Startseite
Sie sind hier: Home > Reisen > Reiseziele >

Mit Stachelrochen auf Du und Du: Tauchen lernen auf den Malediven

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Mit Stachelrochen auf Du und Du  

Tauchen lernen im Paradies

31.01.2014, 14:10 Uhr | Karsten-Thilo Raab, srt

Mit Stachelrochen auf Du und Du: Tauchen lernen auf den Malediven. Schnell lassen sich Urlauber hier von der beeindruckenden Unterwasserwelt in den Bann ziehen. (Quelle: SRT /Karsten-T. Raab)

Schnell lassen sich Urlauber hier von der beeindruckenden Unterwasserwelt in den Bann ziehen. (Quelle: Karsten-T. Raab/SRT )

In der türkisblauen Lagune vor der Trauminsel Kanuhura im Lhaviyani Atoll im Nordosten der Malediven lernen Anfänger schnell das Tauchen und lassen sich von der farbenfrohen Unterwasserwelt in den Bann ziehen. Sehen Sie die farbenprächtige Unterwasserwelt auch in unserer Foto-Show.

So müssen sich Ölsardinen fühlen. Der Neoprenanzug ist eng wie eine Wurstpelle, lässt sich nur mit großer Mühe über die Oberschenkel streifen. Tauchlehrerin Alice zieht den Reißverschluss am Rücken hoch. Schon fühlt man sich ein wenig wie ein muskulöses Kraftpaket, wie ein Rocky Balboa, nur mit Schwimmflossen und Bleigurt. Doch der optische Eindruck täuscht. Kaum ist die höllenschwere Sauerstoffflasche auf den Rücken geschnallt, gehe ich fast unweigerlich in die Knie. Und das soll Spaß machen? Die Skepsis steigt.

Ein großer Schritt für Anfänger

Wie soll man sich als Pellwurst mit Stein auf dem Rücken im Wasser bewegen können? Schweißperlen sammeln sich nicht nur wegen des strahlend blauen Himmels auf der Stirn. Doch die blonde Alice kennt keine Gnade. Sie reicht mir Taucherbrille und Mundstück, führt mich an den Rand des Stegs und sagt: "Nun musst Du das Mundstück und die Brille nur mit einer Hand festhalten und einfach einen Schritt nach vorne machen."

Quiz & Spiele

Wie gut kennen Sie Deutschland?

Erholung in Bad Wörishofen

Testen Sie Ihr Wissen mit unserem Dart-Spiel und vielleicht lernen Sie auch noch etwas dazu.
zum Deutschland-Dart-Spiel

Gesagt, getan. Alle graue Theorie ist in diesem Moment vergessen. Ein kurzer Schritt für erfahrene Taucher, ein Riesenschritt für einen blutigen Anfänger. Mit einem lauten Platsch falle ich ins Wasser. Die Luft in der eigens angelegten Weste sorgt dafür, dass ich erst einmal an der Oberfläche des gerade einmal zwei Meter tiefen Wassers in der herrlich türkisblauen Lagune vor der Trauminsel Kanuhura im Lhaviyani Atoll im Nordosten der Malediven treibe. Schon liegt Alice neben mir im Wasser, zeigt mir noch einmal, wie ich mit dem Schlauch Luft aus der Weste lasse, um langsam und kontrolliert abzutauchen. Wir tummeln uns erst einmal ein Weilchen in Reichweite des Stegs, versuchen, die Atemtechnik, die an Land problemlos klappt, auch im Wasser auf die Reihe zu kriegen.

Aller Anfang ist schwer - auch für Promis

Die rasch aufsteigenden Luftblasen und das eigene Atemgeräusch wirken zunächst Angst einflößend. Mit dem Kopf unter Wasser klingt es ein bisschen wie in einem Horrorfilm, wenn der Leinwandheld im Dunkeln von einem schnaufenden Massenmörder verfolgt wird. Eine Vision, die jedoch mit dem Blick auf die bunte Wasserwelt schnell vergessen ist, zumal sich Hunderte von Schwarmfischen von diesem röchelnden Monster im Neoprenanzug nicht verschrecken lassen.

Gleichmäßig zu atmen, ist eine Sache; noch schwerer fällt es mir, die Luft in der Weste so zu steuern, dass ich weder auf den Meeresboden absacke, noch ständig an die Oberfläche aufsteige. Aber andere haben es auch gelernt. Sogar eine Vielzahl prominenter Stars und Sternchen, die zum Tauchen nach Kanuhura gekommen sind. Der Bogen spannt sich von Rennfahrern wie Alfredo Alonso, David Coulthard und Mika Häkkinen über Springreiterin Meredith Michaels-Beerbaum und Weltfußballer Lothar Matthäus bis hin zu Schauspieler Erol Sander sowie den Musikern Axel Rose (Guns & Roses) und Morton Harket (a-ha).

Fische in allen Farben und Formen

Mit einer Engelsgeduld probt Alice mit uns immer wieder die gleichen Handgriffe, geht immer wieder die gleichen Mechanismen durch. Schließlich fühlen sich alle in der vierköpfigen Anfängergruppe sicher genug, um hinter der spindeldürren Blondine her zu einem vorgelagerten Riff zu tauchen. Hatten ihm Stegbereich noch Schwebeteilchen im Wasser die Sicht ein wenig getrübt, so steigt die Sichtweite mit jedem Meter, den wir vom Ufer wegschwimmen, deutlich an. Wie die Küken einer Entenfamilie folgen wir in einer Reihe unserer taucherfahrenen "Mutter".

"Zwischen Januar und April kann man hier unter Wasser locker bis zu 100 Meter weit gucken", schwärmt Alice beim kurzen Auftauchen, während wir von dem drei bis vier Meter unter der Wasseroberfläche liegenden Korallenriff in den Bann gezogen werden. Dort tummeln sich Fische und Korallen in allen Farben, Formen und Größen - ein Unterwasserkaleidoskop, das alle schnell vergessen lässt, dass sie zum ersten Mal in ihrem Leben mit schwerem Gerät angetaucht sind. Fast in Greifweite kreuzt ein weißer Stachelrochen unseren Weg. Schulen von Makrelen und Doktorfischen ziehen gemächlich ihre Bahnen, eine Schildkröte nimmt uns kurz prüfend in den Blick, um dann das Weite zu suchen.

Wracks, Rochen, Haie

Schnell wird klar, warum nicht nur für Tauchschulenbesitzer Wolfgang Tippelt, der vor zwei Jahrzehnten aus Augsburg auf die Malediven kam, die Gewässer rund um Kanuhura zu den schönsten Tauchrevieren der Welt gehören. Rund 40 Tauchspots im Lhaviyani Atoll steuert der Deutsche je nach Könnensstufe mit den Tauchschülern an. Da gibt es Plätze, an denen sich Hunderte Schildkröten tummeln, Riffe, wo kleine Haie heimisch sind, und Stellen, wo drei bis vier Meter großen Mantarochen majestätisch durchs Wasser schweben. Und wem all dies nicht genügt, der kann auch noch zwei Schiffwracks, die im Lhaviyani Atoll gesunken sind, genauestens untersuchen.

Glücklich, aber erschöpft erreichen wir nach rund einer Stunde im Indischen Ozean wieder den Steg von Kanuhura. Mit einer Mischung aus Stolz und Müdigkeit klettern wir aus dem Wasser. Wohl wissend, dass es wohl noch ein Weilchen dauern dürfte, bis wir wie weiland Jacques Cousteau die Weltmeere erforschen. Aber der hat ja auch mal klein angefangen.

Weitere Informationen:

Allgemeines: Die Malediven liegen südwestlich des indischen Subkontinents und bestehen aus 26 Atollen mit zusammen rund 1200 Inseln, von denen nur 200 bewohnt sind und weitere 90 als Hotel Resorts fungieren.
Lage: Kanuhura befindet sich am Ostrand des Lhaviyani Atolls im Nordosten der Malediven, ist knapp einen Kilometer lang und 200 Meter breit.
Tauchen: Das Sun Dive Center der Deutschen Britta und Wolfgang Tippelt auf Kanuhura bietet mit der dazugehörigen Tauchschule verschiedene Tauchgänge im Atoll an. Informationen unter www.sundivecenter.com.
Anreise: Ab 550 Euro für Hin- und Rückflug bietet Condor (www.condor.com) von Frankfurt aus Flüge nach Male an. Die Flugzeit beträgt zehn Stunden. Von Male geht es mit dem Wasserflugzeug des Maldivian Air Taxi (www.maldivianairtaxi.com) dann binnen 40 Minuten ins 150 Kilometer entfernte Kanuhura.
Klima: Geprägt wird das Klima auf Kanuhura von zwei Monsunen bei Jahresdurchschnittstemperaturen von 28 Grad Celsius. Von Dezember bis März/April ist die Luft trocken und warm, von Mai bis November gibt es gelegentliche Schauer und eine höhere Luftfeuchtigkeit.
Zeitunterschied: Kanuhura ist der Mitteleuropäischen Zeit fünf Stunden voraus.
Sprache: Landessprache ist Dhivehi, Englisch ist weit verbreitet. In Kanuhura spricht das Personal mehr als 40 Sprachen.
Übernachten: Kanuhura Resort, Lhaviyani Atoll, Malediven, Tel. 00960/6620044, info@kanuhura.com.mv, www.kanuhura.com. Strandvillen beginnen umgerechnet bei 209 Euro pro Person und Nacht im Doppelzimmer inklusive Frühstück, Wasservillen bei 319 Euro und Grand Wasservillen bei 436 Euro.
Pauschalangebote: TUI (www.tui.com) bietet sieben Nächte inklusive Frühstück und Flug ab 3530 Euro an, mit Halbpension ab 4000 Euro. Bei Dertour (www.dertour.de) können Strandvillen ab 209 Euro pro Person und Wasservillen ab 319 Euro gebucht werden. Der Aufpreis für Halbpension beträgt 65 Euro, für Vollpension 91 Euro pro Tag.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Auf flachen Sohlen - Schuhe für die kühle Jahreszeit

Angesagte Stiefel, trendige Schnürer, klassische Stiefeletten u.v.m. jetzt entdecken bei BAUR.

Shopping
Mit dem Multitalent wird jedes Kochen zum Erlebnis

Krups Multifunktions-Küchenmaschine HP5031: Ihr Partner für kreative Kochideen! bei OTTO.de

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Reisethemen von A bis Z

Anzeige
shopping-portal