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Urlaub Jordanien: Geschichte und Kultur erleben

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Geschichte und Kultur erleben  

Vergangene Zeiten in Jordanien

02.11.2009, 16:28 Uhr | t-online.de

Antike Felsstadt Petra (Foto: Jordan Tourism Board)Antike Felsstadt Petra (Foto: Jordan Tourism Board)Jordanien liegt seit jeher mitten im Geschehen und hatte als geographischer Schnittpunkt zwischen Asien, Afrika und Europa seit Beginn der Zivilisationen hohe Bedeutung. Römer, Byzantiner, Omayaden, Mamluken und Kreuzritter hinterließen hier ihre Spuren - die teils heute noch beeindruckend gut erhalten sind. Besucher spüren sofort, dass hinter jedem Stein eine Geschichte steckt - sehen Sie selbst in unserer Foto-Serie.

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Foto-Serie Jordaniens Höhepunkte
Zum Durchklicken Reise-Knigge für Jordanien

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Die Nabatäer-Stadt Petra

Die antike Stadt Petra im Süden des Landes gehört zu den Nationalschätzen Jordaniens, ist UNESCO Weltkulturerbe und die wohl bekannteste Touristenattraktion des Landes. Die Nabatäer waren ein hart arbeitendes arabisches Handelsvolk, das vor über 2000 Jahren im Süden Jordaniens sesshaft wurde. Die Stadt war schon damals für ihre hoch entwickelte Kultur, ihre monumentale Architektur und ihr ausgeklügeltes System von Dämmen und Wasserkanälen bekannt. Petras berühmtestes Monument, das Schatzhaus, taucht überwältigend am Ende des Siq auf. Die hoch aufragende Fassade des Schatzhauses, die der letzten Szene des Films "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" als Kulisse diente, ist nur eines von unzähligen architektonischen Wundern, die in Petra besichtigt werden können. Bei verschiedenen Wanderungen und Aufstiegen können buchstäblich Hunderte von Felsengräbern und Tempelfassaden, Totenhallen und Felsreliefs bewundert werden. Zudem gibt es ein Theater aus dem frühen ersten Jahrhundert nach Christus mit 6000 Sitzplätzen, ein Palastgrab im römischen Stil und ein riesiges Kloster (ad-Deir) aus dem ersten Jahrhundert. Ein besonders romantisches Erlebnis ist "Petra by Night". Dreimal wöchentlich wird der Siq und das Schatzhaus mit 1500 Kerzen erleuchtet; inklusive traditioneller Beduinenklänge. Wer in Jordanien auf den Geschmack der landestypischen Küche gekommen ist, sollte in Petra die Gelegenheit nutzen und "Petra Kitchen" besuchen. In dem kleinen Kochstudio werden lokale Gerichte gekocht und danach gemeinsam verspeist.

Amman - Jordaniens Hauptstadt mit langer Geschichte

Auch Amman, Jordaniens Hauptstadt, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Erwähnung fand sie bereits in der Steinzeit. Die Stadt wartet mit einer der größten neolithischen Siedlungen (zirka 6500 vor Christus) auf, die je im Nahen Osten freigelegt wurden. Die Zitadelle von Amman (al-Qala’a) war schon in der frühen Bronzezeit Zentrum menschlicher Niederlassungen. Ab 2000 vor Christus wurde reger Handel mit Ägypten und später auch mit Griechenland und Zypern betrieben. In der biblischen Periode wurde Jordanien in kleine Staaten aufgeteilt: Gilead im Norden, Ammon und Moab in der Landesmitte und Edom im Süden. Ungefähr im zehnten Jahrhundert vor Christus wurde Rabbath Ammon zur Hauptstadt des ammonitischen Staates. Unter dem römischen General Pompeius wurde die Stadt erneuert und es entstanden Kolonnaden, Bäder, ein Theater und eindrucksvolle öffentliche Gebäude. Während der byzantinischen Periode, in der das Christentum Staatsreligion des Oströmischen Reichs wurde, war die Stadt Sitz eines christlichen Bischofs. Im siebten Jahrhundert breitete sich der Islam von der Arabischen Halbinsel nach Norden aus und übernahm 635 nach Christus die Vorherrschaft im Land. Auf der Zitadelle des alten Rabbath Ammon haben Ausgrabungen zahlreiche römische, byzantinische und frühislamische Überreste zu Tage gefördert. Von dort hat man auch einen atemberaubenden Blick auf das Zentrum der jordanischen Metropole.

Stätten aus der Bibel

In Bethanien jenseits des Jordans, etwa 45 Fahrminuten von Amman entfernt, lebte Johannes der Täufer. Seit fast zwei Jahrtausenden ist die Gegend entlang des Ostufers des Jordans gegenüber von Jericho als der Ort bekannt, an dem Jesus von Johannes getauft wurde. Dank phänomenaler archäologischer Funde konnte 1996 sogar die genaue Stelle identifiziert werden. Ein weiterer bekannter Ort aus der Bibel ist der Berg Nebo, von dem aus Moses das gelobte Land Kanaan erblickte und auf dem er begraben liegen soll. Diese Stätte der Verehrung ist die heiligste in ganz Jordanien und war einst ein Wallfahrtsort früher Christen. Die erste Kirche des Berges Nebo wurde im späten vierten Jahrhundert erbaut, um diese Stätte zu markieren. Einen Katzensprung von dort liegt die antike Stadt Madaba, auch bekannt als "Stadt der Mosaike". In der Stadt auf der jordanischen Hochebene leben heute sowohl Christen als auch Muslime. Die Hauptattraktion befindet sich in der zeitgenössischen griechischorthodoxen Kirche St. Georg: eine unglaublich lebendige, byzantinische Mosaiklandkarte aus dem sechsten Jahrhundert, die Jerusalem und andere heilige Stätten zeigt. Mit ihren zwei Millionen farbigen Steinen und einer ursprünglichen Größe von 25 mal 5 Metern, die heute noch größtenteils erhalten ist, stellt die Karte Hügel und Täler, Dörfer und Städte dar, die so weit entfernt liegen wie das Nildelta.


Kreuzritterburgen und arabische Wüstenschlösser

In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichteten Kreuzritter zahlreiche Burgen, um die Gegend zu kontrollieren. Zwei der schönsten sind die trutzigen Kreuzritterfestungen Karak und Schawbak. Beide liegen auf dem Königsweg, der von Norden nach Süden durchs Land führt. Von beiden hat man einen bezaubernden Blick auf die umliegende Landschaft. Ideal für eine Tagestour von Amman aus sind die zahlreichen Wüstenschlösser. Die im Osten des Landes gelegenen Bauten sind nicht nur herrliche Beispiele islamischer Kunst und Architektur, sondern auch Zeugnisse einer faszinierenden Ära der reichen Geschichte Jordaniens. Ihre prächtigen Mosaike, Fresken, Steinreliefs und Stuckornamente greifen auf beste persische und griechisch-römische Traditionen zurück. Die Wüstenschlösser dienten als Karawanserei, Landwirtschafts- und Handelszentrum, Vergnügungsort und Außenposten für Herrscher in der Ferne, die Kontakte mit einheimischen Beduinenstämmen knüpfen wollten. Besonders sehenswert ist Qasr al-Hallabat, Qasr al-Azraq, das Lustschlösschen Qusayr Amra, Qasr al-Kharraneh und Qasr al-Mushatta. Das Qasr al-Hallabat umfasst das eigentliche Schloss (Qasr), eine Moschee, einen riesigen Wasserspeicher, acht Zisternen sowie eine Gruppe von Häusern einfachster Bauart. Das quadratische Schloss misst 44 Meter an jeder Seite und besteht aus verzierten Basalt- und Sandsteinblöcken. Es besitzt Ecktürme und einen einzigen Eingang in der Mitte der Ostmauer. Im Zuge dieses Umbaus durch die Omayaden wurde das Schloss mit Stuckreliefs, Fresken und bunten Mosaiken reich dekoriert und damit von einem befestigten Gebäude in eine Palastresidenz verwandelt.

Auf Entdeckungstour im römischen Norden

Das Jordantal ist besonders reich an Schätzen aus der Vergangenheit. Für Liebhaber römischer Bauten ist Jerash (Gerasa) eine wahre Fundgrube, denn in dieser Zeit erlebte die Stadt ihre Blütezeit - sie gilt daher als eine der besterhaltenen römischen Provinzstädte der Welt. Die prachtvolle und gut durchdachte Provinzstadt hatte gepflasterte Straßen und Kolonnaden, auf Hügeln thronende Tempel, hübsche Theater, weitläufige öffentliche Foren und Plätze, Bäder, Brunnen sowie Stadtmauern, die mit Türmen und Toren gespickt waren. Zu den Höhepunkten der Besichtigung gehört etwa der reich geschmückte Hadriansbogen gleich beim Hippodrom. Diese 245 Meter lange und 52 Meter breite Arena fasste bis zu 15.000 Zuschauer für Wagenrennen und andere Sportereignisse. Besucher sollten sich die römischen Wagenrennen nicht entgehen lassen, die im Hippodrom mehrmals am Tag stattfinden. Weitere römische Stätten sind das ganz im Norden Jordaniens gelegene Um Qays und Pella, das sich zirka 70 Kilometer nordöstlich von Amman befindet. Von Um Qays (Gadara) aus hat man einen herrlichen Blick über die Golanhöhen und den See Genezareth. Die Stadt war schon in der Antike als kulturelles Zentrum bekannt. Heute kann man ein eindrucksvolles Basalttheater besichtigen, sowie eine Basilika mit angrenzendem Hof, in dem schwarze Reliefsarkophage stehen, eine von Säulen gesäumte Hauptstraße und eine Nebenstraße, an der sich Läden, ein unterirdisches Mausoleum, zwei Bäder, ein Nymphäum, ein Stadttor und die schwachen Umrisse eines einst riesigen Hippodroms befinden. Pella weist neben Relikten aus der Zeit des Alten und Neuen Testaments auch Überreste von Lagerplätzen und Dörfern aus der Kebara-Kultur (10.000 bis 18.000 vor Christus) auf, die zu den ältesten der Welt zählen.

Weitere Informationen

Fremdenverkehrsamt Jordanien: c/o Kleber PR Network GmbH, Hamburger Allee 45, 60486 Frankfurt, Tel. 069/71913662, E-Mail: germany@visitjordan.com, Internet: www.visitjordan.com
Noch mehr Infos zu "Petra by Night" sowie "Petra Kitchen" gibt es unter www.jordantours-travel.com

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