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Urlaub Jordanien: Baden im Toten Meer

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Totes und Rotes Meer  

Baden in der größten Wanne der Welt

02.11.2009, 16:27 Uhr | t-online.de

Das Tote Meer in Jordanien (Foto: Jordan Tourism Board)Das Tote Meer in Jordanien (Foto: Jordan Tourism Board)Der perfekte Ausklang eines Aktivurlaubs in Jordanien sind einige Entspannungstage im Wellness-Paradies Totes Meer, das nur 45 Autominuten von Amman entfernt liegt. Das Wasser ist die reichste Quelle natürlicher Salze weltweit und für seine Heilkraft sowie therapeutischen Qualitäten bekannt. Rund 30 Prozent Salzgehalt geben sogar den nötigen Auftrieb, um darin in aller Seelenruhe eine Zeitung lesen zu können. Schauen Sie sich die größte Badewanne der Welt auch in unserer Foto-Serie an.

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Foto-Serie Jordaniens Höhepunkte
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Schwereloses Treiben im wohltemperierten Wasser

Von jeher galt das Tote Meer als magischer Ort. Schon seit mehr als 2000 Jahren kommen Menschen hierher, um Körper und Geist durch die therapeutische Qualität von Wasser und Luft zu beleben. So soll bereits Kleopatra hier erste Manufakturen zur Gewinnung von kosmetischen und pharmazeutischen Produkten ins Leben gerufen haben. Die Besucher beeindruckt allerdings in erster Linie das leichte "Schweben" auf dem Meer, das dank dem hohen Salzgehalt möglich ist. Ohne jegliche Anstrengung liegen die Urlauber auf dem Wasser und können dabei sogar noch Zeitung lesen. Wer dies erlebt hat, beschreibt es als beispielloses Gefühl absoluter innerer Ruhe.

Durchschnittlich zehnmal salzhaltiger als andere Meere

Tatsächlich ist das 600 Quadratkilometer große Tote Meer, das vom Jordan-Fluss gespeist wird, in vielerlei Hinsicht der außergewöhnlichste Binnensee der Welt. Zum einen handelt es sich um den tiefstgelegenen See der Erde auf einer Höhe von mehr als 400 Metern unterhalb des Meeresspiegels. Zum anderen übertrifft es mit seinem extremen Salzgehalt von durchschnittlich rund 28 Prozent (stellenweise sogar bis zu 33 Gramm pro Liter) alle anderen Meere der Welt um das Zehnfache. Auf Arabisch heißt das Tote Meer noch heute "Bahr Lut", Meer des Lot, dessen Frau zur Salzsäule erstarrte, als sie sich trotz der Warnung Gottes zum brennenden Sodom umsah. Zuweilen sieht man am Ufer Salzformationen, die an Lots Frau erinnern.

So entstand das Tote Meer

Vor 1,5 Millionen Jahren war das Gebiet vollständig von einem großen Ozean bedeckt. Bei einem schweren Erdbeben wurden große ehemalige Meeresgebiete empor gehoben, wobei sich das "Jordan-Rift Valley" bildete. In dessen tiefer gelegenen Gebieten entstanden über die Jahrtausende Seen wie der Lake Lisan uns heute als Totes Meer bekannt ist. Das äußerst trockene Klima und die extreme Sonneneinstrahlung sorgten dafür, dass große Teile des über die Flüsse angelieferten Frischwassers in kürzester Zeit wieder verdunsteten und nur die Mineralien, Spurenelementen und Salze zurückblieben.

Gesundheitsfördernde Kombi aus Meer und Schlamm

Nach wissenschaftlichen Schätzungen sind im Wasser des Toten Meeres über 40 Milliarden Tonnen Mineralien gelöst - darunter Magnesium, Kalzium, Brom, Kalium und Schwefel. Und jedes einzelne dieser Mineralsalze verfügt über heilende Kräfte für Menschen. So wird ein Aufenthalt am Toten Meer für alle Stressgeplagten zur Allround-Kur für Körper und Seele. Doch neben Wasser und Luft verschafft auch der reichhaltige schwarze Schlamm des Binnensees Linderung bei körperlichen Beschwerden wie Arthritis, Rheumatismus, Atemwegserkrankungen und spannungsbedingten Kopfschmerzen sowie bei Hautproblemen wie etwa Neurodermitis.

Abtauchen in Aqaba

Wer nicht nur auf dem Wasser treiben, sondern auch einen Blick unter die Meeresoberfläche wagen möchte, ist in Aqaba genau richtig - dem einzigen Seehafen Jordaniens. Der Badeort im nördlichsten Teil des Roten Meeres bietet ganzjährig ein angenehmes Klima und lockt insbesondere Taucher und andere Wassersportliebhaber. Die faszinierende Unterwasserwelt lässt sich an rund 30 Tauch- und Schnorchelplätzen erforschen. Das geschäftige Treiben im 25 Grad warmen Wasser beginnt schon ab einem Meter Wassertiefe: Seepferdchen, Anglerfische und Papageienfische schweben an bunten Korallenwäldern vorbei. Etwas tiefer abtauchen lohnt es sich am "New Canyon". Der gesunkene russische Tanker aus dem 2. Weltkrieg liegt 30 Meter von der Küste entfernt, in fünf Metern Tiefe. Auch sehr beliebt ist "Gorgonia 1" - ein Tauchplatz mit herrlichen Korallen und regem Unterwassertreiben mit der Möglichkeit, Meeresschildkröten zu sehen. Der bekannteste Unterwasser-Spot ist "Cedar Pride", ein ehemaliges libanesisches Frachtschiff, welches König Abdallah 1985 versenken ließ. Taucher finden hier wunderbare Tauchgründe mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad.

Weitere Informationen

Fremdenverkehrsamt Jordanien: c/o Kleber PR Network GmbH, Hamburger Allee 45, 60486 Frankfurt, Tel. 069/71913662, E-Mail: germany@visitjordan.com, Internet: www.visitjordan.com.
Lage: Das Tote Meer liegt 70 Kilometer südwestlich des Flughafens von Amman. Es ist ein rund 600 Quadratkilometer großer Salzsee von 67 Kilometer Länge und bis zu 18 Kilometer Breite. Der Salzgehalt ist etwa zehnmal so hoch wie im Mittelmeer. Der Legende nach ist das Tote Meer das Gebiet, in dem die fünf biblischen Städte - Sodom, Gomorrha, Adma, Zebojim und Zoar (Bela) - liegen. Aqaba befindet sich im nördlichsten Teil des Roten Meeres am Ende des Golfs von Aqaba. Die 100.00 Einwohner zählende Stadt lebt vom Tourismus, vom Handel und von seinem Hafen, den einzigen des Landes.
Klima: meist sonnige, wolkenlose Tage und kühlere Nächte bei durchschnittlich 23 bis 25 Grad Celsius, wobei es in den Sommermonaten sehr heiß werden kann.

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