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Geballtes Leben in Berlin

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Berlin  

Geballtes Leben in Berlin

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Wo anfangen? In der Kuppel des Reichstagsgebäudes, am ehemaligen Grenzposten Checkpoint Charlie oder in der Feinkostabteilung des Kadewe? Berlin, das neue Herz Europas, ist ein Sammelbecken von Kunst, Kommerz, Historie und Herzblut. Zum Kennen lernen der Stadt sind zwei Tage ein Muss und zwei Wochen immer noch nicht genug. Am besten das Auto gegen eine Karte des Öffentlichen Nahverkehrs tauschen und bequeme Schuhe anziehen.

Foto-Serie Die grünen Seiten Berlins
Foto-Serie Sehenswertes in Berlin
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Brandenburger Tor
Der Streifzug beginnt mit einem Blick nach oben - zum Brandenburger Tor. Das 1789 erbaute Wahrzeichen der Stadt ist unbestritten eines der schönsten Monumente. Die Quadriga auf dem Dach des Tors wurde nach griechischem Vorbild erbaut. Sie gefiel nicht nur den Berlinern, Napoleon entführte sie 1807 nach Paris, sieben Jahre später wurde sie in einem Triumphzug zurückgeholt.

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Pariser Platz
An die Ostseite des Brandenburger Tors schließt sich der Pariser Platz. Quadratisch, herrschaftlich und prominent. Im Jahr 1734 angelegt und mit Stadtpalais bebaut, später Wohnort berühmter Dichter, war der Platz nach dem zweiten Weltkrieg bis zur Wiedervereinigung gesperrt. Heute spazieren Staatsgrößen und Stars über das Pflaster, hat doch das Nobelhotel Adlon hier seit 1997 seinen Sitz. Ein ganz anderer Charakter prägt den Alexanderplatz. Der "Alex" avancierte vor allem in den 20er Jahren zum Verkehrsknotenpunkt für alle östlich gelegenen Stadtteile. Mittelpunkt ist die bronzene "Berolina", um die ein Kreisverkehr herumführt.

Gedächtniskirche
Nicht nur im Vorbeifahren sollten Berlin-Besucher einen Blick auf die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche werfen. Sie wurde zu Ehren Kaiser Wilhelms I. in den Jahren 1891 bis 1895 gebaut. Im Krieg wurde der spätromantische Bau fast vollständig zerstört, zurück blieb ein "hohler Zahn", wie die Berliner liebevoll die Kirchenruine nennen. Nach einem behutsamen Umbau Anfang der 60er Jahre stehen heute Glockenturm und Neubau auf einem Podest. Auf den Stufen sitzen müde Stadtbummler, tummeln sich Eis schleckende Kinder und treffen sich Pärchen zum Rendezvous.

Reichstagsgebäude
Ein anderes Beispiel gelungener Melange zwischen alt und neu ist das Reichstagsgebäude. 1999 tagte das Parlament zum ersten Mal statt am Rhein an der Spree. Den spektakulären Bau realisierte Star-Architekt Sir Norman Foster, der dem mehr als einhundert Jahre alten Gemäuer eine Glaskuppel aufsetzte. Diese ist 40 Meter hoch und eine echte Touristen-Attraktion. Von morgens 8 Uhr bis um Mitternacht können Gäste auf der Besucherterrasse flanieren. Wer mit einer Gruppe anreist und sich vorher anmeldet, darf bei Plenarsitzungen zugucken. Wie die Kuppel, so ist auch der Plenarsaal verglast - Politik mit Durchblick.

Kadewe und Hackesche Höfe
Wem stattdessen der Sinn nach Kommerz steht, hat in Berlin die Qual der Wahl. Skurrile Shops und Top-Class-Boutiquen laden zum bummeln ein. Besonders nett ist ein Abstecher zu den Hackeschen Höfen. Im Wohn- und Geschäftskomplex mit insgesamt acht Höfen reihen sich Restaurants und Läden aneinander. Das Handeln hat hier Tradition: Bereits vor 1700 bildete sich direkt am Spandauer Tor eine kleine Stadt. Später legte Stadtkommandant Graf von Hacke einen Markt an. Und natürlich darf ein Besuch im Kadewe nicht fehlen. Das Kaufhaus des Westens im Stadtteil Schöneberg ist das größte Warenhaus in Europa. Spätestens im sechsten Stock, in der Feinkostabteilung, kommt jeder ins Schwärmen. Leckereien aus aller Welt sind appetitlich angerichtet und locken zum probieren.

Filmfestspiele oder Love-Parade
Unzähligen weitere Sehenswürdigkeiten begegnen Besuchern auf Schritt und Tritt. Beispielsweise Checkpoint Charlie, dem einstigen Grenzübergang für Alliierte und Ausländer. Oder der Siegessäule in der Mitte des Großen Sterns. Dort treffen sich alljährlich im Juli Freunde des brummenden Beats, um ihre Love-Parade zu feiern. Doch egal, ob Techno oder Jazz, das ganze Jahr hindurch präsentiert sich die Stadt im Festival-Kleid. So etwa jetzt Anfang Mai zum 40. Theatertreffen (dauert bis 18. Mai) oder am 28. Juni beim Christopher Street Day -eben eine Stadt für jeden Geschmack.

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