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Panoramacafé am NATO-Horchposten

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Bayerischer Wald  

Panoramacafé am NATO-Horchposten

01.04.2009, 17:25 Uhr | M. Roman

Bis 2004 war das Militärgelände im bayerischen Wald Sperrgebiet (Foto: dpa)Bis 2004 war das Militärgelände im bayerischen Wald Sperrgebiet (Foto: dpa)

Auf dem Hohen Bogen im Bayerischen Wald wandelt sich etwas: Noch während des Kalten Krieges lauschten hier Geheimdienste in den Osten, bald sollen in der Militäranlage mitten im Naturschutzgebiet Touristen Kaffee trinken. Aus dem Gelände des ehemaligen "Fernmeldesektors F" nahe Rimbach möchte ein Unternehmer ein Erlebniszentrum machen - mit Jugendherberge, Museum und Panoramacafé. Schon 2010 sollen die ersten Gäste kommen.

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NATO-Soldaten hörten hier Funksprüche ab

Der Gastronom und Unternehmer Michael Schreiner kaufte die ehemalige Militäranlage auf dem 1080 Meter hohen Bergplateau mitten im Naturschutzgebiet "Oberer Bayerischer Wald". Das Gelände wurde noch bis 2004 von deutschen, französischen und amerikanischen Soldaten genutzt und war nach Angaben von Schreiners Unternehmen bis zur Übergabe "absolutes Sperrgebiet und dadurch auch nicht offiziell bekannt". Vor allem in Zeiten des Kalten Krieges wurde hier, direkt an der tschechischen Grenze, Funksprüchen gelauscht. Nach Angaben des Traditionsvereins Hohenbogen-Kaserne Bad Kötzting e.V. versuchten beispielsweise NATO-Soldaten 1968, während des Prager Frühlings durch abgehörte Funksprüche Informationen aus erster Hand zu erhalten. Der Verein kümmert sich um Erhalt und Andenken des Militärdenkmals.

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Museum für Abhörtechnik in Turm und Bunker

Die Räume der Anlage in Tunnelgang, Hauptturm und Atombunker sollen künftig als Museum hergerichtet werden. Eine Attraktion dürfte vor allem der Hauptturm werden, der laut Website des Projekts im Originalzustand erhalten ist und seit 2006 unter Denkmalschutz steht. Ausstellungsstücke für das Museum soll der Traditionsverein Hohenbogen-Kaserne stellen. Geplant sind mehrere hundert Geräte der Empfangs- und Aufzeichnungstechnik. "Die Exponate stammen vor allem aus der Auflösung des Turms, aber auch aus vielen anderen Sammlungen", erklärte Vereinsvorsitzender Franz Treml der Deutschen Presseagentur.

Zielgruppe: Tagesbesucher und Schulklassen

Neben dem Museum sollen weitere Einrichtungen vor allem Tagesbesucher und Schulklassen anlocken. Geplant sind ein Künstlerviertel, eine Begegnungsstätte für Jugendliche samt Übernachtungsmöglichkeiten, ein Baumwipfelpfad und das Panoramacafé. 2010 sollen bereits die ersten Bauten abgeschlossen sein. Wer vor Fertigstellung des Projekts sich bereits in die Zeit des Kalten Krieges zurückversetzen lassen möchte, hat dazu auch jetzt schon Gelegenheit. Auf der Website des Projekts werden Gruppenführungen über das Areal angeboten, inklusive Besteigung des Hauptturms. Kostenpunkt: Pauschal 50 Euro bei einer Gruppengröße bis 25 Teilnehmer.

Weitere Informationen:

www.panorama-resort.org

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