derzeit über 40 Radwege Deutschlands die Qualitätskriterien des ADFC und tragen die Auszeichnung. Das gleiche Verfahren, bei dem vor Ort die Prüfkriterien bewertet werden, soll jetzt auf ganze Urlaubsziele angewendet werden: Mit dem Qualitätslabel ADFC-RadReiseRegion sollen zukünftig besonders fahrradfreundliche Landesteile Deutschlands gekennzeichnet werden. Auf der TourNatur 2013 in Düsseldorf (05. bis 07. September) wurden nun die ersten beiden Modellregionen Prignitz und Naturpark Lahn-Dill-Bergland gekürt.

Kriterien für eine fahrradfreundliche Radreise-Region

Die ADFC-RadReiseRegionen werden in vier Bausteinen bewertet: Radwege, touristische Dienstleistung, Vermarktung und Mobilität. Zu den Kriterien, die auf die Bewertung für Deutschlands Qualitäts-Radwege aufbauen, gehören unter anderem eine einheitliche Wegweisung, das Einsetzen eines vom ADFC geschulten Qualitätsbeauftragten für die Radreise-Region und eine Infrastruktur, die auf der einen Seite mindestens zehn regionale Radtouren aufweist, die die gesamte Region erschließen, und auf der anderen Seite ausgewählte Übernachtungsorte bereithält, in denen Informationsbüros und Informationstafeln für Fahrradfahrer etabliert sind. Auch die Qualität der ausgewählten Radwege, der Gastronomie und die Erreichbarkeit der Radreise-Region fließen in die Bewertung mit ein.

RadReiseRegion 2013: Prignitz in Brandenburg

Die Schönheit der naturbelassenen Landschaft wird nun nicht mehr nur durch den Titel als Unesco-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg bestätigt, sie dürfte auch mit ein Grund dafür sein, dass die Prignitz als erste von nur zwei Regionen in Deutschland als RadReiseRegion vom ADFC ausgezeichnet wurde. Denn wo lässt es sich schöner Radfahren als in weiter, romantischer und ursprünglicher Landschaft? Darüber hinaus hat der Ausbau des Radwegenetzes und die Etablierung des "Knotenpunktwegweiser-Systems" die Qualität für Radreisende weiter erhöht.

Die Knotenpunktwegweisung hilft Radlern, die möglichen Radtouren anhand eines Nummernsystems individuell zu planen. Dabei stellt jede Kreuzung, an der sich mindestens drei Radwege treffen, einen mit einer Nummer versehenen Knotenpunkt dar. Die Knotenpunkte sind gut erkennbar mit weißer Schrift auf roten Schildern markiert. Weiterhin sind auf den Wegweisern die nächsten Knotenpunkte ausgewiesen. Nun kann sich jeder Radfahrer anhand einer Übersichtskarte orientieren, auf der alle 51 Knotenpunkte innerhalb des Radwegenetzes eingezeichnet sind, und überlegen, auf welcher Route es zum nächsten Knotenpunkt weitergehen soll. In der Prignitz kann man so 475 Kilometer auf unterschiedlichen Radtouren befahren.

Auch sonst stimmt offenbar die Qualität: Die Radwege zwischen Elbe und Müritz verlaufen größtenteils abseits der großen Straßen und ohne nennenswerte Steigungen. Eine der schönsten Touren ist laut ADFC die 108 Kilometer lange Bischofstour, die erst im vergangenen Jahr als Radfernweg mit vier Sternen ausgezeichnet wurde. Die Prignitzer Radreise-Region selbst empfiehlt zum Radfahren die Lenzerwische-Tour und die Treffpunkt Adebar-Tour (www.dieprignitz.de/radtouren).

RadReiseRegion 2013: Naturpark Lahn-Dill-Bergland in Hessen

Eingebettet zwischen den Flüssen Lahn und Dill liegt der über 870 Quadratkilometer große Naturpark, der bisher eigentlich nicht unbedingt für Radurlaub in Deutschland bekannt war. Doch die ADFC-Tester hat das umfangreiche Radwegenetz in der romantisch daliegenden Landschaft überzeugt: Abseits von vielbefahrenen Routen führen Radwege durch abwechslungsreiche Täler, die tief eingeschnitten und von unterschiedlichen Reliefstrukturen gekennzeichnet zwischen den Höhen liegen - die Ausläufer des Rothaargebirges, Jagdberg und Sackpfeife, sind mit rund 675 Metern Höhe die höchsten Berge, die es zu überwinden gilt.

Das Angebot im Lahn-Dill-Bergland richtet sich an alle Radfahrer: Leichte Radtouren wie der Aartalseeradweg, Salzböderadweg und Dillradweg sowie die Rotary-Hinterlandtour findet man hier ebenso wie spezielle Themenrouten für Familien mit Kindern. Aber auch ambitionierte Höhenmeter-Sammler können sich im Naturpark im nordwestlichen Hessen austoben. Der ADFC-Vorsitzende der Region Lahn-Dill Gerd Ortmann empfiehlt zum Beispiel eine Radtour zwischen Westerwald und Lahn-Dill-Bergland, die "den Charakter der Gegend am besten (zeigt) – mit Hügeln, Feldern, Wäldern und vor allem mit Weitblick."

Startpunkt ist Herborn, über Dillenburg und die Hirzenhainer Höhe geht es durch den Schelder Wald nach Hirzenhain und auf dem Seenradweg bis ins Tal der Aar. Nach einer gemütlichen Runde um den Aartalsee geht es auf dem gut ausgebauten Aartalradweg zurück nach Herborn. Wer den Rundkurs komplett radelt, hat 1500 Höhenmeter überwunden und 124 Kilometer in den Waden - beachtlich, aber durch die eher moderaten Anstiege auf den Bahntrassen-Radwegen durchaus auch für Freizeit-Radfahrer zu schaffen. Höhenmeter lassen sich auch mit dem Fahrradbus ("Blaue Linie") einsparen, der zwischen Westerwald und Lahn-Dill-Bergland verkehrt (www.lahn-dill-bergland.de).

Mehr Informationen: Zertifizierung von ADFC-RadReiseRegionen

www.adfc.de/radreiseregion

Die vier Bausteine der Klassifizierung zur ADFC-RadReiseRegion:

Qualität der Radwege: Ausgewählte regionale Routen werden nach Qualitätskriterien wie Breite, Oberfläche, Wegweisung, Routenführung und Verkehrssicherheit beurteilt.

Touristische Dienstleistungen: Gut ausgebautes Angebot an Beherbergung und Gastronomie; Informationsmaterialien und Serviceangebote rund um das Fahrrad wie Vermietung und Reparaturservice müssen zur Verfügung stehen.

Vermarktung der Region: Regionale Produkte, Reiseangebote und spezielle Events müssen gut dargestellt und dem Radurlauber vermittelt werden. Auch Vielfalt und Aktualität der Kartenmaterialien sowie der Internetpräsentation werden berücksichtigt.

Mobilität: Wie gut sind die Region und ihre Übernachtungsorte mit öffentlichen Verkehrsmitteln inklusive Fahrradmitnahme erreichbar?

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