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Aruba: Yoga auf dem Paddelbrett

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Aruba  

Strandurlaub mal anders: Yoga auf dem Paddelbrett

07.11.2014, 15:28 Uhr | Franz Michael Rohm/srt

Aruba: Yoga auf dem Paddelbrett. Yoga auf Aruba - Entspannung pur. (Quelle: Franz M. Rohm/srt)

Yoga auf Aruba - Entspannung pur. (Quelle: Franz M. Rohm/srt)

"Einatmen und die Arme nach oben strecken. Ausatmen. Spürt in euch. Augen geschlossen halten. Plumps. Zwei Bretter nebenan fällt Maria aus Venezuela ins badewannenwarme Wasser am Hadicurari Beach. "Macht nichts", sagt Yogalehrerin Nathalie Vriesde, "gleich nochmal". Eine Stunde lang unterrichtet die gertenschlanke 34-Jährige sechs Yogaschülerinnen und -schüler auf Paddelbrettern. Sup-Yoga lautet der Fachbegriff. Schauen Sie sich Impressionen von Aruba und von Yoga auf Aruba auch in unserer Foto-Show an.

Auf Sup-Yoga wurde sie nach einem Verkehrsunfall in Holland aufmerksam. "Mein Rücken war gestaucht. Yoga half, aber trotz Matte war es zu hart. Dann hörte ich von Yoga auf dem Paddelbrett." Vor drei Jahren zog Nathalie nach Aruba, wo das samtweiche Wasser das ganze Jahr über zwischen 26 und 28 Grad hat. "Inzwischen liebe ich die Insel", sagt sie. "Hier ist alles viel entspannter als in Holland." Ihre Kunden sind überwiegend gesundheitsbewusste Urlauber aus den USA und Südamerika. Noch sind sie ein ungewohnter Anblick zwischen zahlreichen Wind- und Drachen-Surfern, röhrenden Jetskis und Bananaboats. Die Strände der Südwest-Küstenlinie der westlichsten der niederländischen Antillen zählen zu den schönsten der Karibik. Puderzuckerfeiner, heller Sand. Dazu das glasklare Farbspektrum von Helltürkis bis Aquamarinblau. Und so gehören auch Tauchen und Schnorcheln an Felsen und Korallen voller exotischer Fische zum Freizeitprogramm auf Aruba. 

Besuch im Nationalpark

Park Ranger Salvador Franken vom Nationalpark Arikok, ein stämmiger Mittfünfziger mit Schraubstock-Händedruck, kümmert sich um das ökologische Gleichgewicht des Eilandes. Rund 3000 Hektar im Süden stehen unter Naturschutz, knapp ein Sechstel der gerade einmal 180 Quadratkilometer großen Insel. "Unsere Vegetation ist karg", erklärt der Ranger, "sie besteht überwiegend aus Kakteen und Dornengebüsch." Bei Temperaturen um 33 Grad tagsüber und 27 Grad nachts bläst ein beständiger Nordost-Passatwind. Teilweise regnet es monatelang nicht. Als Folge wird das gesamte Süßwasser Arubas mittels einer großen Meerwasser-Entsalzungsanlage gewonnen. 

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Die meisten Tiere im Nationalpark sieht man frühmorgens, etwa die seltenen, quietschgrünen Prikichi-Papageien oder die tiefblau gepunkteten Männchen der Cododo-Eidechsen. Sonnenschutz, Mückenspray und Trinkwasser gehören zur Grundausstattung beim Besuch im Arikok-Nationalpark. Interessant ist das restaurierte Farmhaus der niederländischen Ziegenbauernfamilie Kok. In dem niedrigen Lehmgebäude informieren Tafeln über die harten Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung vor mehr als hundert Jahren. Von der Farm führen angelegte Wege zum Highlight des Besichtigungsprogramms: 3000 Jahre alte Höhlenzeichnungen der Urweinwohner Arubas. Als spanische Eroberer die Insel 1499 in Besitz nahmen, bezeichneten sie das Eiland als "inútil", zu Deutsch: unnütz. Da die knapp tausend dort lebenden Caquetio-Indianer keinen Goldschmuck trugen, wurden sie als Sklaven in die Minen der Insel Hispaniola - heute Haiti und Santo Domingo - deportiert. 

110.000 Einwohner aus 96 Nationen 

Kurioserweise gab es doch Gold auf der Insel, das nach seiner Entdeckung zwischen 1825 und 1915 zu einem kleinen Goldrausch führte. In den 1920er-Jahren errichtete die Lago Oil Company in San Nicolas im Südwesten Arubas eine Raffinerie, die im Zweiten Weltkrieg zur Versorgung der US-Marine zu einer der weltgrößten Raffinerien ausgebaut wurde. Heute dienen die riesigen Tanks als Lager für eine strategische Reserve der US-Streitkräfte. Die Raffinerie bildet den bizarren Hintergrund für einen der schönsten Strände der Insel, den Baby Beach. Als Aruba im 17. Jahrhundert von der niederländischen Westindien-Kompanie in Besitz genommen wurde, die die Nachbarinsel Curaçao zum Sklavenhandelszentrum ausbaute, besiedelte sie die Insel erneut. Heute leben auf der kleinen Vulkaninsel rund 110.000 Menschen aus 96 Nationen. 

So gemischt wie die Bevölkerung ist auch die Musik der Insel. Die Jugend tanzt nach Sonnenuntergang zu Soca, Calypso, Salsa und Merengue. An den Wochenenden spielen Livebands in den Bars der großen Hotels und kleinen Strandlokale. Eine Besonderheit um die Adventszeit sind die Gaitas. Diese tanzbaren Weihnachtslieder stammen ursprünglich aus Venezuela und werden seit den 1960er-Jahren auf Aruba weiterentwickelt. 

Eine reine Frauenband

Milly Hernandez ist Chefin der reinen Frauenband "Las Unicas Fabulosas". Sechs Sängerinnen, vier Trommlerinnen, Conga-, Timbales-, Bass-, Gitarre- und Keyboard-Spielerinnen bringen einen Sound auf die Bühne, der sofort in die Hüfte geht. Gesungen wird in Papiamento, einer Mischung aus Portugiesisch, Spanisch, Holländisch und indianischen Wörtern. Seit sie zur Amtssprache erklärt wurde, wird Papiamento neben Holländisch, Englisch und Spanisch in der Schule gelehrt. Anfang November bis Weihnachten tritt die Band auf, im Dezember sogar jeden Abend. Auch Nathalie Vriesde ist Fan von "Las Unicas Fabulosas": "Bewegung ist immer gut, und zur Musik dieser Frauenband muss man einfach tanzen." 

Weitere Informationen:

Aruba Tourism Authority, R.J. Schimmelpennincklaan 1 Niederlande, vertreten durch Tirso Tromp, Area Director Europe, Tel. 0031/70/3028040, info@aruba.de, www.aruba.com 
Beste Reisezeit: Aruba hat ein gemäßigt tropisches Klima. Die Insel weist eine im Jahresverlauf fast unveränderte durchschnittliche Höchsttemperatur von circa 28 Grad Celsius auf. Von Oktober bis Februar liegen die Höchsttemperaturen meist knapp unter, in den restlichen Monaten knapp über dreißig Grad. Die Tiefsttemperaturen fallen in den Wintermonaten knapp unter die 25-Grad-Marke, in den anderen Monaten liegen sie meist knapp darüber. 

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