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Myanmar schränkt Tempelkletterei in Bagan ein

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Attraktion Bagan  

Myanmar schränkt beliebte Tempelkletterei ein

24.02.2016, 08:22 Uhr | dpa

Myanmar schränkt Tempelkletterei in Bagan ein. Tempelebene Bagan: Bald dürfen Urlauber nur noch bestimmte Pagoden besteigen. (Quelle: dpa)

Tempelebene Bagan: Bald dürfen Urlauber nur noch bestimmte Pagoden besteigen. (Quelle: dpa)

Myanmar wächst stetig in der Gunst der Touristen. Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten ist dabei der Ausblick auf die Tempelebene von Bagan. Doch hier gibt es bald eine starke Einschränkung: Ab 1. März dürfen Urlauber nicht mehr wie bisher auf die meisten Pagoden steigen, etwa um den Sonnenuntergang zu sehen.

Das teilte das Kultusministerium des Landes mit. Das Kulturerbe des Landes müsse geschützt werden, hieß es. Nach Protesten vor allem der Tourismusbranche relativierte das Ministerium etwas: Fünf Tempel seien von dem Verbot ausgenommen, teilte das Ministerium auf Facebook mit: sie heißen Bagan-Pyathatgyi, Shwesandaw, Süd-Guni, Nord-Guni und Thitsar Wadi.

Auslöser der Entscheidung war offenbar ein Video einer Firmenveranstaltung, in dem auf einer Pagode gesungen und getanzt wurde. Das Video wurde in den sozialen Medien geteilt und löste Empörung aus. Es wurde gelöscht.

Bagan: Jedes Jahr 250.000 Besucher

Die Tourismus-Industrie des Landes kritisierte das Kletterverbot. Den Sonnenuntergang von der Terrasse eines Tempels aus anzuschauen, gehöre zu den Höhepunkten jeder Bagan-Tournee, sagte der Vorsitzende der Fremdenführergilde in Bagan, Win Zaw Cho. "Das wird Touristen verärgern." Am Abend drängen sich regelmässig hunderte Touristen auf den schmalen Tempelstufen. Die Zahl der Bagan-Besucher hat sich seit 2011 auf 250.000 im Jahr verdoppelt.

Die Ebene mit mehr als 3000 Tempeln und Pagoden ist eine der bedeutendsten Ansammlungen alter Bauwerke in Südostasien. Die ältesten Gebäude stammen aus dem 11. Jahrhundert. Allerdings lies die Junta der einstigen Militärdiktatur viele der Tempel in den 90er Jahren mit Zement und Ziegeln restaurieren. Historiker beklagen die nicht authentische Restauration.

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