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Berlin: Pergamonaltar ab Montag für fünf Jahre unzugänglich

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Umbauarbeiten in Berlin  

Pergamonaltar ab Montag für fünf Jahre unzugänglich

26.09.2014, 12:52 Uhr | dpa

Berlin: Pergamonaltar ab Montag für fünf Jahre unzugänglich. Das Pergamonmuseum wird aufwändig renoviert (Quelle: dpa)

Das Pergamonmuseum wird aufwändig renoviert (Quelle: dpa)

Es ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Berlins, doch ab Montag stehen Besucher des Pergamonaltars vor verschlossenen Türen. Am Sonntag ist die letzte Gelegenheit für lange Zeit, ihn noch einmal in Augenschein zu nehmen. Wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten muss der Saal mit dem berühmten Altar mehrere Jahre geschlossen bleiben.

Der Pergamonaltar, eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin, wird mehrere Jahre lang für das Publikum unzugänglich sein. Im Zuge der Sanierung des Pergamonmuseums müsse der Saal mit dem Altar aus Kleinasien am 29. September 2014 bis voraussichtlich 2019 geschlossen werden, teilte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger mit.

Altar in "sehr schlechten baulichen Zustand"

"Das gesamte Pergamonmuseum - so auch der Altarsaal - ist in einem sehr schlechten baulichen Zustand", heißt es in einer Erklärung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Große Schäden zeigten sich insbesondere an der Stahlkonstruktion des Dachs und den Lichtdecken sowie an den Fassaden. Auch die technische Ausrüstung des Hauses sei veraltet. Während der Grundinstandsetzung bleibt das Museum geöffnet. Der Saal mit dem Pergamonaltar wird nach derzeitiger Planung aber erst 2019 wieder zugänglich sein.

Der Pergamonaltar stammt aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus und ist ein Meisterwerk der hellenistischen Kunst. Er wurde auf der Akropolis der antiken Stadt Pergamon in Kleinasien gebaut, etwas mehr als hundert Kilometer von der heutigen Stadt Izmir in der Türkei entfernt. Der Altar, der dem Gott Zeus und seiner Tochter Athene gewidmet war, wurde zwischen 1878 und 1886 von deutschen Archäologen entdeckt. Fragmente des Baus wurden nach Berlin gebracht, wo der Altar rekonstruiert wurde.

Pergamonmuseum größte Baustelle der Museumsinsel

Das Pergamonmuseum auf der Museumsinsel ist mit rund 1,3 Millionen Besuchern im Jahr das beliebteste Haus der Staatlichen Museen. In der Nähe soll eine vorübergehende Ausstellung mit dem Pergamon-Panorama des Künstlers Yadegar Asisi für Ersatz sorgen. Bereits 2011/2012 wurde Asisis Rotunde vor dem Pergamonmuseum gezeigt; sie wird jetzt überarbeitet. Weiterhin sollen bedeutende Originale aus Pergamon - darunter der gesamte Telephos-Fries - sowie eine monumentale Visualisierung des Altarsaales gezeigt werden. Für die Präsentation sucht die Stiftung Sponsoren. Die Frage der Finanzierung ist einer Sprecherin zufolge derzeit noch nicht geklärt.

Das Pergamonmuseum ist die größte Baustelle auf der Museumsinsel. Dort sollen sich die Arbeiten bis zum Jahr 2025/26 hinziehen. Es ist vorgesehen, bis 2019 den Nord- und Mittelflügel zu sanieren; danach ist der Südflügel dran.

Auch Neue Nationalgalerie wird geschlossen

Auch die Neue Nationalgalerie am Kulturforum wird Ende 2014 wegen Sanierung für drei bis vier Jahre geschlossen. Hier gab es die großen Publikumserfolge der vergangenen Jahre, darunter die Ausstellungen aus dem Museum of Modern Art in New York sowie zur deutschen Nachkriegskunst. Zu den großen Projekten der Stiftung zählt auch ein Museum der Kunst des 20. Jahrhunderts, das am Kulturforum in der Nähe des Potsdamer Platzes entstehen soll. Parzinger erwartet in den kommenden Monaten von der Bundesregierung ein Signal, dass das Projekt realisiert werden kann. Eine Voraussetzung sei die Erhöhung des Bauetats. Er ist für dieses Jahr mit 80,2 Millionen Euro so hoch wie im vergangenen Jahr. Seit 2003 trägt allein der Bund die Baukosten.

Oberste Priorität am Kulturforum habe die Instandsetzung der Neuen Nationalgalerie unter Federführung des britische Architekten David Chipperfield, betonte Parzinger. Die Arbeiten an dem Stahl-Glas-Bau von Mies van der Rohe sollen Ende 2014 beginnen und voraussichtlich in drei bis vier Jahren beendet sein. Während der Sanierung soll die Sammlung der Neuen Nationalgalerie mit den Werken der klassischen Moderne in Wechselausstellungen im Hamburger Bahnhof gezeigt werden.

Weitere Informationen

Website des Pergamonmuseums

Website der Neuen Nationalgalerie

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