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La Gomera: Wanderparadies vor der Küste Afrikas

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La Gomera  

Wanderparadies vor der Küste Afrikas

11.04.2014, 10:51 Uhr | t-online.de

La Gomera: Wanderparadies vor der Küste Afrikas . La Gomera ist ein Wanderparadies. (Quelle: Shutterstock)

La Gomera ist ein Wanderparadies. (Quelle: Shutterstock)

Die zweitkleinste Insel der Kanaren ist ein wahres Paradies für Urlauber, die es fern vom Touristen-Rummel etwas entspannter angehen möchten. Oder die sich auf eine Aktivreise freuen. Denn das bergige Inselinnere ist ein wahres Paradies für Wanderer. Die Landschaft La Gomeras ist so vielseitig, dass es einem schlicht den Atem verschlägt. Von Palmentälern und tropisch anmutenden Regionen über wüstenartige Landstriche voller Kakteen bis hin zu kargen Steilschluchten und verwunschenen Wäldern inmitten der Wolken. Schauen Sie sich La Gomera auch in unserer Foto-Show an.

Die Reiseangebots-Experten von Travelzoo geben Tipps für einen Urlaub auf der kleinen Kanareninsel. Außerdem empfehlen sie drei außergewöhnliche Wanderstrecken, die sich Aktivreisende neben einem Besuch des Nebelwaldes, dem bekanntesten Touristenziel La Gomeras, nicht entgehen lassen sollten. 

1. Zum Wasserfall von El Guro

Die beliebte Ferienregion Valle Gran Rey bietet mehr als ein tolles Wanderhighlight. Besonders empfehlenswert ist aber die Tour zum verborgenen Wasserfall. Man beginnt im kleinen Künsterdorf El Guro und wird durch ein grünes Seitental des Valle Gran Rey geführt. Einige Wegweiser helfen bei der Orientierung. Im Tal angekommen, geht es weiter durch ein Flussbett. Hier gibt es die eine oder andere kleine Kletterpartie zu bestehen. Man wähnt sich in den Tropen, streift durch Schilf, springt von Stein zu Stein, kommt an mehrern kleinen Wasserfällen vorbei, bis man schließlich sein Ziel erreicht – den großen Wasserfall. Ein tolles Erlebnis mit Spaßfaktor, das auch bei Familien beliebt ist.

Schwierigkeitsgrad: leicht
Länge: 3 Stunden, 7 Kilometer
Aufstieg: 300 Meter
Abstieg: 300 Meter

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2. Von La Rajita nach Arguayoda

Abwechslungsreicher könnte eine Wanderung kaum sein. Der Aufstieg beginnt am ehemaligen Ort La Rajita, der einst eine Fischkonservenfabrik, ein Kino, Läden und Bürohäuser beherbergte. Davon ist im heutigen Geisterdorf nicht mehr viel zu sehen. Wanderer steigen einen gut ausgewiesenen Pfad in mehreren Kurven bergauf. Auf der Hochebene folgt man einem Schotterweg nach Arguayoda und wähnt sich im Wilden Westen. Bei sonnigem Wetter ist man hier für eine Kopfbedeckung sehr dankbar. Das Dörfchen selbst ist winzig und um einen kleinen Platz mit Kapelle gelegen. Fern des Massentourismus hört man kläffende Hunde und trifft auf freilaufende Katzen, Hühner – und Esel. Um den hinter dem Dorf gelegenen Abstieg zu finden, muss man etwas suchen. Aber die Winzigkeit des Ortes lässt nicht viele Möglichkeiten zu, sodass man schnell fündig wird. Die nun folgende Strecke raubt einem schlicht dem Atem. Es geht etwas steil zu, deswegen ist dieser Weg keinesfalls für Kinder zu empfehlen. An Höhlen vorbei geht es den mit Palmen und Sträuchern bewachsenen Hang hinunter. Unten angekommen, treten die Wanderer ihren Rückweg zum Ausgangspunkt über die Steine eines trockenen Flussbetts springend an. Diese Wanderung ist nicht ohne, aber ein unvergessliches Erlebnis.

Schwierigkeitsgrad: mittel
Länge: 3,5 Stunden, 6,7 Kilometer
Aufstieg: 430 Meter
Abstieg: 430 Meter

3. Die La Laja-Tour

Die am Waldbranddenkmal vor dem Roque de Agando startende Wandertour ist eine der bekanntesten der Insel – und dennoch ist man recht einsam unterwegs. Die Strecke beginnt mit einem leichten Auf und Ab auf der Hochfläche der Insel und bietet einen wunderschönen Ausblick nach dem anderen. Der Abstieg ins Tal von La Laja ist ebenfalls spektakulär. Er führt durch ein leuchtend grünes Panorama aus Palmen und Kakteen. Beim Aufstieg zur Passhöhe Degollada de Peraza durch den Kiefernwald wird einem die Vielseitigkeit der Insel bewusst. Denn die Vegetation auf dieser Seite des Tals könnte kaum anders sein als das zuvor Erlebte. Außerdem wird den Wanderern ein fantastischer Ausblick auf die Roques gewährt. Für müde Beine ist diese Strecke nichts, denn die Wege des Aufstiegs sind zwar nicht sehr anspruchsvoll, aber die 690 Höhenmeter verlangen doch eine gewisse Kondition. Lieber eine Pause mehr einlegen und bei einem kleinen Snack die Natur genießen.

Schwierigkeitsgrad: mittel
Länge: 3,5 Stunden, 8,6 Kilometer
Aufstieg: 690 Meter
Abstieg: 690 Meter

Weitere Informationen

Anreise: Wer nach La Gomera reisen möchte, kombiniert meist Flug mit Fährfahrt. Am besten fliegt man nach Teneriffa Süd und nimmt sich direkt am Flughafen einen Mietwagen. Von hier aus sind es nur etwa 15 Minuten bis zum Fähranleger in Los Christianos. In Los Christianos legen die Fähren vom Fred Olsen Express mehrmals am Tag ab. Ihre Fährtickets für die Hin- sowie Rückfahrt buchen sich Interessierte am besten bequem im Internet. Die ausgedruckten Buchungsbelege werden im Haupthaus am Fähranleger vorgelegt, wo man schließlich auch seine Tickets erhält. Das Ganze geht zwar zügig, aber für die Hinreise sollten Urlauber etwas mehr Zeit einplanen und 45 Minuten vor dem Ablegen vor Ort sein. Die Überfahrt nach San Sebastian auf La Gomera dauert etwa 50 Minuten.

Unterkunft: La Gomera ist ein bergiges Paradies – alle Regionen der Insel sind wunderschön und absolut sehenswert. Wer aber im Frühjahr reist und Wert darauf legt, auch auf seiner Terrasse sitzen zu können, sollte sich ein Feriendomizil im Süden buchen. Im Zentrum und im Norden kann es sonst noch sehr frisch werden. Außerdem wohnt man möglichst in Küstennähe im Tal, wo es deutlich wärmer ist als in den höher gelegenen Orten. Beliebt sind Plays de Santiago im Süden oder auch das Valle Gran Rey im südlichen Westen. Diese Orte sind zwar touristischer als andere, aber deutlich idyllischer als die Hochburgen auf den anderen Kanaren.

Kleidung: Wer wandern möchte, sollte auf jeden Fall solide Wanderschuhe mit gutem Profil in seinem Gepäck haben. Nicht zu vergessen warme Funktionskleidung und ein Halstuch für Touren im kühleren Inselinneren, im Nebelwald und in windigen Höhen. Für den warmen Süden empfiehlt sich luftige Kleidung, eine Kopfbedeckung und natürlich Sonnenschutz.

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