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Outdoor-Urlaub in Afrika: Von Malawi bis Marokko

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Outdoor-Urlaub in Afrika - Richtung Süden!

06.02.2014, 11:36 Uhr | BW, KGK

Outdoor-Urlaub in Afrika: Von Malawi bis Marokko. Radtour in Afrika: Lesotho. (Quelle: Till Gottbrath)

Lesotho per Bike zu erkunden ist keineswegs abwegig. "Normale" Fahrzeuge halten den Straßen sowieso nicht lange Stand. (Quelle: Till Gottbrath)

Wir Europäer sind durchaus verwöhnt. Unser Kontinent bietet Strände und Berge, idyllische Seen und wunderbare Weiten, den warmen Süden und den kühlen Norden. Doch auch andere Kontinente haben schöne Orte... Und wie! Wir liefern ein paar Inspirationen für spannende Outdoor-Aktivitäten über dem europäischen Tellerrand hinaus: Afrikas lohnende Destinationen für Aktivurlauber sehen Sie auch in unserer Foto-Show.

Marokko: Surfen, Wüsten-Trekking, Bergsteigen

Beginnen wir im Norden mit dem Tor zu Afrika: Marokko. Den Flughafen Marrakesch-Menara fliegen diverse Fluglinie von Deutschland aus regelmäßig an. Die Verbindung von Flughafen und Innenstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist verhältnismäßig gut ausgebaut. Kein Wunder, schließlich hat sich der Tourismus zu einer bedeutenden Einnahmequelle des Landes entwickelt - mit um die 10 Millionen Besuchern im Jahr.

Die Landschaft Marokkos ist extrem abwechslungsreich. Der Hohe Atlas teilt das Land vom Südwesten bis zum Nordosten und so genießt man im Norden ein mediterranes Klima, während es im Süden eher kontinental geprägt ist. Entsprechend vielfältig ist das Angebot für sportliche Marokko-Urlauber. Der Großteil der Küstenlinie liegt am Atlantik und ist bei Surfern sehr beliebt. Moulay Bousselham gilt (noch) als Geheimtipp: Einheimische verbringen hier ihre Zeit auf Brett und Welle. Rund um Agadir liegen viele Küstenorte mit der nötigen Infrastruktur, um den Einstieg ins Surfen zu finden: eine gemäßigte Brandung, Schulen mit Materialverleih und Surflehrer, die zumeist Englisch (manchmal sogar Deutsch) sprechen.

Deutlich trockener geht es in der Sahara zu: Im Südosten Marokkos liegen die Ausläufer der größten Trockenwüste der Erde. Die Mischung aus Wüstenlandschaft und Gebirge ist ein beliebtes Ziel für Biker und Outdoorsportler gerade über die Wintermonate. Der DAV Summit Club bietet hier beispielweise eine 15-tägige Mountainbike- und Kultur-Tour, die durch Steinwüsten und Sanddünen genauso führt wie durch Flusstäler, dichte Bergwälder und fruchtbare Datteloasen. Auch eine Trekkingtour mit Kamelen sollte man nicht auslassen. Wer hingegen den Wettkampf sucht: Das "Titan Desert" (27. April bis 02. Mai 2014) ist ein sechstägiges MTB-Etappenrennen durch den Hohen Atlas und die Wüstenregionen - unvergessliche Erlebnisse garantiert!

Das Atlasgebirge reicht im Nordwesten bis nach Tunesien, doch der höchste Gipfel, der Djebel Toubkal (4167 Meter), liegt in Marokko. Der Ausgangspunkt für eine Besteigung ist das Dorf Imlil, nur 65 Kilometer von Marrakesch entfernt. Von dort kann man in zwei Tagen den Djebel Toubkal in Angriff nehmen. Alpine Erfahrung, die richtige Ausrüstung und Kondition sind natürlich Grundvoraussetzung. Für Menschen ohne Gipfel-Ambitionen bietet das Atlas-Gebirge eine Fülle an Trekking-Möglichkeiten unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade.

Malawi: Safari, Wassersport, Trekking, Klettern

Nicht gerade das erste Land, das einem zu (Zentral-)Afrika einfällt. Schade eigentlich. Woran das liegt? Nun ja, Hotels mit westlichem Standard sind eher selten. Der Individualreisende sollte also in Punkto Unterkunft eine gewisse "Leidensfähigkeit" mit sich bringen, wenn er im Hinterland unterwegs ist. Dafür bietet Malawi gleich Dreierlei: Da wären Nationalparks und ihre Safaris - das typische Afrika-Erlebnis. Dann gibt es den Malawisee, mit einer Länge von 570 Kilometer einer der größten Seen in Afrika und zudem der fischartenreichste. Er ist deutlich weniger frequentiert als die große Schwester, der Victoriasee.

Zu Safaris und Wassersport gesellt sich eine dritte Attraktion: Das Mulanje-Massiv. Über 3000 Meter ragt der Gebirgszug in die Höhe. Doch einfach drauf los sollte der Trekker hier nicht marschieren. Alpine Erfahrung und gute Orientierung sind unerlässlich! Es empfiehlt sich, in den umliegenden Städten Blantyre und Lilongwe einen ortskundigen Bergführer zu engagieren, der für einen Tag etwa 3500 Malawi-Kwacha (MWK) verlangt - das sind umgerechnet etwa 6 Euro. Diese sind gut investiert, denn das Gelände ist teilweise sehr schwierig und die Höhenunterschiede groß. Die vereinzelten Hütten der Forstverwaltung und des Mountain Club of Malawi sind nicht bewirtschaftet. Was man zu sehen bekommt? Von Montan-, Kiefern- und Nebelwäldern bis hin zu hochalpinen Felsklüften und Gratpfaden alles: Das Gelände kann von riesigem Geröll so zerklüftet sein, dass ein Kilometer Luftlinie gute drei Stunden Marsch erfordert.

Ist man bereit und fit genug, sich dieser Herausforderung zu stellen, wird dies mit einer großartigen Aussicht über Süd-Malawi - an klaren Tagen sogar bis nach Mosambik - belohnt. Wer noch mehr Herausforderung sucht: Bigwall-Klettern am Chambe ist nur was für echte Profis!

Lesotho: Biken, Wandern, Reiten, Skifahren

Lesotho liegt mitten in Südafrika und ist somit neben Vatikanstadt und San Marino eine der drei unabhängigen Enklaven weltweit. Mit über 30.000 Quadratkilometern ist es auch die größte. Groß sind auch die Probleme des Landes: Noch im Jahr 2003 mussten 43 Prozent der Bevölkerung mit weniger als einem US-Dollar am Tag auskommen.

Der internationale Flughafen Maseru wird aktuell nicht direkt aus Deutschland angeflogen, in der Regel gibt es einen Stopp in Johannesburg. Spektakulär ist die Einreise per Jeep über den Sanipass. Der höchste Pass in Südafrika muss mit Allradfahrzeugen in Angriff genommen werden, denn das Mittelstück ist für "normale" Fahrzeuge unpassierbar. Die zahlreichen Serpentinen bieten eine beeindruckende Aussicht auf das Hochland der Drakensberge beziehungsweise Maloti-Berge, wie sie von den Einheimischen genannt werden.

Im Bokong-Nationalpark gibt es zwei Selbstversorgerhütten mit Küchenzeile und Waschraum. Von hier aus können die umliegenden Berge und Täler erkundet werden. Entweder zu Fuß oder auf dem Rücken eines Basuto-Ponys. Die nur hier vorkommende Rasse ist bekannt für ihre Ausdauer und Widerstandsfähigkeit. So lassen sich auch entlegene Winkel erreichen wie beispielsweise der Lepaqoa-Wasserfall.

Der ist übrigens im Winter eine Eissäule mit guten Bedingungen zum Eisklettern. Und in Lesotho findet sich auch eines von nur zwei Skigebieten im afrikanischen Süden. Das Afri-Ski Ressort bietet Übernachtungsplätze für 350 Personen - und etwas über einen Pistenkilometer... Die Schlafplätze sind im Sommer auch bei Wanderern beliebt. Ein guter Ausgangspunkt für Touren in die Drakensberge. Oder auch für den "Soaring Eagle Trail Run" (1./2. März 2014): Zwei Tage und 51 Kilometer. Die Strecke unterschreitet dabei nie die 2000 Höhenmeter-Marke.

In der Hauptstadt Maseru wird seit 2011 auch das "Lesotho Sky Event" ausgetragen. Ein sechstägiges Mountainbike-Rennen. Am ersten Tag startet man mit einem Zeitfahren durch die Innenstadt von Maseru. Darauf folgen fünf Tage mit 375 Kilometern und 10.000 Höhenmetern.

La Réunion: Vulkan-Wanderung, Marathon, Biken

Nicht ganz Afrika, aber immerhin vorliegend... 700 Kilometer östlich lagert La Réunion vor Madagaskar. Für uns Europäer ist es die wohl planungsfreundlichste Urlaubsinsel im Indischen Ozean - sie gehört zu Frankreich und so benötigt man zur Einreise weder Visum noch Reisepass. Auch das Geldwechseln entfällt, da man hier mit Euro zahlt. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs, schwarze Sandstrände locken hierher.

Doch die Insel bietet so viel mehr als Stranderholung - gerade für Wanderer: Lohnende Ziele sind beispielsweise die drei großen, recht isolierten Talkessel. Im Fall des Kessels Cirque de Mafate - die Caldera des Vulkanberges Piton des Neiges - führt lediglich ein Fußweg hinein. Dementsprechend ist die Natur dort nahezu unberührt. Betritt man hingegen das Plateau des aktiven Vulkans Piton de la Fournaise, zeigt sich eine schwarze, schroffe und nahezu unbewachsene Landschaft aus Lavagestein.

Immer beliebter wird La Réunion aber auch bei Läufern, die das unwegsame Gelände lieben. Der "Grand Raid de La Réunion" oder auch "La diagonale des fous" ist ein Ultramarathon quer über die Insel, der jedes Jahr im Oktober stattfindet. Läufer aus aller Welt nehmen die 162 Kilometer auf sich. Auf der Strecke sammelt  man zudem noch 9643 Höhenmeter. Wem das zu anspruchsvoll ist, kann auf zwei kürzeren Distanzen starten (93 und 61 Kilometer) - immer noch eine Sache für Extremsportler.

Und auch die Biker haben die Insel für sich entdeckt - speziell die abfahrtsorientierte Fraktion. Beim Downhill-Event Megavalanche in Saint Paul geht es durch tropische Regionen und anspruchsvolles Gelände 2200 Höhenmeter bergab. 

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