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Wintertrilogie Drei Zinnen: Michi Wohlleben und Ueli Steck im Interview

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Wintertrilogie Drei Zinnen: Michi Wohlleben und Ueli Steck im Interview

21.03.2014, 14:49 Uhr | Heiko Truppel, trax.de

Wintertrilogie Drei Zinnen: Michi Wohlleben und Ueli Steck im Interview. Gipfelglück hoch drei: Michi Wohlleben und Ueli Steck auf dem Gipfel der Großen Zinne. (Quelle: Michi Wohlleben)

Gipfelglück hoch drei: Michi Wohlleben und Ueli Steck auf dem Gipfel der Großen Zinne. (Quelle: Michi Wohlleben)

Michi Wohlleben, Deutschlands jüngster Profibergsteiger, und der Schweizer Kletterer Ueli Steck, der dank einiger legendärer Geschwindigkeitsrekorde den Beiname "The Swiss Machine" trägt, haben gemeinsam die Nordwände der Drei Zinnen durchstiegen, der wohl berühmtesten Bergformation in den Dolomiten – an einem Stück und das in weniger als 16 Stunden. Wir haben uns anschließend mit Michi Wohlleben und Ueli Steck unterhalten, Bilder der Wintertrilogie sehen Sie in unserer Foto-Show.

Heiko Truppel: Ihr wart ja ganz schön schnell unterwegs!

Michi Wohlleben: Ja, damit hätte ich nicht gerechnet. Es war schon anstrengend, aber wir kamen ziemlich schnell in einen guten Flow. Haben einfach Vollgas gegeben und nicht groß palavert.

Ueli, warst Du genauso überrascht wie Michi, dass Ihr so schnell wart?

Ueli Steck: Für mich war es schwer einzuschätzen. Ich bin nur einmal im Leben an den Drei Zinnen geklettert und hatte überhaupt keine Vorstellungen, was uns erwartet. "Ich fahr' hin und dann mal schauen", dachte ich mir.

Was bedeuten die Drei Zinnen denn überhaupt für Dich?

Ueli Steck: Das ist schon ein geiles Ding. Die Drei Zinnen gehören zur Geschichte des Alpinismus wie das Matterhorn oder die Eiger-Nordwand.

Wie gefährlich war es?

Michi Wohlleben: Es war sicher nicht extrem gefährlich, auch wenn wir natürlich auf Risiko gegangen sind. An einer Stelle gab es auf 200 Metern am Stück nicht viele Sicherungen. Stürze wären hier äußerst unangenehm geworden, aber das ist normal. Trotzdem: Es gab keine speziell herausragenden Gefahren. Ok, die letzte Route sind wir im komplett Dunklen eingestiegen, da haben wir das Tempo eben reduziert.

Ueli Steck: Das war schon eine sichere Sache. Geschwindigkeit bedeutet Risiko und Bergsteigen ist immer gefährlich, aber ich habe das Gefühl, wir haben das schon sicher gemacht.

Wäre das Ganze auch noch schneller gegangen?

Ueli Steck: Schneller geht immer. Aber das Coole, das Schöne an dem Projekt war, dass wir es innerhalb von einem Tag schaffen. Wie lange es genau dauert, ist nicht so wichtig, ob 16 oder 18 Stunden.

Wie war es denn mit Ueli zu klettern, Michi?

Michi Wohlleben: Beeindruckend! Wir waren vor vier Jahren zusammen zum Sportklettern und seitdem ab und zu in Kontakt, es hat sich jedoch nie was ergeben. Aber einen besseren Partner hätte ich für so ein Projekt nicht finden können. Und dabei hat er seit der Annapurna nicht mehr richtig trainiert.

Stimmt das?

Ueli Steck: Naja, ich war schon mal ab und zu ein bisschen klettern, aber eben nichts Größeres. Ich war die letzte Zeit viel am Arbeiten.

Und hättest Du gedacht, dass Ihr so ein Team seid?

Ueli Steck: Darüber habe ich mir im Vorfeld nicht viel Gedanken gemacht. Ich weiß, dass er ein solider Kletterer ist, und dann schaust halt, ob es passt. Du merkst ja sofort, ob einer Harakiri klettert. Beim Michi hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl. Wichtig ist es, sich gut zu verstehen.

Du selbst zählst zu den ganz Großen. Wo siehst Du denn Michi in 5 Jahren?

Ueli Steck: Er hat sehr viel Potential. Die jungen Bergsteiger von heute werden eine Leistungsfähigkeit haben, von der ich nur träumen kann. Bergsteiger wie der Michi werden das Klettern ändern. Doch es geht dabei nicht nur um Kraft oder Durchhaltevermögen. Viele hätten das Projekt schaffen können, aber Ideen zu haben, kreativ zu sein, das ist wichtig. Und man muss klar sagen: Das Projekt war ganz allein Michis Idee!

Eine letzte Frage: Was hast Du gedacht, als Ihr zum Schluss am Gipfel der Kleinen Zinne standet?

Ueli Steck: Hört sich eigentlich nicht besonders an: Das war ein super Tag, das hat richtig Spaß gemacht!

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