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Winterwandern: Tipps zu Ausrüstung und Tourenplanung

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Winterwandern: Wandern auf weißer Flur

20.01.2014, 11:30 Uhr | JE, KGK

Winterwandern: Tipps zu Ausrüstung und Tourenplanung. Winterwandern. (Quelle: Kleinwalsertal Tourismus)

So viel Schnee gibt es derzeit nur in den Hochlagen. Schade, denn Winterwandern ist sehr reizvoll. (Quelle: Kleinwalsertal Tourismus)

Wer ans Wandern denkt, der träumt normalerweise von saftigen Wiesen und gemütlichen Hütten an einem warmen Sommertag. Doch es geht sich auch wunderbar anders: Natürlich muss sich der Winterwanderer dicker einpacken und passendes Schuhwerk mitbringen, doch dafür erwarten ihn verschneite Bäume, zugefrorene Seen und ein romantisches wie meist stilles Winterwunderland. Und wer sich vorher entsprechend informiert, dem bleibt auch der wohlverdiente Hüttenaufenthalt nicht verwehrt. Sehen Sie mehr zu unseren Tipps fürs Winterwandern in unserer Foto-Show.

Winterwandern findet findet immer mehr Anhänger

Man spricht aus gutem Grund gerne vom "Winterwunderland": Die weiße Schneedecke verhüllt selbst die Bäume und scheint alle Geräusche zu schlucken. Wenn obendrein die tief stehende Sonne für ein Glitzern sorgt, ist die romantische Kulisse perfekt. Kein Wunder also, dass Winterwandern hierzulande immer mehr Anhänger findet. Wir geben Tipps für Wanderungen in der kältesten Jahreszeit, zur passenden Ausrüstung und was man draußen beachten muss.

Bekleidung fürs Winterwandern: Warm eingepackt

Eine wichtige Voraussetzung für den Winterwanderspaß ist die passende Kleidung. Dabei sollte man auf das textile Zwiebelprinzip setzen. Darunter versteht man ein Bekleidungssystem aus drei Lagen, die zusammen ein "Funktionssystem" bieten und eine schnelle Anpassung an Witterungsbedingungen wie Aktivität ermöglichen. Das Drei-Lagen-System besteht aus einer Funktionswäsche (direkt auf der Haut), einer wärmenden Isolationslage und der Außenlage, die vor Wind und Wetter schützt.

Die Funktionswäsche bildet die Basis des wärmenden Systems und kümmert sich um den Abtransport von Schweiß. Bei der zweiten Lage hat man die Wahl: Fleece in unterschiedlichen Dicken, eine dünne Daunenjacke oder eine Jacke mit feuchtigkeitsunempfindlicher Kunstfaserfüllung. Tipp: Bei großer Kälte lassen sich auch zwei Isolationsschichten miteinander kombinieren. Bei der dritten Lage ist eine wasserdichte, atmungsaktive Jacke die erste Wahl.

Ausrüstung fürs Winterwandern: Mit Stock und...

Trekking-Stöcke sind ebenfalls hilfreich bei Wanderungen in verschneiten Landschaften. Mit einem großen Teller erleichtern sie das Spuren im Schnee und verbessern die Standfestigkeit. Ansonsten verstaut man in einem kleinen Rucksack ein warmes Getränk und einen Snack. Empfehlenswert ist es auch, eine Stirnlampe einzupacken, da man im Winter gerne mal von der Dunkelheit überrascht wird.

Schuhe fürs Winterwandern: Sicherheit am Fuß

Beim Winterwandern sorgt das passende Schuhwerk nicht nur für warme und trockene Füße - es ist ein ganz wichtiger Sicherheitsaspekt. Wanderschuhe für die kalte Jahreszeit müssen einen festen, stabilen Aufbau besitzen und sollten einen hohen Schaft haben. Außerdem ist eine wasserdichte, aber atmungsaktive Membran wie zum Beispiel Gore-Tex unverzichtbar: sie schützt die Füße vor Nässe und Kälte.

Spezielle Winterschuhe sind häufig mit einem Thermofußbett oder einer zusätzlichen Isolierung ausgestattet. Bei winterlichen Bedingungen ist die richtige Sohle das A und O. Am besten ist man mit einer steifen, sehr griffigen und tief profilierten Sohle unterwegs, denn sie bietet bei Schnee und Eis guten Halt. Einige Schuhhersteller bieten spezielle Wintersohlen, die dank winziger Glaspartikel oder Spikes in der Sohle sehr gute Rutschfestigkeit auf Glatteis bieten.

Bei eisigen Bedingungen sollten Grödel im Rucksack des Winterwanderers nicht fehlen. Die leichten Steigeisen leisten wertvolle Dienste, wenn es rutschig wird. Modelle aus Gummi eignen sich besonders gut für kurze Passagen. Wer viele Winterwanderungen unternimmt, sollte besser auf solide Modelle aus geschmiedetem Stahl zurückgreifen. Besonders nützlich sind bei reichlich Schnee Gamaschen, die verhindern, dass Schnee und Nässe in die Schuhe gelangen. Mehr zum richtigen Grip auf Schnee und Eis lesen Sie hier.

Wege fürs Winterwandern: Wohin soll es gehen?

Einfach raus und drauf loswandern? In ungefährlichen, flachen Gebieten oder auf sicheren Wegen in den Bergen kein Problem. Muss aber nicht sein, denn mittlerweile gibt es unzählige Winterwanderwege, die als solche ausgeschildert sind und jede Menge Literatur rund um das Thema mit Tourentipps. Viele Tourismusregionen haben auf die Nachfrage nach Winterwanderwegen reagiert und weisen spezielle Wege aus. Wer einen offiziellen Wanderweg wählt und sich vorher im Tourenbuch oder bei der Touristeninformation erkundigt, geht auf Nummer sicher und weiß über die Tour (Strecke, Länge, Schwierigkeit, Höhenmeter und Einkehrmöglichkeiten) Bescheid.

Gefahren beim Winterwandern: nicht die Orientierung verlieren

So schön Wanderungen in verschneiter Landschaft und in der Bergwelt sind, es kann durchaus auch gefährlich werden. Man darf nie vergessen, dass - vor allem im Hochwinter - die Tage sehr kurz sind. Bei langen Touren also unbedingt früh aufbrechen, Stirnlampe einpacken und einen zeitlichen Puffer einplanen.
Bei hoher Schneelage muss man sehr genau auf die Beschilderung achten und am besten eine Karte mitnehmen, falls Wegmarkierungen unter der Schneedecke versteckt sind.

Nicht unterschätzen sollte der Winterwanderer das Wetter. Rasche Wetterumschwünge und vor allem starke Schneefälle erschweren die Orientierung enorm. Also: Wettervorhersage checken und mindestens zu zweit auf Tour zu gehen. Eine weitere große Gefahr stellen Lawinen dar. Vor allem nach starken Schneefällen und hoher Sonneneinstrahlung muss man in Bergregionen bei der Tourenwahl auf Nummer sicher gehen. Dazu informiert man sich am besten im Tourismusamt und wählt einen ausgeschriebenen Winterwanderweg, der als sicher gilt.

Weiterführende Literatur:

• Wolfgang Taschner. "Winterwandern zwischen Kempten und Berchtesgaden". Bruckmann Verlag.
• Heinrich Bauregger. "Die schönsten Winterwanderungen". Bruckmann Verlag. 

• Reinhold Forster. "Winterwandern in den Ostalpen". Frischluft Edition.
• Rainer Höh. "Winterwandern Ratgeber". Reise Know-How Verlag.
• Michael Erle. "Winterwandern im Schwarzwald", G.Braun Buchverlag.

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