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Spuren im Schnee: mit Wildführern auf der Pirsch

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Spuren im Schnee: mit Wildführern auf der Pirsch

19.12.2013, 12:16 Uhr | Heidi Siefert, srt

Spuren im Schnee: mit Wildführern auf der Pirsch. Rotwild-Hirsch in Schnee-Landschaft. (Quelle: imago/blickwinkel)

Im Winter sollte man auf gar keinen Fall das Wild aufscheuchen. Unter fachkundiger Anleitung ist die Pirsch dagegen erlebnisreich wie naturverträglich. (Quelle: blickwinkel/imago)

Wandern im Winter, das ist schon an sich ein besonderes Erlebnis. Still ist es im Winterwald. Die Natur scheint zu schlafen. Doch die unter einer scheinbar unberührten, glitzernden Schneedecke liegende Landschaft steckt auch in der kalten Jahreszeit voller Leben. Bei Wanderungen mit Wildführern in Südtirol, Österreich, der Schweiz und in Deutschland gehen Urlauber auf Spurensuche.

Südtirol: Spurensuche im Val Gardena

Gämse, Fuchs oder Schneehase? Wer setzte den Abdruck in den Schnee? Roman Runggaldier weiß es genau. Und vieles mehr, worauf er den Blick seiner Begleiter lenken kann. Der Holzschnitzer und Wildhüter aus dem Grödnertal nimmt seit zehn Jahren Gäste mit auf Spurensuche ins unberührte Langental. Nicht selten entdeckt man äsende Gämsen oder einen Adlerhorst auf einem Felsvorsprung. Mit Glück hoppelt ein gut getarnter Schneehase vorbei. Und wenn nicht, machen allein die begeisternden Erzählungen Runggaldiers die Wanderung zu einem besonderen Erlebnis.

Treffpunkt ist jeden Mittwoch um 13.30 Uhr am Parkplatz Langental. Die Tour dauert etwa drei Stunden und kostet 20 Euro. Ermäßigungen gibt es für Gäste von Gardena-Active-Betrieben (Val Gardena Active, Mëisulesstr. 213, I-39048 Wolkenstein in Gröden, Tel. 0039/0471/777906, www.valgardena-active.com).

Tirol: Naturkunde an den Ufern des Lech

Wer wusste, dass Rotwild aus dem Stand 2,5 Meter hoch springen kann, dass ein Fuchs auf Nahrungssuche in einer Nacht bis zu 40 Kilometer zurücklegt oder der Dachsschädel so stabil ist, dass die Knochen unversehrt blieben, wenn ihn ein Kleinwagen überrollte? Wer sich mit Walter Stoll und seinen Kollegen auf Spurensuche im Naturpark Tiroler Lech begibt, der erfährt eine Menge über Flora und Fauna. Dabei gilt es nicht nur mit offenen Augen durch die verschneite Winterwelt am Ufer des Lech zu spazieren. Im voll gepackten Rucksack hat Stoll viel Anschauungsmaterial vom Rehkrickerl (Geweih, Anm. d. Red.) bis zum Iltisfell.

Zweistündige Tierspurenwanderungen werden von Ende Dezember bis Ende März dienstags und donnerstags angeboten. Die Anmeldung bis 16 Uhr am Vortag ist obligatorisch, mit Aktivcard oder Gästekarte ist die Teilnahme kostenlos (Naturpark Tiroler Lech, Infostelle, A-6671 Weissenbach am Lech, Tel. 0043/676/885087941, www.naturpark-tiroler-lech.at).

Hohe Tauern: magische Winterwelt am Fuße des Großglockner

Wo ist da Platz zum Stehen? Das fragt man sich, wenn man einen imposanten Steinbock auf einem winzigen Felsvorsprung erspäht. Mit Wildhütern des Nationalparks Hohe Tauern kann man hinein gehen in die Lebenswelt von Steinbock und Gämse, Bartgeier, Steinadler und Schneehuhn. Mit Schneeschuhen, Fernglas und Teleskopen geht es auf einer weiten Runde durch die Winterwelt des Großen Fleißtales.

Die Exkursionen unter dem Titel "Magische Momente" finden von Mitte Dezember bis Ende März statt und sind in der Regel kombiniert mit einer Schneeschuhtour und einer Abfahrt mit dem Rodel. Jeden Montag um 10.15 Uhr startet die fünfstündige Tour an der Talstation der Großglockner Bergbahn. Immer mittwochs um zehn Uhr beginnt die vierstündige Exkursion ab Nationalparkzentrum Mallnitz (Nationalparkregion Hohe Tauern, Hof 4, A-9844 Heiligenblut, Tel. 0043/4824/2700, www.nationalpark-hohetauern.at).

Wallis: zu den Futterplätzen im Saastal

Auf die Spuren der Gämsen begeben sich Lori Bigler-Bumann und seine Gäste. Da werden die Äseplätze aus respektvollem Abstand besucht oder eine Futterstelle für Hirsche und Rehwild, die bei besonders kaltem Wetter hier vom Jäger gefüttert werden. Unterwegs erfährt man viel über Steinwild, Hasen, Marder, Fuchs und Wiesel, deren Spuren Muster im frischen Schnee hinterlassen.

Von 1. Dezember bis 30. April geht es jeden Dienstag um 13 Uhr von einem individuell vereinbarten Treffpunkt in die Berge. Anmeldeschluss ist am Vortag um zwölf Uhr (Tel. 0041/279/586000, lori@hotel-britannia.ch), inklusive Leihmaterial kostet die Tour 38 ChF (Saas-Fee/Saastal Tourismus, Am Dorfplatz, CH-3910 Saas-Grund, Tel. 0041/27/9581855, www.saastal.ch).

Harz: dem Luchs am Brocken auf der Spur

"Eindeutig Luchspfote", sagt der Ranger, der mit einer Gästegruppe durch die sagenumwobene Wildnis des Brocken wandert. Statt Brockenhexen sieht man die Spuren der größten europäischen Wildkatze, die Anfang 2000 erstmals in Deutschland hier wieder angesiedelt wurde. Eine kleine Population lebt seitdem wieder im deutsch-tschechischen Grenzbogen. Sehen wird man die scheuen Tiere in der Wildnis kaum, doch ihren Spuren zu folgen und die Geschichten der Ranger zu hören, macht einem auch so das Tier vertrauter.

Zu mehreren Terminen im Winter gibt es vom Nationalparkhaus Schierke aus etwa dreistündige Tierspuren-Wanderungen. An der Rabenklippe in Bad Harzburg kann man auch eine Luchsfütterung beobachten. Damit die Gruppen nicht zu groß werden (maximal 6 Personen) ist eine Anmeldung zwei Werktage vor der Tour notwendig (Nationalparkhaus Schierke, Brockenstraße, 38879 Schierke, Tel. 039455/8680, www.schierke-am-brocken.de).

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