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Gegen Vandalismus: Chinesische Mauer richtet Graffiti-Zone ein

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Gegen Vandalismus  

Chinesische Mauer bekommt Graffiti-Zone

05.03.2014, 09:24 Uhr | Markus Roman

Gegen Vandalismus: Chinesische Mauer richtet Graffiti-Zone ein. Im Abschnitt Mutianyu der Chinesischen Mauer sind Kritzeleien ein Problem (Quelle: Reuters)

Im Abschnitt Mutianyu der Chinesischen Mauer sind Kritzeleien ein Problem (Quelle: Reuters)

Ein kleines "Ich war hier", eine Zeichnung für die Ewigkeit oder die Namen zweier Liebenden: Am Welterbe Chinesische Mauer finden sich immer wieder solche kleinen Kritzeleien und Graffitis. Weil Patrouillen und Hinweisschilder dem keinen Einhalt mehr gebieten, geht die örtliche Verwaltung nun einen anderen Weg: In speziellen Bereichen werden Touristen sogar ermutigt, ihre Zeichen zu hinterlassen. Das berichtet "China Daily".

Die erste Graffiti-Zone für Touristen ist im Wachturm Nummer 14 im gut erhaltenen Teil Mutianyu der Chinesischen Mauer, etwa 70 Kilometer nordöstlich von Peking, eingerichtet. Zwei weitere könnten an den Türmen Nummer 5 und 10 folgen.

Graffiti-Zone soll selbst Attraktion werden

Dabei soll die Graffiti-Zone selbst zur Attraktion werden. "Da viele Touristen gerne Wörter in die Gebäude ritzen, machen wir diese Schreib-Zonen zu Mutianyus neuen Sehenswürdigkeiten", zitiert "China Daily" einen hohen Mitarbeiter der Verwaltung. Man erwäge sogar ein elektronisches "Graffiti-Board", auf dem sich Besucher ohne Schaden an den Gebäuden verewigen können.

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Mit der neuen Strategie erhofft man sich auf lange Sicht einen besseren Schutz der historischen Gebäude. An Stellen, die bereits heute stark von den Schmierereien betroffen sind, will man Hinweisschilder anbringen. Diese sollen Besucher ermutigen, die offiziellen Graffiti-Bereiche zu nutzen.

Verbote halfen nichts

In der Vergangenheit patrouillierten Mitarbeiter der örtlichen Verwaltung an der Mauer und wiesen Touristen darauf hin, nichts in die Mauer einzuritzen - offenbar mit mäßigem Erfolg. Auch nach aufwändigen Restaurierungen wurden die Gebäude immer wieder von Besuchern beschädigt.

Nach Berichten der "Beijing Evening News" ist vor allem am Wachturm Nummer 5 ein beliebter Ort für die Touristen-Graffiti, allerdings noch illegal. Laut der Sendung sind die meisten der Kritzeleien in englischer Sprache.

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