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Diese Transalp-Wanderung ist ein Genuss

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Vom Tegernsee nach Sterzing  

Diese Transalp-Wanderung ist ein Genuss

29.07.2014, 09:45 Uhr | Stefan Herbke, srt

Diese Transalp-Wanderung ist ein Genuss. Der Abstieg vom Pfitscher Joch bietet einen sensationellen Blick auf die Rotbachlspitze (links) und die Hochfernerspitze (rechts). (Quelle: SRT /Stefan Herbke )

Der Abstieg vom Pfitscher Joch bietet einen sensationellen Blick auf die Rotbachlspitze (links) und die Hochfernerspitze (rechts). (Quelle: Stefan Herbke /SRT )

In einer Woche zu Fuß über die Alpen - der neue Weitwanderweg "Die Alpenüberquerung" bietet dem normalen Bergwanderer die Möglichkeit, einmal im Leben das Abenteuer Transalp zu erleben. Sehen Sie die Wanderung auch in unserer Foto-Show.

Fast lautlos tauchen die Ruder in das fast unverschämt klare und verführerisch blaugrün schimmernde Wasser ein. Wie von einem Elektromotor angetrieben gleitet das kleine Ruderboot "Seerose" durch die sanften Wellen an der Engstelle zwischen der Point auf Tegernseer und dem "Seehotel Überfahrt" auf Rottacher Seite. Keine zehn Minuten benötigt Stefan Mayr für die 200 Meter lange Strecke.

Postkartenblick auf Tegernsee

Bei schönem Wetter, doch manchmal eilt es. "Wenn ein Gewitter am Himmel steht, dann schaffe ich das auch in knapp zwei Minuten". Das glaubt man dem braungebrannten Überführer gerne, denn wer am Tag bis zu 40 Mal pro Fahrt bis zu 18 Passagiere hin- und herrudert, der hat reichlich Armkraft. Wir dagegen strecken die Beine aus und genießen dabei den Postkartenblick auf Tegernsee, Rottach-Egern und den Wallberg - so könnte die Alpenüberquerung ruhig weitergehen.

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Die begann vor rund zwei Stunden in Gmund am Nordufer des Tegernsees - der geographischen Nordgrenze der Alpen. Und man darf es ruhig sagen, diese Auftaktetappe ist an Gemütlichkeit kaum zu überbieten. Im Grunde handelt es sich um einen Spaziergang, der anfangs der Mangfall, dem Abfluss des Tegernsees folgt, dann auf eine sonnenverwöhnte Wiesenterrasse hinaufführt und von dort im leichten Auf und Ab, garniert mit immer wieder schönen, überraschenden Ausblicken über den Tegernsee in den gleichnamigen Ort führt.

Siebentägige Wanderung unter dem Motto "Vom Bier zum Wein"

Wie die vielen Urlaubsgäste vor Ort flaniert man dort über den erst im Jahr 2013 fertig gestellten Seeufersteg, der auf Pfählen gebaut direkt am See entlangführt und einen direkt ins Herz von Tegernsee führt - dem Bräustüberl. Ein Symbol für bayerische Lebensfreude und Gemütlichkeit, wobei man die noch angenehmer auf der Ruderfähre erleben kann.

Die Etappe von Gmund über Rottach-Egern nach Kreuth bildet den Auftakt der siebentägigen Wanderung vom Tegernsee nach Sterzing, die als "Die Alpenüberquerung" unter dem Motto "Vom Bier zum Wein" seit diesem Sommer um die Gunst der Wanderer buhlt. Neu ist die Idee einer Transalp natürlich nicht, die Klassiker der Mehrtagestouren über die Alpen "Von München nach Venedig" und "Oberstdorf - Meran" ziehen seit Jahren die Wanderer an.

Traumhafte Ausblicke und kulinarische Erlebnisse

"Die meisten sind jedoch eher anspruchsvoll, sprich die meisten Leute sind damit komplett überfordert", weiß der Bergführer und Geograph aus eigener Erfahrung. Seit rund zehn Jahren beschäftigt er sich mit dem Thema und kennt das Erfolgsrezept: "Gut funktionieren Weitwanderwege, die ein starkes Ziel haben". Und mit maximal mittelschweren, überwiegend jedoch leichten Wegen und Übernachtung in Hotels und Pensionen im Tal wie bei der "Vom Bier zum Wein"-Alpenüberquerung auch für einen durchschnittlich trainierten Wanderer machbar sind.

Ganz ohne Anstrengung ist eine Tour über die Alpen dann doch nicht zu schaffen, das zeigt sich deutlich am zweiten Tag auf der Wanderung über den Schildenstein und die Blaubergalm hinüber nach Achenkirch. Das ist die Schlüsseletappe, schließlich müssen auf einer Wegstrecke von 17 Kilometern rund 850 Höhenmeter überwunden werden. Abgesehen davon ist auch dieser Abschnitt geradezu typisch für die Alpenüberquerung, bei der es weniger um alpine Höchstleistungen geht als vielmehr um das Bergerlebnis - und den Genuss - an sich. Und dazu gehören traumhafte Ausblicke ebenso wie kulinarische Erlebnisse.

Eine Pauschalreise ist komfortabler

Die durchgehend mit einem "Ü" wie Überquerung markierte Tour kann man natürlich auch alleine ablaufen, bequemer ist jedoch die Buchung einer Pauschale mit Gepäcktransport und Rücktransfer - auf den einzelnen Etappen trägt man so nur einen leichten Tagesrucksack.

Der wie ein Fjord zwischen Karwendel und dem Rofan eingelagerte Achensee bildet die malerische Kulisse am dritten Tag der Alpenüberquerung. Immer entlang des Ufers quert ein traumhafter Steig die Hänge zur Gaisalm. Die 2000-Meter-Marke fällt klammheimlich am vierten Tag. Mit der Spieljochbahn schweben wir von Fügen am Taleingang des Zillertals auf das Spieljoch und damit mitten hinein in die Almenregion der Tuxer Alpen. Warum auch nicht, die Gondelbahn ist da und der Aufstieg durch einen dichten Waldgürtel sicherlich kein Genuss.

Mit der Dampflok zum Inntal

Bei der Alpenüberquerung nutzt man die vorhandenen Verkehrsmittel, egal ob den Überführer am Tegernsee, Bus und Bahn im Bereich Inntal und Mayrhofen, oder gar die Achenseebahn mit ihren Dampflokomotiven - die vielleicht schönste Art, um vom Achensee das Inntal zu erreichen.

Am Schlegeisspeicher, der von Mayrhofen mit dem Bus bequem zu erreichen ist, startet mit der Überquerung des Alpenhauptkamms die vorletzte Etappe - für viele der Höhepunkt der Tour. Der Blick auf die vergletscherten Dreitausender der Zillertaler Alpen fasziniert genauso wie der perfekt angelegte Wanderweg entlang eines munter sprudelnden Baches mit seinen großen Granitplatten, über die wir wie auf einem roten Teppich dem Pfitscher Joch entgegen schreiten.

Die nördlichste Stadt Italiens endlich erreicht

Der Übergang von Österreich nach Italien bringt nicht nur eine neue Kulisse, sondern im gastlichen Pfitscher-Joch-Haus auch neue kulinarische Eindrücke - Südtirol lässt grüßen. Gestärkt mit Knödel, Wein und Cappuccino geht es ab hier - fast - nur noch bergab. Erst durch das elendlange, wenn auch traumhaft schöne Pfitschtal mit seinen Weilern und alten Höfen, dann am letzten Wandertag vorbei am Schloss Moos nach Sterzing, der nördlichsten Stadt Italiens.

Satt von Eindrücken einer ganzen Wanderwoche bummeln wir durch die Neu- und Altstadt mit ihren schönen Fassaden und Laubengängen, genießen Südtiroler Gastlichkeit und italienisches Flair - und freuen uns auf der Rückfahrt dann doch, dass die vom Wandern müden Beine endlich Pause haben.

Weitere Informationen:

ARGE Weitwandern, Anzengruberstrasse 5, A-6020 Innsbruck, www.die-alpenueberquerung.com

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