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Radtouren: mit dem Fahrrad durch die Weinberge Europas

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Radfahren in den Weinbergen Europas

09.05.2014, 10:36 Uhr | Armin Herb, srt

Radtouren: mit dem Fahrrad durch die Weinberge Europas. Radfahren in Europas Weinregionen. (Quelle: SRT /Steiermark Tourismus )

Genießen heißt es in Europas Weinregionen - und zwar nicht nur kulinarisch, sondern auch auf dem Fahrrad. (Quelle: Steiermark Tourismus /SRT )

Die Weinregionen Europas sind Top-Urlaubsziele für Frühjahr und Herbst. Nicht nur für Liebhaber edler Tropfen, sondern auch für Aktivurlauber. Wanderer wissen es längst: Weinberge eignen sich auch für herrliche Radtouren. In den teils recht steilen Hängen führen nämlich erstaunlich angenehm zu fahrende Radwege durch die Rebenhaine. Und nach der Tour wartet in urigen Weinkellern und gemütlichen Besenwirtschaften schon eine kulinarische Stärkung. Mehr in unserer Foto-Show: Mit dem Fahrrad durch Europas Weinregionen.

Ahr: an der wilden Tochter des Rheins entlang

Klein und fein ist mit nur 560 Hektar das Weinanbaugebiet an der Ahr - Platz zehn in Deutschland. Nichtsdestotrotz gedeihen hier die Trauben vor allem für einen feinen Roten. Mittendurch windet sich am Fluss Ahr, des "Rheins wildeste Tochter", entlang der 90 Kilometer lange Radweg.

Von Eifelhöhen in Blankenheim durch die Weinberge, vorbei am berühmten Kurort Bad Neuenahr bis hinunter an die Mündung in den Rhein bei Sinzig - übrigens ein Naturschutzgebiet mit seltenen Pflanzen und Tierarten. Der Tipp für die Liebhaber eines guten Tropfens: Die besten Weingüter und Straußwirtschaften gibt's zwischen Altenahr und Bad Bodendorf (www.ahrweg.de und www.ahrtal.de).

Württemberg: Radrouten für jeden vor den Toren Stuttgarts

Wo Trollinger und Riesling reifen und man zum Weintrinken Schlotzen sagt, ist die Weinstube Württembergs. Von Esslingen auf der Schwäbischen Alb bis zur Neckarmündung bei Remseck wächst die Rems auf ihrem 80 Kilometer langen Weg vom kleinen Bächlein zum Nebenfluss des Neckar an.

Durch das Württemberger Weinland vor den Toren der Landeshauptstadt Stuttgart wurden sechs Radrouten in verschiedenen Schwierigkeitsstufen ausgeschildert - entlang von Streuobstwiesen, Wäldern und grünen Auen, vorbei an Weinbergen und durch verwinkelte Dörfer und Städtchen. Die Hauptroute führt fast ohne Steigungen entlang der Rems vom Neckartal-Radweg bei Remseck bis nach Schwäbisch Gmünd.

Sehenswert ist übrigens auch so manches im Remstal, etwa der Limes in Schwäbisch Gmünd und das alte Waiblingen, das an der Deutschen Fachwerkstraße liegt. Oder Lorch mit seinem romanischen Kloster, wo Friedrich Schiller drei Jahre lang zur Schule ging. Und der Dichter Eduard Mörike weilte als Hobbytöpfer im damaligen Luftkurort (www.remstal-route.de)

Elsass: eine der ältesten Touristenrouten Frankreichs

Das Elsass zählt zu den Klassikern beim Thema Wein und Wellness. Die Elsässer Weinstraße ist eine der ältesten Touristenrouten Frankreichs. Der Clou daran: Es führt eine eigene beschilderte Radroute durch die Weinreben. Von Wissembourg im Norden an der deutschen Grenze schlängelt sie sich bis nach Orschwiller, fast 200 Kilometer durch putzige Fachwerkdörfer und Städtchen, wie Obernai und Saverne, durch fast 15.000 Hektar Rebland, wo in erster Linie Riesling-, Pinot Blanc- und Gewürztraminer-Trauben wachsen.

Ein kleiner Tipp dazu: Unbedingt mal Baeckeoffe probieren, ein Eintopf mit Lauch, Kartoffeln und in Weißwein mariniertem Fleisch, zum Beispiel in der Traditions-Taverne Katz in Saverne (www.tourismus-elsass.com).

Steiermark: Region abseits vom Massentourismus

Blaue Wildbacherrebe heißt das edle Gewächs, aus der ausschließlich der Schilcherwein gekeltert werden darf. Die Trauben für den spritzigen Roséwein wachsen vor allem im Südwesten der Steiermark im Schilcherland mit den bekannten Orten Stainz, Eibiswald und Deutschlandsberg. Eine landschaftlich liebliche, saftig grüne Region, etwas abseits vom Massentourismus.

Einen guten Querschnitt durch Natur und Kultur bietet die Nord-Südroute der Schilcherweinstraße, die allerdings eher den Autowanderern zu empfehlen ist. Radtouristen halten sich besser an die Schilcherland-Tour "Steirische Toskana", an die Zwei-Flüsse-Tour entlang der Saggau und der Schwarzen Sulm oder an die Austria-Slovenija-Runde mit Abstecher über die Grenze in die slowenische Steiermark.

Kulinarisch ist das Schilcherland übrigens auch jenseits des süffigen Weines ein attraktives Ziel. Viele Buschenschänken überbieten sich im Angebot an selbstgemachten Produkten, vom deftigen G'selchten bis hin zu Ziegenkäse und vegetarischen Brotaufstrichen mit Kürbiskernöl (www.steiermark.com, www.schilcherland.at, www.suedweststeiermark.at).

Südtirols Süden: ohne Verkehr zu Weindörfern und Seen

Radreisende fahren hier oft nur durch auf dem Weg von Meran nach Bozen und weiter auf der Via Claudia Augusta an der Etsch entlang Richtung Adria. Dabei würde sich ein Abstecher in die Weingärten zwischen Terlan und Tramin durchaus lohnen, nicht nur wegen des guten Tropfens, der hier in Südtirol gedeiht und in gemütlichen Winzerhöfen und Gasthäusern ausgeschenkt wird. Bestens gepflegte Wege führen in der Heimat des Gewürztraminers, des St. Magdaleners und der autochthonen Rebsorte Lagrein überwiegend verkehrsfrei zu den Weindörfern, wie St. Michael oder Kurtatsch, und zum auch im Spätsommer noch badewarmen Montiggler See und zum Kalterer See.

Jenseits des Weines empfehlen sich Ausflüge unter anderem zur Kirche St. Pauls in Eppan und zur Burg Hocheppan. Mehr als 180 Burgen, Schlösser und edle Ansitze bestimmen das liebliche Landschaftsbild rund um Eppan an der Südtiroler Weinstraße. Und falls es doch mal zu ländlich sittlich werden sollte, lockt ein Radausflug in die nahe Landeshauptstadt Bozen, zum Shoppen, Schlemmen oder Sightseeing. Zum Beispiel ist dort auch der berühmte "Ötzi" im Südtiroler Archäologiemuseum zu sehen (www.suedtirols-sueden.info).

Loire: Schlösser und Burgen im Garten Frankreichs

Jardin de la France, der Garten Frankreichs, nennt sich das Loiretal. Gut zu verstehen, wenn man die vielen Obst- und Gemüsefelder sieht, während sich die Weingärten auf den ersten Blick etwas verstecken. Aber die Reben sind allgegenwärtig, oft etwas abseits des Flusses oder in den Seitentälern tragen sie die Trauben für edle Sauvignon Blanc-Weißweine, wie den Sancerre und Pouilly Fumé. Auf den rund 70.000 Hektar Rebland wachsen auch die Früchte für Rot- und Roséweine - meist Pinot Noir. Außerdem ist das Val de Loire um Saumur nach der Champagne das zweitgrößte Sektrevier Frankreichs.

Noch berühmter als der Wein sind die Schlösser und Burgen an der Loire. Mehr als 400 aristokratische Behausungen aus allen Epochen der europäischen Kunstgeschichte seit dem Mittelalter verteilen sich über die Region, darunter einige kulturhistorisch herausragende Bauwerke, wie die Schlösser von Amboise, Blois, Chambord und Chenonceau. Und zu Wein und Schlössern führt Frankreichs am besten ausgebauter Radweg "La Loire à Vélo" (www.schlosser-der-loire.com).

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