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Mount Everest: Indisches Bergsteigerehepaar täuschten Gipfelsturm vor

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Falsche Gipfelstürmer  

Hausverbot für das Dach der Welt

30.08.2016, 19:43 Uhr | AP, AFP

Mount Everest: Indisches Bergsteigerehepaar täuschten Gipfelsturm vor. Sein Gipfelfoto wurde gefälscht: Satyarup Sidhantha. (Quelle: dpa)

Sein Gipfelfoto wurde gefälscht: Satyarup Sidhantha. (Quelle: dpa)

Ein indisches Bergsteigerehepaar hat seinen Sturm auf den Gipfel des Mount Everest mit gefälschten Fotos vorgetäuscht. Das nepalesische Bergsteigeramt fand das überhaupt nicht lustig.

Gyanendra Shrestha teilte für das Amt mit, die Regierung habe das Zertifikat für die beiden annulliert und ihnen verboten, in den kommenden zehn Jahren irgendeinen Berg in dem Land zu erklimmen.

Das Paar - beide arbeiten als Polizisten im indischen Staat Maharastra - hatte anhand von Fotos behauptet, im Frühjahr den 8850 Meter hohen Berg bezwungen zu haben. Sie seien damit das erste indische Ehepaar, dem das gelungen sei. Andere Kletterer hatten aber erklärt, die beiden hätten den Gipfel nie erreicht. Sie hätten die Fotos von jemand anderem benutzt, um das Zertifikat zu bekommen. Daraufhin war die Ermittlung eingeleitet worden. Auch gegen die Sherpas werde noch ermittelt.

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Steigen Sie mit uns auf das Dach der Welt

Ein Video von deutschen Wissenschaftlern macht den virtuelle Gipfelsturm möglich. Video

Foto überführt Möchtegern-Mount-Everest-Bezwinger

Ein anderer indischer Bergsteiger sagte denn auch, es sei sein Foto, das die beiden genutzt und verändert hätten, so dass es scheine, sie seien auf dem Gipfel.

In diesem Jahr gelang insgesamt 456 Menschen, darunter mehr als 250 ausländischen Alpinisten, der Aufstieg auf den höchsten Berg der Welt. In den beiden vorangegangenen Jahren hatte dagegen nur ein einziger Mensch den Gipfel erreicht. Nach zwei schweren Unglücken waren alle Expeditionen abgesagt worden.

2014 wurden 16 Sherpas durch eine Lawine getötet, als sie die Route zum Gipfel vorbereiteten. 2015 wurde die Himalaya-Region von zwei schweren Erdbeben erschüttert. In Nepal kamen etwa 8900 Menschen ums Leben. Am Mount Everest wurde eine massive Lawine ausgelöst, die das Basislager teilweise zerstörte und 18 Menschen in den Tod riss.

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