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Korea: Wandern im Nationalpark Seoraksan

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Korea: Wandern im Nationalpark Seoraksan

03.02.2014, 12:03 Uhr | Philipp Laage, dpa-tmn

Korea: Wandern im Nationalpark Seoraksan. Korea: Steile Felswände im Nationalpark Seoraksan. (Quelle: dpa/tmn/Philipp Laage)

Steile Felswände prägen den Nationalpark Seoraksan im Osten Koreas. (Quelle: Philipp Laage/dpa/tmn)

Koreas Nationalpark Seoraksan ist der beliebteste zum Wandern - zumindest bei einheimischen Urlaubern. Das ist durchaus verständlich: Einsame Pfade und gut ausgeschilderte Wanderwege locken im Sommer durch die zackigen Felsen, Bäche und Wasserfälle des Taebaek-Gebirges. Europas Urlauber allerdings, die Berge à la Alpen in einer fremden, geheimnisvollen Welt suchen, denen wird diese wohl fremd bleiben. Die Natur aber, wild und reizvoll, kann durchaus überzeugen: Sehen Sie Bilder von Koreas Nationalpark Seoraksan in der Foto-Show.

Koreas Kultur im Nationalpark Seoraksan

Unzugänglich wirkt das Taebaek-Gebirge auf den Besucher aus Europa. Nebel hüllt die Gipfel ein, Kiefern krallen sich in den Fels. Zum Glück sind hier am Eingang zum Nationalpark Seoraksan im Osten Koreas überall die Insignien des modernen Wanderers zu erkennen: Wanderstiefel mit Profilsohle und bunte Funktionsjacken. Auch dank der zahlreichen Wegtafeln kommt man sich nicht mehr so verloren vor.

Als gerade heimatliche Alpenromantik aufkommen will, passiert der Wanderer eine Ansammlung von Fressbuden und Souvenirläden. "Have a nice day" in Neonschrift, vergilbte Gemälde. 100 Meter weiter sitzt ein 16 Meter hoher Buddha aus Bronze auf einem Lotusthron. In seinem hohlen Bauch befinden sich drei heilige Reliquien.

Etwas weiter steht ein buddhistisches Gotteshaus, der Tempel des Göttlichen Gedeihens. Er wurde im siebten Jahrhundert von einem Mönch gegründet und mehrfach wieder aufgebaut. Bewacht wird er von Kriegerstatuen, den vier himmlischen Königen. Der Besucher hängt seine Gebete an kleine Lampen, die den Tempel abends pink erleuchten. Ein Licht zwischen Kitsch und Mystik.

Wandern zwischen Fels und Wasser

"Das Zusammenspiel aus Fels und Wasser macht den Park besonders", sagt Charlie Kwak. Der 56-Jährige ist Manager des einzigen Hotels im Park. "Viele koreanische Maler kommen hierher und zeichnen die Landschaft." Im Herbst, wenn der Wechsel der Jahreszeiten die Blätter färbt, treten sich die Besucher auf den penibel ausgeschilderten Pfaden auf die Füße. "Dann kommen 20.000 Besucher pro Tag, alles staut sich vor dem Park."

Melancholische Einsamkeit im Sommer

Kwak spricht von der Pali-Pali-Kultur. Der Begriff bedeutet so viel wie "Beeilung" oder "schneller". Die Koreaner wollen rasch zu einem der Panorama-Schauplätze, Fotos machen und wieder abreisen. Die Seilbahn auf den Daecheong, den höchsten Berg, wurde nicht gebaut - zum Glück, findet Kwak: "Sonst kämen noch mehr Touristen."

Wer im Sommer nach Seoraksan kommt, steigt über steile Pfade aus den Tälern auf und läuft stundenlang einsam über die schroffen Höhenzüge. Zieht Nebel auf, liegt eine melancholische Einsamkeit über dem Gebirge, die bald auf das Gemüt schlägt. So besucht der Reisende eine der wenigen bewirtschafteten Hütten des Nationalparks und hofft auf eine heimelige Gaststube.

Seoraksan bleibt eine fremde Welt.

Endlich angekommen, taucht hinter einem Schiebefenster ein Gesicht auf. Der Gast fragt: Haben Sie einen Schlafplatz für die Nacht? Untröstliche Augen. Aber ist die Hütte denn voll? Ein Schweigen, das wohl "Nein" bedeutet. Unschlüssigkeit. Gibt es etwas zu essen? Der Mann reicht eine Tütensuppe. Der Reisende hat keinen Gaskocher dabei und steigt ab ins Tal. Eine vertraute Sehnsucht nach den Bergen hat ihn nach Seoraksan gelockt - es bleibt eine fremde Welt.

Weitere Informationen zum Wandern im Nationalpark Seoraksan

Anreise: Von Deutschland aus gibt es Direktflüge nach Seoul. Von dort erst mit einem Reisebus in etwa drei Stunden nach Sokcho, dann mit einem Regionalbus zum Parkeingang.

Übernachtung: Direkt vor dem Parkgelände gibt es mehrere Hotels. Eine Pension befindet sich im Park. Entlang der Wanderwege gibt es nur wenige einfache Hütten. Einen Lagerplatz sollte man vorher reservieren.

Geld: Ein Euro entsprechen 1465 Won (Stand: Januar 2014).

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