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Camping-Oldtimer: historische Wohnwagen und Wohnmobile

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Camping-Oldtimer: Blick ins Freiluft-Museum

17.09.2013, 11:53 Uhr | Max Brodbeck, KGK

Camping-Oldtimer: historische Wohnwagen und Wohnmobile. Historische Wohnwagen: Camping-Gespann mit BMW Isetta. (Quelle: Hajo Giesecke/www.cocev.de)

Die ersten Wohnwagen basierten auf einer Holzkonstruktion und waren vergleichsweise schwer. Doch selbst für kleine Zugmaschinen wie die BMW Isetta gab es schon früh Lösungen. (Quelle: Hajo Giesecke/www.cocev.de)

Auf den Autobahnen Richtung Süden gehören sie zu Ferienzeiten zum gewohnten Bild: Wohnwagen und Wohnmobile. In der rollenden Behausung muss man inzwischen auf keinen Komfort verzichten. Das sah bei den ersten Modellen noch etwas anders aus. Zumindest nach heutigem Maßstab. Wir blicken zurück auf die Anfänge von Hymer, Dethleffs, Westfalia und Co., über Kuriositäten wie das "Fawoboo" bis hin zu der ungebrochenen Erfolgsgeschichte des VW "Bulli". Auf Zeitreise schicken wir Camping-Freunde auch in unserer Foto-Show: Camping-Oldtimer - historische Wohnwagen und Wohnmobile.

Wohnwagen und Wohnmobile: Camping mit Komfort

Die gute alte Bequemlichkeit war ausschlaggebend dafür, dass Caravans (Wohnwagen) und Wohnmobile heutzutage das Bild eines jeden Campingplatzes prägen. Zelte stehen zwischen den rollenden Schlafzimmern nur noch vereinzelt: Es waren wohl ein paar Paddler, also Kanuten und Kajakfahrer, die auf Tour abends normalerweise ihr Zelt an Land aufschlugen. Sie sehnten sich nach ein wenig mehr Komfort nach langen Tagen auf dem Wasser. Also tüftelten sie an Möglichkeiten, das Schlafzimmer per Kraftfahrzeug zum Bestimmungsort zu ziehen.

Als Vorbilder für die ersten selbstgebauten Wohnwagenanhänger in Deutschland dienten Konstruktionen aus Frankreich und England. Obwohl diese Aufbauten aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts datieren, erlebte Caravaning erst in den 60er Jahren einen Boom in Deutschland. Seither tüftelten die Hersteller an immer ausgefalleneren, besseren Konstruktionen.

Evolution im Wohnwagenbau: Aller Anfang ist schwer

Natürlich spielt auch Gewicht eine entscheidende Rolle beim Bau von Wohnwagen. Es soll schließlich auch Zeiten ohne SUVs gegeben haben... Doch die ersten Caravans aus den Werkstätten der Pioniere wie Dethleffs bestanden vor allen Dingen aus Holz. Der natürliche Rohstoff diente als Gerüst für viele der Anhänger und auch die Inneneinrichtung bestand meist aus Holz. Außen umgab Aluminium den Wohnwagen, um ihn und die Insassen vor der Witterung zu schützen.

Entsprechend hoch war aber auch das Gewicht. Für Fahrzeuge wie den VW Käfer, der das am weitesten verbreitete Auto war, limitierte der Hersteller die Anhängelast auf 390 Kilogramm. Folglich durften Wohnwagen nicht schwerer sein. Und über die Berge wollte man ja auch, Richtung Mittelmeer.

Zeltanhänger, Falt-Wohnboote und andere Blüten

Um das Gewichtsproblem in den Griff zu bekommen, experimentierten viele Hersteller mit den unterschiedlichsten Konzepten und Materialien. Dabei spielte auch das gute, alte Zelt eine Rolle: Schließlich wiegen Zelte verhältnismäßig wenig, sind mehr oder weniger wetterfest und lassen sich klein verstauen. Diese Eigenschaften versuchte manch ein Hersteller auf die Idee Wohnwagen zu übertragen und konstruierte Zeltanhänger, die auch unter dem Begriff "Faltcaravan" bekannt sind. Diese punkteten mit geringer Bauhöhe im verpackten Zustand, einem aber durchaus üppigen Platzangebot im ausgeklappten Zustand.

Wieder andere kombinierten die Zeltanhängeridee mit den Vorzügen eines Feststoff-Wohnwagens: Niedrige Transporthöhe, großes Platzangebot und obendrein ein Paddelboot waren die Vorzüge des Fawoboo. Fawoboo steht für Fahren-Wohnen-Boot und stammt aus der Boomzeit des Caravaning in den 60er Jahren. Das Dach des Anhängers lag auf den aufgestellten Wohnwagenwänden auf und diente (einmal umgedreht) auch als Wasserfahrzeug.

Polyester im Wohnwagenbau: Kunststoff der Träume

Mit dem Siegeszug des Werkstoffs Polyester eröffneten sich den Caravan-Bauern neue Möglichkeiten in punkto Größe und Gestaltung. Der Kunststoff wiegt wenig, lässt sich beinahe beliebig in Form bringen und ist zudem sehr haltbar. Damit stand auch größeren Wohnwagenkonstruktionen nicht mehr allzu viel im Weg: der umbaute Raum wuchs an, das Gewicht der fahrenden Säle blieb fortan im Rahmen.

Dem Polyester ist auch der Siegeszug des Wohnmobils zu verdanken: Durch seine Flexibilität bei der Formgebung erlaubte das Material die Gestaltung sogenannter Alkoven-Wohnmobile. Diese verfügen über eine Schlafkabine über dem Fahrerhaus und eine Art Wohncontainer im hinteren Fahrzeugteil. Derartige Fahrzeuge waren und sind vergleichsweise günstige Wohnmobile. Sie gelten seit ihrer Einführung Ende der 70er-, Anfang der 80er-Jahre auch für Familien als erschwinglich und machten so dem klassischen Kastenwagen à la VW Bus Konkurrenz.

VW Bulli: das deutsche Modell T

Eine ganz eigene Erfolgsgeschichte schreibt dennoch der VW Bus oder Bulli: Seit in den 50ern die ersten Campingbusse auf Volkswagen-T1-Basis entstanden, hat sich der kleine Transporter eine riesige Fangemeinde erarbeitet. Bis zum heutigen VW T5 ungebrochen, gilt der umgangssprachlich VW Bus genannte Kastenwagen als Synonym für Campingbusse mit variabler Ausstattung – so zum Beispiel mit oder ohne klappbarem Aufstelldach inklusive zweier Schlafplätze sowie mit herausnehmbaren Möbeln oder fest installierter Kochgelegenheit und Sanitäranlage. Und auch bei der Anzahl der Sitzplätze gibt es über die Generationen und die Modelle Unterschiede: Bis zu neun Personen finden in aktuellen Modellen bequem Platz. Früher waren es zum Teil lediglich fünf Personen. Aber das VW-Bus-Feeling war früher authentischer – sagen jedenfalls treue Anhänger.

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