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Städtereisen: München wird 850 Jahre alt

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Stadtjubiläum  

Herzlichen Glückwunsch: München wird 850 Jahre alt

16.06.2008, 10:37 Uhr | t-online.de, srt

München wird 850 Jahre alt (Foto: www.muenchen.de)München wird 850 Jahre alt (Foto: www.muenchen.de)Weiß-blauer Partysommer. München startete am Wochenende offiziell die Feiern zum 850. Stadtgeburtstag und das ist nicht mehr zu übersehen: Im unverwechselbaren Geburtstagsdesign unter dem Motto "Brücken bauen" ist die gesamte Innenstadt mit dem „München mag Dich“- Logo und dem unverwechselbaren, zum Herzen geformten goldfarbenen Luftballon flankiert. Zum Jubiläum hat die Stadt bis in den September hinein ein bunt gemischtes Programm auf die Beine gestellt.

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Feierlichkeiten von Juni bis September

Beim Altstadtringfest am 19. und 20. Juli gibt es eine Stadt-Revue und Szenen aus dem bäuerlichen München zu sehen, das Isarbrückenfest vom 1. bis 3. August bietet Musik, Tanz und Lichterglanz auf und unter den Brücken und das Nachbarschaftsfest auf dem St. Jakobsplatz rund um das jüdische Museum lockt mit Straßentheater und Klezmer-Musik.  Die Museen präsentieren Sonder-Ausstellungen  wie "Typisch München" im Münchner Stadtmuseum oder "Münchner Secession" in der Villa Stuck. Ein kultureller Höhepunkt ist die große Kandinsky-Ausstellung im Oktober im Lenbachhaus. 240 Seiten dick ist das Programm fürs Jubiläumsjahr.


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München: Wie alles anfing

Jetzt, zum 850. Geburtstag, will München Brücken bauen und den Bogen spannen von der Stadtgründung bis in die heutige Zeit. Wer wissen will, wie alles anfing, muss zurück zu Heinrich dem Löwen, der durch einen Handstreich die Zolleinnahmen durch den Salzhandel an sich brachte. Der Welfe leitete den lukrativen Handel um, indem er kurzerhand die Brücke ins Brachland an der Isar nahe "Munichen" verlegte. Ein Jahr später legitimierte Kaiser Barbarossa im "Augsburger Schied" diese Aktion. Von da an wuchs München und wurde unter den Wittelsbachern immer prächtiger.

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Neoklassizistische Zeugen der Vergangenheit

Vor allem Ludwig I., weniger durch seine Vorliebe für die Antike als seine Affäre mit der Tänzerin Lola Montez berüchtigt, prägte die Stadt mit der prachtvollen Ludwigsstraße. Dazu gehören die Feldherrenhalle und das Siegestor, mit dem neoklassizistischem Königsplatz, der Alten und der Neuen Pinakothek und der Bavaria-Statue. Auch die Münchner Bürger hingen mehr am Klassischen als am Modernen. Mit elf zu zehn Stimmen sprach sich der Stadtrat 1867 dafür aus, das neue Rathaus in neugotischem Stil zu bauen, fast als eine Kopie des Brüsseler Rathauses. Und noch heute stehen Scharen von Touristen staunend vor der mächtigen, in Ehren ergrauten Fassade mit ihren filigranen Türmchen, dem Wittelsbacher Fürstenzyklus, den Fratzen und Sagengestalten und dem Glockenspiel.


Weltstadt mit Herz

Tatsächlich spätgotisch ist der Backsteinbau der Frauenkirche mit den beiden charakteristischen von Hauben gekrönten Türmen, die bis heute die Stadtsilhouette prägen. 99 Meter hoch ragen die beiden Türme in den weißblauen Himmel und sind auch im heutigen München noch das Maß aller Dinge. Nach einem vom ehemaligen Münchner Oberbürgermeister Kronawitter initiiertem Bürgerbegehren darf innerhalb des Stadtgebietes kein neues Gebäude mehr diese Höhe überschreiten. "München stirbt" titelte ein ehemaliger Münchner anlässlich des Stadtjubiläums und beklagte den architektonischen Stillstand in der selbst ernannten Weltstadt mit Herz.


Kunst und Kommerz gehen in den Fünf Höfen Hand in Hand

Dass München auch anders kann ist in den Fünf Höfen zu sehen, die Brücke zur Tradition schlägt die Ziegelsteinarchitektur im Schäfflerhof. In den eher mondän anmutenden Fünf Höfen treten die Besucher Manhattan und andere Städte mit den Füßen. Nachtaufnahmen des Fotokünstlers Thomas Ruffs sind in den Boden eingelassen. Die Architekten Herzog und de Meuron haben auf den mehrheitlichen Wunsch der Bürger die Außenfassaden aus der Nachkriegszeit belassen, die Häuser ausgehöhlt und so Höfe und Passagen gestaltet. Hängende Gärten bringen Grün in die moderne Einkaufsmeile. Im Viscardihof fällt die riesige Kugel aus ineinander geschlungenen Edelstahlbändern ins Auge, die - immerhin zehn Tonnen schwer - ganz luftig und leicht wirkt. Geschaffen wurde die Skulptur vom isländischen Künstler Olafur Eliasson.

Nationaltheater als Geschenk

Seinen Untertanen schenkte der erste bayerische König Maximilian I. Joseph das Nationaltheater, dem anfangs kein Glück beschert war. Als das Theater im Januar 1823 durch ein Feuer bis auf die Grundmauern nieder brannte, war es so kalt, dass das Löschwasser gefror. Auch der Versuch, mit Bier zu löschen, misslang. Doch der Bierpfennig erbrachte innerhalb von zwei Jahren das Geld für den Wiederaufbau. Da waren die bayerischen Bierdimpfl doch zu etwas gut.

Tradition: Oktoberfest

Dass Bier in München Tradition hat, ist im Bier- und Oktoberfestmuseum in der Sterneckergasse zu sehen. Dort blicken die Bierbarone von gestern aus ihren Bildern streng auf die Besucher von heute. Im angeblich ältesten Bürgerhaus der Stadt, das lange Zeit leer stand und zum "Taubennest und Rattenloch" verkommen war, können die Besucher jetzt alles Wichtige über die Geschichte des Gerstensafts erfahren bis hin zum bayerischen Reinheitsgebot. Und natürlich darf auch das Oktoberfest nicht fehlen, wo ja der Gerstensaft alljährlich in Strömen fließt. 6,2 Millionen Besucher aus aller Welt strömten im vergangenen Jahr auf die Theresienwiese.

Weitere Informationen Informationen, Broschüren und Programme zum Jubiläumsjahr sind erhältlich beim Tourismusamt, Tel. 089/23396500, E-Mail: tourismus@muenchen.de, Internet: www.muenchen.de oder www.muenchen-tourist.de, www.muenchen850.de

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