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Auf dieser Insel gibt es nichts außer Ruhe: Hydeaway Heron Island

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Hydeaway Heron Island  

Auf dieser Insel gibt es nichts außer Ruhe

15.09.2014, 17:38 Uhr | Egmont Strigl, srt

Auf dieser Insel gibt es nichts außer Ruhe: Hydeaway Heron Island. Ein Ort der Ruhe und Erholung: Hydeaway Heron Island. (Quelle: SRT /Egmont Strigl)

Ein Ort der Ruhe und Erholung: Hydeaway Heron Island. (Quelle: Egmont Strigl/SRT )

Kein Handyempfang, kein Fernseher, nur Ruhe und Stille, weißsandige Strände und eine faszinierende Unterwasserwelt erwarten Besucher auf Heron Island am Südrand des Great Barrier Reefs im Osten Australiens. Entdecken Sie das Eiland auch in unserer Foto-Show.

Es gibt sie noch, die Plätze, an denen man als Urlauber von keinem Telefongebimmel und keinem plärrenden Fernseher von den wesentlichen Dingen des Lebens abgelenkt wird. Und so sitzt man, umgeben von absoluter Ruhe am Strand und genießt ganz still: die kühlende Seebriese, den Schatten breitkroniger Dschungelbäume über der Terrasse, einen leckeren Drink am Pool oder eine der vielen Aktivitäten des Heron Island Resorts, die einem die einzigartige Natur der kleinen Insel 90 Kilometer vor der Küste Queenslands näher bringen. Denn die Natur ist hier das Maß aller Dinge, sowohl unter, wie auch über dem Wasser.

Eines der ungewöhnlichsten Ökosysteme Australiens

Zum Beispiel der Inselwald, er ist ein Stück Natur von ihrer bizarrsten Seite. Dunkel und kühl, aber kein Regenwald à la Daintree, kein klassischer Eukalyptus-Wald, sondern ein Wald aus knorrigen, zehn bis zwanzig Meter hohen Bäume mit ledrigen Blättern und eines der ungewöhnlichsten Ökosysteme Australiens. Still steht man unter den mächtigen Kronen der Pisonia-Bäume und lauscht den Vögeln. Es müssen Hunderttausende sein, vor allem Black Noddy Seeschwalben, die die Wipfelregionen bevölkern und die Luft mit ihrem Geschrei erfüllen.

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Der sandige Boden hingegen ist übersät mit Löchern, in denen entweder Krebse oder junge Ölvögel wohnen, die bei Einbruch der Nacht unbeholfen aus dem Himmel plumpsen und die Dunkelheit mit ihren unheimlichen "Kindergeschrei" erfüllen. Tagsüber sind sie als extreme Langstreckenflieger beim Fischen unterwegs und überlassen den taubengroßen Noddys das Geäst, in dem sie brüten, ihre Jungen aufziehen und sich von den langen Flügen über das Meer erholen. Dabei bleiben sie häufig an den klebrigen Samen der Pisonien hängen und verhungern.

Der Kreislauf der Natur

Doch genau diese Vogelleichen sind die Grundlage für das üppige Wachstum des Waldes. Sie werden durch das Graben der Ölvögel unter den nährstoffarmen Sand gemischt, zersetzen sich und gehen als Nährstoff wieder zurück in den Kreislauf der Natur. Für die Pisonias sind sie neben dem Vogelkot die einzige Nährstoffquelle, hier auf dieser 800 mal 300 Meter messenden Sandinsel inmitten des pazifischen Ozeans, auf der die Ökosysteme Wald und Meer auf einmalige Art und Weise verwoben sind.

Aus diesem Grund befindet sich auf Heron Island, einem Teil des Capricornia Cays Nationalparks, auch eine Forschungsstation der University of Queensland und ein kleines Resort, in dem man nicht nur Schnorcheln und Tauchen, sondern auch den Besonderheiten dieser Insel nachspüren kann.

Einer der besten Tauchplätze der Welt

Zweieinhalb Stunden braucht der Katamaran von Gladstone hinüber nach Heron und hinein in die Wasserwelt am südlichen Ende des Great Barrier Reef, wo sich das pralle Unterwasserleben nicht zwischen riesigen Riffbänken verliert, sondern sich um winzige Korallenatolle konzentriert, die schon Tauch-Altmeister Jacques Cousteau als einen der besten Tauchplätze der Welt bezeichnete. Also nichts wie rein in das kristallklare Nass und hinunter in die bunte Welt des Riffs, die zu den schönsten Erlebnissen einer Reise nach Queensland gehört.

Vorsichtig schnorcheln Besucher über die in geringer Tiefe unter ihnen liegenden Korallengärten und staunen über die Farbenpracht, die die Natur hier hervorzubringen im Stande ist. Große und kleine Fische tummeln sich da, mal als Einzelgänger, mal in dichten Schwärmen, mal dicht unter der Oberfläche oder zwischen den unterschiedlichen Korallenstöcken, die wie filigrane Fächer wirken, dann wieder wie massive Klötze, weitausladende Geweihe oder wie Orgelpfeifen.

Auch große Fische tummeln sich unter Wasser

Um sie herum schwirren die buntesten Fische, mal tiefschwarze mit leuchtend neonblauen Punkten, dort grellgelbe und giftgrüne, da rote, braune und gestreifte. Aus Felsspalten fingern zu großen Krebsen gehörende Fühler, lange Stachelkissen von Seeigeln spitzen aus Löchern, bizarre Schnecken und Schlangensterne kriechen über die Korallen und auf den sandigen Böden dazwischen wiegen sich Seegräser, Röhrenwürmer und fast durchsichtige Seeaale.

Es ist ein faszinierendes Spiel der Formen und Farben, über dem man schnell die Zeit und die Überraschungen vergisst, die diese Unterwasserwelt auch bereithalten kann. Besonders im tieferen Wasser außerhalb des Riffs stößt man häufig auch auf größere Meerestiere, die einem einen gehörigen Schrecken einjagen können. Ganze Schulen von Weißspitzen-Riffhaien zum Beispiel, riesige Rochen oder so kräftige Burschen wie der uralte, von Seepocken überzogene Schildkrötenbulle, der mitten zwischen den Schnorchlern zum Atmen auftaucht.

Brutstätte der Meeresschildkröten

Meeresschildkröten sind eine der Hauptattraktionen Heron Islands, denn zwischen November und März kommen sie zu Tausenden an Land, um ihre Eier an den Stränden abzulegen. Bis zu fünf Mal im Abstand von zehn bis 14 Tagen wiederholt sich diese Anstrengung, wobei jedes Mal zwischen 20 und 100 Eier abgelegt werden. Ausgebrütet werden diese dann von der Sonne, wobei die Sandtemperatur darüber entscheidet, ob nach zwei Monaten Männchen oder Weibchen schlüpfen.

Jetzt, ein paar Wochen später, ist das Schlüpfen in vollem Gange, graben sich die winzigen Babys aus dem sandigen Nest und haben den gefährlichsten aller Wege vor sich. Den Weg hinab zum Meer, auf dem hungrige Vögel und Raubfische auf sie lauern. Aber auch ein Weg, an dem ein neuer Zyklus im Leben der Meeresschildkröten beginnt, der sie mit viel Glück vielleicht in 30 Jahren wieder an diesen herrlichen Strand auf Heron Island bringen wird.

Weitere Informationen:

Anreise: Zum Beispiel mit Korean Air täglich von Frankfurt nach Seoul und weiter nach Brisbane. Inlandsflüge von Brisbane nach Gladstone (Ausgangspunkt für Heron Island) bietet Qantas an.
Heron Island: Exklusives Insel Resort ohne Tagesgäste mit 110 Zimmern, Restaurant, Pool, Spa, PADI-Tauchschule und Ausrüstungsverleih (www.heronisland.com). Erreichbar ab Gladstone täglich per Helikopter oder per Fähre.
Klima: Subtropisch mit Tagestemperaturen zwischen 21 und 30 Grad und Wassertemperaturen zwischen 21 und 27 Grad ganzjährig.
Unterkunft: Starkes Design-Ambiente bietet das M on Mary, 70 Mary Street in Brisbane, www.monmary.com.au.

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